15. April
BLOOD RED SHOES

Eine Band, die es nicht erst seit vorgestern gibt: Blood Red Shoes. Eine Band, bestehend aus zwei Mitgliedern, nämlich Laura-Mary Carter (Gitarre und Gesang) und Steven Ansell (Schlagzeug und Gesang). Eine Formation, die an die legendären White Stripes erinnert. Nur eben anders herum.

Ein Mann am Schlagzeug, der nebenbei singt, und eine Frau an der Gitarre. Laura-Mary Carter singt aber auch. Und wie! Ihre Stimme ist eindringlich, aggressiv und irgendwie auf merkwürdige Art sexy. Und dass Steven es durchhält, Schlagzeug zu spielen, zu singen und nicht aus der Puste zu kommen, grenzt fast an Hexerei.

Die Lieder von Blood Red Shoes kommen natürlich nicht ganz so minimalistisch mit Gesang, Gitarre und Schlagzeug aus. Wer noch nie auf einem Blood-Red-Shoes-Konzert war, fragt sich, wie die beiden live präsentieren wollen, was man im Studio in mühseliger Puzzlelei zusammengemischt hat. Schließlich sind die Blood Red Shoes keine Elektro-Truppe.

Geht hin, findet es raus! Wer seitlich der Bühne steht, könnte Glück haben und das Geheimnis lüften. Es gab zumindest bei früheren Konzerten Ghost-Musiker, die unsichtbar hinter dem Vorhang das Ohr des Zuhörers erfreuten und dabei noch witzig aussahen.

Laura studierte übrigens zunächst Kunst, als sie mit Steven Ansell zusammentraf. Beide stammen nicht aus Brighton, sondern Laura aus London und Steven aus Sussex. Aber von Brighton aus haben sie in den letzten zehn Jahren in rasender Geschwindigkeit musikalischen Boden gut gemacht.

Jedes Frühjahr geben die Blood Red Shoes ein Konzert in München. In diesem Jahr wird es spannend, denn am 28. Februar 2014 erschien ein neues Album mit dem einfallsreichen Titel „Blood Red Shoes“. Das Album wurde in Berlin aufgenommen, und zwar in Eigenregie. Eine ganz gute Idee, die da umgesetzt wurde, denn das vorhergehende dritte Album „In Time To Voices“ stank allzu sehr nach Pop. Im neuen Album „Blood Red Shoes“ kann man wieder schweren und kraftvollen Postpunk tanken.

Aber Vorsicht: Es wird laut.

TEXT: Sonja Pawlowa

 


2 Kommentare

  1. Das ist ja ein ganz schön dummer Artikel. Die Herkunft der beiden ist zwar besser recherchiert als in 90% der anderen Artikel, aber der Rest… Es gibt ein paar mehr two-piece bands als nur die White Stripes, warum immer alles, auch wenn es nichts damit zu tun hat, darauf beziehen?
    Und was soll der Ghost Musiker quatsch? Natürlich ist es nur Schlagzeug und Gitarre, bis auf 3 Songs die dann aber nicht live gespielt werden.

    Mary /
    • Ganz schön dumm, dass ich den käsigen Ghost Musiker selbst gesehen habe. Beim Konzert vor 2 Jahren in München. Genaue Uhrzeit hab ich vergessen.

      sonja / (in reply to Mary)

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