Kunst betrachtet von Natalie de Ligt #21

FREITAG, 1. JULI 2016

#Akademie der Bildenden Künste, #Ateliere und Galeriehaus Defet, #BBK, #Borgo Ensemble, #Galerie Bernsteinzimmer, #Galerie Hirtengasse, #Galerie Sima, #Galerie Sturm, #Kolumne, #Kreis Galerie, #Kulturort Badstraße 8, #Kunst, #Kunstgalerie Fürth, #Kunsthalle, #Kunsthaus, #Kunstpalais Erlangen, #Kunstverein Kohlenhof, #Kunstverein Nürnberg, #Natalie de Ligt, #Neues Museum, #Oechsner Galerie, #Zumikon

Unsere Freundin Natalie sichtet, selektiert und fasst das zu curt passende Kunstgeschehen zusammen. Und, das hat man nicht oft, sie weiß, wovon sie schreibt. Ein Luxus, den wir euch gönnen!

Bis 10. Juli
GÜNTHER DERLETH, FRANZ U. JANETZKO: VORSICHT KAMERA!
Zu sehen sind Fotografien mit der Camera Obscura und Arbeiten aus Stein, Beton und Holz.

KULTURORT BADSTRAßE 8 E.V.
Badstr. 8, Fürth
Mi-Do 15-20 Uhr, Fr 15-22 Uhr, Sa 12-22 Uhr, So 12-20 Uhr u.n.V.
badstrasse8.de


Bis 10. Juli
PIRKO JULIA SCHRÖDER, THOMAS MAY: GEMEINSAMES GESCHEHEN

KREISGALERIE
Galerie am germanischen Nationalmuseum
Karthäusergasse 14, Nbg
Mi 16-20 Uhr, Do/Fr 14-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr u. n. V.
kreis-nuernberg.de


Bis 10. Juli
DAGMAR BUHR, ASTRID BUSCH, INGO GERKEN, ANTONIA LOW: VERRAT DER DINGE
Einen Besuch dieser sehenswerten Schau sollte man nicht versäumen. Am letzten Ausstellungstag, das heißt, am Sonntag, 10. Juli, 14 Uhr findet ein Künstlergespräch mit Dagmar Buhr, Astrid Busch, Ingo Gerken und Antonia Low statt.
Vom 28. Juli bis 11. September ist dann im Kunsthaus das alljährliche Kunst-Déjà-vu zu erleben. Die Nürnberger Nachrichten haben wieder ins Posthorn geblasen und KünstlerInnen aus der Region angelockt, damit sie sich um einen Platz in der eigens vom Verleger Bruno Schnell ausgerichteten Kunstpreis-Ausstellung bewerben. Besonders pikant ist heuer die Zusammensetzung der Jury: lauter Schnells und der Künstler, der letztes Jahr den unjurierten Verlegerpreis erhielt. Außerdem wird der Eintritt von 5,- Euro, der normalerweise für das Kunsthaus zu entrichten ist, ausgesetzt. Wer die entgangenen Eintritte wohl ausgleicht? Jedenfalls werden die Kunsthausräume wie stets angefüllt bis überfüllt sein mit Kunst, und am Ende gibt es ein paar Glückliche, die mit den großzügigen Preisgeldern nach Hause gehen. In ihrer steten Wiederkehr und Gleichförmigkeit muss ich bei der Kunstpreis-Ausstellung immer ein bisschen an Silvester und an „Dinner for one“ denken.

KUNSTHAUS
Königstraße 93, Nbg
Di–So 10-18 Uhr,  Mi 10-20 Uhr.
kunstkulturquartier.de/kunsthaus


Bis 10. Juli 2016
TON // ART
ton // art ist ein interdisziplinäre Gemeinschaftsprojekt von Studierenden der Freien Malerei an der Kunstakademie Nürnberg und Studierenden der Komposition an der Hochschule für Musik Würzburg. Im Zentrum der Ausstellung steht die Verbindung von Musik und Bild. Alle Arbeiten entstanden im Dialog. Sie reichen von Gemälden, Fotografien, Video, Performance bis hin zu audio-visuellen Installationen.

AKADEMIE GALERIE NÜRNBERG
Halle 13 Auf AEG, Muggenhofer Straße 135, Nbg
Mi-So 14-19 Uhr
adbk-nuernberg.de
klasse-flinzer.de


Bis 13. Juli
MARKUS OEHLEN: MALEREI

GALERIE SIMA
Hochstraße 33, Nbg  
Di 17-20 Uhr u.n.V.
simagalerie.de


Bis 24. Juli
OFFENES VERDECK
Im Gebäude- und Hallenkomplex des ehemaligen Porsche-Zentrums wird wieder umgehängt und uminstalliert. Unter dem Titel „Offenes Verdeck“ hat das Team vom Borgo Ensemble, das derzeit die Räume nutzen kann, erneut eine Reihe von KünstlerInnen für ein Ausstellungsprojekt eingeladen. Mit dabei sind u. a. Reiner Bergmann, Cornelia Effner, Cris Koch, Thomas Lunz, Marion Orth, Lukas Taschler, Erika Wakayama und Reiner Zitta.
Eine Finissage gibt es am Sonntag, 24. Juli von 15 bis 20 Uhr.

