24. Oktober
curt präsentiert: Aurora

Aurora sieht aus wie eine sehr junge Schneekönigin. Dass es ihr um Königinnen und ihre Reiche geht, machte sie mit ihrem im Mai veröffentlichen Album „Queendom“ deutlich. Tatsächlich ist Aurora eine Kindkönigin wie Daenerys Targaryen. Sie klettert auf Bäume, isst gern Babybrei, trinkt heiße Schokolade, als sei sie bewusstseinserweiternd, und sieht sich als Anführerin einer Armee der Schutzlosen: „I say in the first verse of ,Queendom‘, ,the underdogs are my lions, the silent ones are choir – the women will be my soldiers, the weight of life on their shoulders‘.“

Der Norden, Norwegen, ist ihre Heimat. Fernab vom Overkill der großstädtischen Reizüberflutung hat sie ihre eigene Musik entwickelt – und das schon sehr früh. Schon mit neun Jahren schrieb sie ihre ersten Songs. Seitdem ging es Schlag auf Schlag: Newcomerin 2014, Titelmusik bei „Wolfblood“, Werbemusik für Vodafone und für die englische Kaufhauskette John Lewis. Aber irgendwie scheint Aurora selbst keinen Bezug zur Welt des Fernsehens und des Geldes zu haben. Sie dachte, John Lewis sei ein älterer Mann, der sie kennenlernen will.

Aurora, so heißt im Lateinischen die Göttin Morgenröte. Ob Zufall oder Absicht, das Mythologische, das Transzendentale transportiert Aurora in jedem Fall. Wie eine Priesterin der alten Religionen mäandert ihre Stimme, bleibt leise und schwillt plötzlich an. Sie wirkt zugleich beruhigend und hypnotisierend. Ihr erstes Album trug den Titel „All My Demons Greeting Me As A Friend“. Eine Elfe, eine Hexe, eine Fee? Jedenfalls verzaubert und betört Aurora. Auch wenn sie Evergreens von Oasis oder David Bowie covert, gibt Aurora den Hits eine neue Atmosphäre, sogar einen neuen Sinn. Als wäre sie der Beweis für ein Leben auf dem Mars.

Unsere Verlosung ist beendet, die Gewinner wurden informiert.


curt präsentiert: Aurora – QUEENDOM Tour 2018 > Homepage // Support: Askjell // 24. Oktober // Muffathalle // Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr // VVK 27 Euro zzgl. Gebühren, AK 33 Euro