SAMSTAG, 20.01.2018 / 19.30 Uhr
Stück von Ödön von Horváth.

Pressetext:

Stimmung und Gaudi sind angesagt auf dem Münchner Oktoberfest, doch Kasimir ist nicht nach Feiern zumute. Seine Kündigung hat ihm die Laune verdorben und so entzündet sich schnell ein Streit zwischen ihm und seiner Freundin Karoline. Doch diese will sich den Spaß nicht verderben lassen und zieht alleine weiter. Schnell kommt sie ins Gespräch mit dem aufmerksamen Zuschneider Schürzinger, der sie zu einer Achterbahnfahrt einlädt. Doch auch die älteren Herren Rauch und Sperr sind in Bierlaune und wollen sich mit Karoline vergnügen. Und da sie sich von den betuchten Herren, der eine ist Kommerzienrat und der andere Landgerichtsdirektor, einen gesellschaftlichen Aufstieg erhofft, sagt sie nicht Nein. Kasimir hat in der Zwischenzeit den zwielichtigen Merkl Franz und seine Freundin Erna getroffen. Als Karoline ihm ein zweites Mal einen Korb gibt, lässt er sich überreden, bei einem Autodiebstahl Schmiere zu stehen …

Eine „Ballade von stiller Trauer, gemildert durch Humor“ nannte Horváth sein Stück über die Angst vor dem sozialen Abstieg und die Sehnsucht nach einem besseren Leben. Das Motto „Und die Liebe höret nimmer auf“ stellte der Autor diesem Volksstück voran. Auf dem Rummelplatz des Lebens stehen die Menschen „halt mit so einer Sehnsucht“ orientierungslos zwischen Achterbahn und Abnormitätenkabinett. Sie träumen von einer besseren Zukunft und schaffen es doch nicht, ihre innere Leere zu überwinden.

: Inszenierung: Georg Schmiedleitner
: Bühne: Stefan Brandtmayr
: Kostüme: Cornelia Kraske
: Musik: Jens Uwe Beyer
: Dramaturgie: Friederike Engel; Jascha Fendel


STAATSTHEATER

Richard-Wagner-Platz 2
90443 Nürnberg

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