25. Januar
Audrey Horne @ Feierwerk

VERLOSUNG // Es ist ja nicht so, als dass sie es unbedingt nötig hätten. Stehst du auf Hardrock der alten Schule, sollte dir Audrey Horne selbstverständlich ein Begriff sein, ansonsten ist Nachsitzen angesagt. Dennoch, schaden kann es ja selbst einer Band wie dieser nicht – mit ihren 16 Jahren Bandgeschichte, fünf Studioalben und unzähligen Gigs bei allen Festivals mit Rang und Namen auf dem Kerbholz –, sich durch kreative Album-Promotion ein wenig zusätzliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Und so gibt’s zum Release des sechsten Sprösslings der Norweger von Audrey Horne mit dem kurzen und einprägsamen Titel „Blackout“ einfach den passenden Stoff, um bei all jenen, die es so wünschen, ebendiesen Zustand herbeizuführen: ein süffig eingebrautes India Pale Ale namens „Blackout“. Ob das Getränk einer Brauerei aus ihrer norwegischen Heimat mit im Gepäck ist bei ihrer anstehenden Europa-Tour, muss sich freilich erst noch zeigen.

Sollte dies nicht der Fall sein, bestünde trotzdem keinerlei Anlass zur Sorge, dass der Donnerstagabend des 25. Januars vielleicht keinen schwungvollen Verlauf nehmen könnte. Auch die Scheibe selbst, um die es sich dann in der Kranhalle des Feierwerks vor allem drehen wird, hat alles, was es zu einem gelungenen Abend im Zeichen des klassischen 70er-Jahre-Hardrocks braucht. Schöne Erinnerungen werden wach an den Winter 2013, als Audrey Horne mit „Youngblood“ eine der besten Hardrock-Platten der letzten Jahre veröffentlichte und sich den entschlackend wirkenden Vollgas-Stil aneignete, der spätestens jetzt, fünf Jahre und ein weiteres Album später („Pure Heavy“, 2014), mit „Blackout“ seine Perfektion erreicht hat. Mit „This is war“ beginnt die wilde Fahrt direkt mit einer Ode an die Twin-Lead-Guitars, die nicht nur jenen mit Maiden-Kutten Tränen der Freude in die Augen treiben dürfte. Nach dem opulenten Appetizer-Intro mit Devil-Horns-Garantie hat man die freie Wahl, ob man sich direkt in die erste Pit stürzen oder doch lieber dem Headbanging hingeben möchte. Beides ist angemessen. Denn auch der zweite vorab veröffentliche Song „Audrevolution“ – man könnte ihn ob des Titels und des vorbildlichen Mitgröhl-Refrains geradezu als Bandhymne bezeichnen – geht stramm nach vorne und tritt das Gaspedal abermals durch. Keine Zeit zum Durchschnaufen.

Nachdem „Pure Heavy“ von so manchem Anhänger als kleine Delle im hochglänzenden Chrom-Gewand der Norweger gesehen wurde, holen Torkjell Rød (Gesang), Arve Isdal & Thomas Tofthagen (die Zwillinge im Geiste an den Gitarren), Espen Lien (Bass) sowie Kjetil Greve (Drums) den Ausbeulhammer aus der Kutte und klöppeln die Karosse wieder prall und makellos: Mit „Blackout“ legen die Norweger die Hardrock-Messlatte für 2018 bereits früh arg hoch!


Audrey Horne > Homepage > Facebook // Mit dabei: Dead City Ruins + Magick Touch // 25. Januar // 20 Uhr // Feierwerk/Kranhalle // VVK 20 Euro zzgl. Gebühren //


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