Gehört: Basement – Promise Everything

Lange habe es die Jungs aus Ipswich nicht ausgehalten, im selbstauferlegten Vorruhestand. So plötzlich wie unerwartet im November 2012 das Ende von Basement ausgerufen wurde, so überraschend dann der Wiedereintritt ins Business kaum anderthalb Jahre später. Dank des Erfolgs der EP Further Sky sowie der anschließenden Konzerte in Australien, Japan und den USA waren die Antennen wieder auf Kreativität ausgerichtet. Frische Songs mussten her und so verschanzten sich Basement erneut im Assault and Battery 2 Studio, um erquickendes Futter für ihre Fans ranzuschaffen.

Ein neuer, fortschrittlicher Weg sollte es werden, der die alten Stärken aufnimmt und im kreativen Prozess mit neuen Ansätzen kreuzt. Die 10 Lieder auf Promise Everything kommen kompakt und straff daher, selten geht es länger als drei Minuten, was am Ende für eine knappe Spielzeit von nicht mal 30 Minuten sorgt. Es wird deutlich mehr Wert auf Melodien gelegt und die krachenden Parts wurden rausgeschraubt. Dieses Gewand lässt Basement außerordentlich entspannt aussehen.

Für alte Fans vielleichte ein wenig zu entspannt? Auf jeden Fall haben die Jungs in der Pause ausgiebig in den Plattenfächer Collegerock und Emo gewühlt. Nada Surf, Jimmy Eat World, Weezer grüßen auf Promise Everything mal von fern, mal von nah, was insgesamt für eine Kursänderung weg vom Post-Hardcore in gemäßigtere Gefilde spricht.


Basement – Promise Everything // Run For Cover Records / ADA // VÖ: 29. Januar
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