FAU Studiportait #20: Angst essen Seele auf

FREITAG, 1. JULI 2016

#FAU, #Festival, #Studium, #Theater

Jeder Mensch kennt sie und jeder Mensch hat sie in irgendeiner Form: Angst. Beim diesjährigen Theaterfestival „ARENA… der jungen Künste“, das Studierende der FAU seit Jahren organisieren, planen und durchführen, spielte die Angst eine entscheidende Rolle – jedoch nicht, um eine Horrorshow daraus zu machen, sondern zu zeigen, wie man sie überwinden kann und was man daraus lernen kann. Ein voller Erfolg, wie sich gezeigt hat.
 

„Wir hatten in diesem Jahr doppelt so viele Besucher als 2015“, erzählt Benjamin Brow, der im ARENA-Team für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, sichtlich stolz. „Dennoch ist es unser großes Ziel, das Festival noch bekannter zu machen.“ Das Potential ist definitiv vorhanden und spiegelt sich in der einmaligen Atmosphäre zwischen Team, Künstlern und Besuchern vor Ort wider. Tashina Voit aus dem Orga-Team weiß, woran das liegen könnte: „Der Austausch verschiedener Kulturen und die internationale Ausrichtung liegen uns sehr am Herzen – und das spüren alle, die zum Festival nach Erlangen kommen.“ In diesem Jahr waren Künstlergruppen aus Kanada, Portugal, Peru, Polen und Syrien zu Gast und beeindruckten das Publikum reihenweise. Dabei zogen sie mit interaktiven Performances, experimentellen Tanzeinlagen oder Theateraufführungen ohne Mimik und Text alle Register der Bühnenkunst. „Das Thema ‚Angst‘ spielte bei allen Aufführungen eine Rolle und wir haben bei der Auswahl der Künstler schon darauf geachtet, dass unser Motto auch in die Aufführungen einfließt“, so Tashina. 86 Bewerbungen aus der ganzen Welt landeten im letzten Wintersemester auf dem Schreibtisch der rund 30 FAU-Studierenden, die das Festival wuppen. Die finalen Entscheidungen und Zusagen treffen sie gemeinsam im Konsens, wie Tashina und Benjamin betonen. Demokratie und Gleichberechtigung trotz klar definierter Aufgabenbereiche aller Mitglieder – auch in diesem Punkt hat sich ARENA in den mittlerweile 26 Jahren des Bestehens ein klares Profil aufgebaut.

Im Jahr 1990 schlossen sich eifrige und theaterbegeisterte Studentinnen und Studenten der FAU zusammen und hoben das Festival aus der Taufe. Was anfangs noch als Experimentierfeld mit zahlreichen Stolpersteinen und Kinderkrankheiten begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer festen Größe im Erlanger Veranstaltungskalender gemausert. Dies liegt in erster Linie an den engagierten und geistreichen Studierenden, die die „Theater-Fackel“ von Generation an Generation weitergereicht haben. „Wir sind bereits gedanklich beim Festival 2017 und beginnen mit den ersten Vorüberlegungen“, sagt Benjamin, der sich schon auf die nächste ARENA-Crew freut. „Die meisten von uns studieren Theater- und Medienwissenschaft, aber es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Studis aus anderen Fächern nicht mitmachen können“, ergänzt Tashina. „Jeder Theater- und Eventbegeisterte Student kann bei uns mitmachen und wir freuen uns auf alle kreativen Mitstreiter.“ Wer nun Lust bekommen hat, findet weitere Infos und den Kontakt zum Orga-Team auf www.arena-festival.de – egal ob Informatik, Biologie oder Jura auf der Prüfungsordnung steht.
 




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