SAMSTAG, 02.12.2017 / 20.15 Uhr
BlueBox // Mit Jörn Klare und Dramaturgie von Jascha Fendel.

Pressetext:
Ein Bergsteiger erreicht in Rekordzeit den Gipfel seines vierzehnten und somit letzten Achttausenders. Es ist das ultimative Ziel und der Höhepunkt einer so einzigartigen wie rücksichtslosen Karriere. Routiniert kramt er die Werbebanner hervor, die seine Sponsoren auf dem Gipfelfoto wollen, und erledigt das zur weltweiten Vermarktung gehörende Prozedere. Der Funkkontakt zu seinen Unterstützer*innen im Basislager ist jedoch gestört. Während er ihre Informationen und Hinweise hören kann, dringt seine Stimme nicht zu ihnen durch. Das gilt auch, als er den entscheidenden Entschluss fasst: „Ich steige nicht ab.“ Am Gipfel befindet er sich in der sogenannten „Todeszone“, jenem Höhenbereich, in dem Bergsteigende nur kurze Zeit überleben können. Während ein Unwetter naht, jagen ihn die Erinnerungen seines Lebens: die bedrückende Kindheit als Außenseiter, die Berge als Fluchtpunkt, die schuldbeladenen Erinnerungen an den tödlichen Absturz seines einzigen Freundes. Schließlich erreicht ihn noch einmal die Stimme der Frau, deren Liebe ihn hätte retten können.
Der Dramatiker, Sachbuchautor und Journalist Jörn Klare ist selbst Bergsteiger. Er hat mit der Besteigung des 6962 Meter hohen Aconcagua bereits den Gipfel des höchsten Berges außerhalb Asiens erklommen und sich dabei schwere Erfrierungen zugezogen. In seinem Auftragswerk „Höhenrausch“ für das Staatstheater Nürnberg entwirft er nun das faszinierende Porträt eines Grenzgängers, der sich auf dem wortwörtlichen Gipfel seines Erfolgs dem ewigen „höher, schneller, weiter“ verweigert.


: Inszenierung: Julia Prechsl
: Bühne und Kostüme: Birgit Leitzinger
: Musik: Fiete Wachholtz


STAATSTHEATER

Richard-Wagner-Platz 2
90443 Nürnberg

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