14. und 15. Februar
5/8erl in Ehr’n – Zwei Mal Wiener Soul

Gleich an zwei aufeinanderfolgenden Abenden stellt das Wiener Akustik-Soul-Quintett um Max Gaier sein viertes Album YES WE DOES  auf Viennese Soulfood Records Mitte Februar in München vor.

Wer sich an einem der Abende Zeit nimmt, der bekommt einen außergewöhnlichen Mix aus Jazz, Soul und Blues und dem Wienerlied präsentiert, einer typisch wienerischen Volksliedart, die vor allem Ende des 19. Jahrhunderts in der österreichischen Landeshauptstadt sehr beliebt war, und dank der 8erl nun wieder eine Renaissance erlebt. Wie stark, zeigt die Chartplatzierung. Das aktuelle Album erreichte gar Platz vier der Österreichischen Charts.

Bezieht sich das wir (WE) im Albumtitel noch auf die fünf Bandmitglieder, so sind im „Alaba-Lied“  alle Österreicher gemeint, wenn von „wir“ die Rede ist, und dass, obwohl die Idee dafür nicht in Österreich entstand, sondern, ja richtig, in Bayern.

Max, beschreibt in einem Interview mit Noisey die Umstände, unter denen der Song „Alaba, how do you do?“ entstand: „Wir waren in Bayern, was auch ein schwieriges Bundesland ist. Wir spielen dort sehr gerne, werden aber auch sehr oft von der Polizei angehalten. Wir waren ein bisschen anti an dem Tag.“

Dass die Texte der 5/8erl nicht nur sozialkritisch und politisch, sondern durchweg in breitem Wienerisch daherkommen, versteht sich von selbst. Wer also nicht nur des Sounds, sondern auch der Inhalte wegen überlegt, eines der Konzerte zu besuchen, der ist vermutlich im Vorteil, wenn er das Sprechen südlich des Limes erlernt hat. Nicht zuletzt deshalb sind die Gigs in München auch zwei der wenigen, die auf deutschem Boden stattfinden. Nicht verpassen!


5/8erl in Ehr’n // 14. Februar // 21 Uhr // Milla // VVK 21 Euro // Reservierung per E-Mail: reservierung@milla-club.de // AK 23 Euro

15. Februar // 20 Uhr // Lustspielhaus // VVK 22 Euro zzgl. Gebühren


About Christian Gretz

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Jahrgang 1980, geboren und aufgewachsen im Allgäu. Nach dem BWL-Studium erster Job in München in einer Marketingagentur mit ausschließlich spanischen Kunden, die unwillig waren, Englisch zu reden – letztlich der Grund dafür, dass er heute fließend Spanisch spricht. Den Projektmanagerjob nach sieben Jahren an den Nagel gehängt, gegen einen Rucksack getauscht und den Globus umrundet. Seit Sommer 2011 wieder zurück (in der curt-Redaktion und) im geliebten München und damit beschäftigt, das selbstgegründete Stadtführungsunternehmen „ui muenchen“ (www.ui-muenchen.de) zum Erfolg zu führen. Mit jeder Menge Liebe für – und detaillierten Infos über – die schönste Stadt weit und breit. Nicht nur für Touristen. Auch für Münchner!