31. März
Bela B @ Volkstheater

Bücher, die Aufsehen erregen und alles sind, nur kein Mainstream. Heyne Hardcore, Bestandteil der Verlagsgruppe Randomhouse, steht seit einiger Zeit für in der Tat besondere Bücher und Autoren. Neben dem bisherigen Aushängeschuld John Niven (u.a. „Kill your Friends“) reiht sich im Frühjahr 2019 nun ein waschechter Rockstar ein. Niemand Geringeres als Bela B Felsenheimer, der stehende Teufelsdrummer der bekanntlich besten Band der Welt – Die Ärzte – gibt mit „Scharnow“ sein Autorendebüt. Dass der Berliner, der in Literaturkreisen dank diverser eingesprochener Hörspiele (u.a. „Faust“) kein Fremder ist, das weiß man. Und so kann es auch gar nicht anders kommen, als dass sich Dirk Albert Felsenheimer mit seinem Buch genau dahin begibt, wo er sich am wohlsten fühlt. Auf den Bühnen Deutschlands geht es auf große „Scharnow ist überall“-Lesereise, die ihn am 31. März auch zu uns ins Volkstheater spült.

Bela B liebt das Skurrile und das Abwegige und steht er bei Die Ärzte nicht gerade hinter der Schießbude, verdingt sich der Tausendsassa Felsenheimer mit mehr Nebenprojekten als Schmuck an den Händen. Er ist nicht nur Musiker, nein auch Synchronsprecher, Comic-Fan und gelangte als Schauspieler immerhin bis vor die Fußmatte Hollywoods. Nun macht Felsenheimer als Autor von sich reden und das ist mit Blick auf seine Vita wenig überraschend. Bela B war Inhaber des Leipziger Comicverlags Extrem Erfolgreich Enterprises und brachte eine Vielzahl Horror-Comics unters Volk. Auch eigene Werke wie „Schweinevogel“ und ein Comic zur Haus- und Hofband Die Ärzte gab es zu lesen. Als Autor schrieb er in der Vampir-Anthologie „Liber Vampirorum“ sowie für die Comics seines Verlages und lieferte das Vorwort zur bei Heyne erschienenen Lemmy-Biografie. Aber auch das Hörspiel, und so schließt sich der Kreis, zu John Nivens Bestseller „Kill Your Friends“ lag auf seiner Zunge.

Doch nun folgt das Debüt mit Namen „Scharnow“:

In Scharnow, einem Dorf nördlich von Berlin, ist der Hund begraben. Scheinbar. Tatsächlich wird hier gerade die Welt gewendet: Schützen liegen auf der Lauer, um die Agenten einer Universalmacht zu vernichten, ein mordlustiges Buch richtet blutige Verheerung an, und mittendrin hat ein Pakt der Glücklichen plötzlich kein Bier mehr. Wenn sich dann ein syrischer Praktikant für ein Mangamädchen starkmacht, ist auch die Liebe nicht weit.

So weit, so gut. Und wo sich, laut Verlag, ein Stück weit Douglas Adams und seine Anhalter-Reihe herauslesen lässt, kann es so ungemütlich gar nicht sein. Und so freuen wir uns nicht nur auf die geballten 416 Seiten aus Bela Bs kreativer Hirnrinde (VÖ: 25. Februar), sondern auch auf die Live-Darbietungen im Zuge der großen Lesereise. Am 31. März gastiert Bad Boy Bela im Münchner Volkstheater.


Live: Bela B – Scharnow ist überall (Lesereise) > Homepage // 31. März 2019 // Volkstheater // Beginn 20 Uhr // Ausverkauft