BORGO ENSEMBLE C/O REINER BERGMANN
Dresdener Straße 4, Nbg
Mi 17-20 Uhr, Sa 15-18 Uhr
borgo-ensemble.de


Bis 28. Juli 2016
BERND KLÖTZER: SCHMIEDESTÜCKE 1991–2016

ZUMIKON LOUNGE UND STUDIO
Großweidenmühlstraße 21, Nbg
Mi-So 10-18 Uhr.
moderne-kunst.org
zumikon.de

Bis 7. August
TOBIAS BUCKEL: RAUMAUFSTELLUNG
Tobias Buckel (*1978 in Ansbach) studierte Malerei an der hiesigen Kunstakademie. Seit seinem Abschluss kam er viel herum. Zuletzt war er als Gastkünstler in Atlanta/USA. In seinen zunächst abstrakt wirkenden Bildern setzt er Farbflächen so zueinander, dass Assoziationen zum Gegenständlichem zugelassen werden. So entstehen Einblicke in vermeintliche Räume oder architektonische Konstrukte. Im Pressetext wird Jürgen Dehm mit den passenden Worten zitiert, dass Buckels Arena die Leinwand sei und dass bei ihm die Beziehung der Farben, Formen und Flächen im Hinblick auf die Malerei im Zentrum seiner Arbeitsweise stehe.

GALERIE STURM
Galgenhofstraße 33, Nbg
Do 18-20 Uhr, So 15-17 Uhr u.n.V.
galeriesturm.de


Bis 7. August
ELIF SAYDAM: MATADOR
MANUELA LEINHOß: WOMEN FOOD AND GOD

Da die beiden Ausstellungsräume des Kunstvereins durch die große Eingangshalle des Milchhofgebäudes getrennt sind, bietet es sich an, immer mal wieder zwei Einzelpositionen zu zeigen. Die beiden kleinen Räume werden von Elif Saydam bespielt. Sie war im Rahmen des Marianne-Defet-Malerei-Stipendiums in Nürnberg zu Gast und zeigt nun Arbeiten, die hier entstanden sind. Es sind vorwiegend Bilder von heiterer und verspielter Ästhetik, bei denen die Künstlerin zugleich traditionelle Malereikonventionen hinter sich lässt. Etwa in dem sie den Keilrahmen als gleichberechtigten Bildträger nutzt und mit transparentem Stoff bespannt. So verschmelzen Rahmen und Leinwand zu einer objekthaften Einheit. Daneben ist die Einzelschau von Manuela Leinhoß zu sehen. Für ihre Skulpturen und Objekte greift sie auf mehr oder weniger gängige Alltagsgegenstände zurück. Diese werden meist verfremdet und mit Dingen unbekannter Herkunft kombiniert. Sie lassen bisweilen an Wesen denken, die zu Trägern einer Stimmung oder eines Zustands werden: mal skurril, mal melancholisch.

KUNSTVEREIN NÜRNBERG - Albrecht Dürer Gesellschaft.
Kressengartenstr. 2, Nbg
Di-Fr 14-18 Uhr, Sa/So 13–18 Uhr u.n.V.
kunstvereinnuernberg.de


Bis 28. August
HENRIETTE GRAHNERT: MANCHMAL ERSCHEINST DU MIR SEHR ABSTRAKT
Bitte beachten Sie den gesonderten Bericht auf der Website.

KUNSTHALLE NÜRNBERG
Lorenzer Str. 32, Nbg
Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr
kunsthalle.nuernberg.de


Samstag, 2. Juli, 16-24 Uhr
10-JAHRES-FEST IM ATELIER- UND GALERIEHAUS DEFET
Das jährliche Sommerfest im Atelier- und Galeriehaus Defet wird heuer anlässlich seines 10jährgen Jubiläums mit einem großen Festprogramm begangen. Von 16 bis 21 Uhr können die Besucher durch das Haus streifen und die offenen Ateliers und Galerien erkunden. Alle Flure wurden frisch gestrichen und die Wände ebenso frisch mit Werken aus dem im Haus ansässigen KünstlerInnen, Galerien sowie der Siebdruckwerkstatt bestückt. Gegen Hunger und Durst gibt es Kaffee und Kuchen, Gebackenes von Künstlerkonditoren, Cocktails an der Bar jeder Vernunft, echtes und veganes Grillgut, Torten mit doppeltem Boden usw. Um 18.30 Uhr leiten OB Maly und Hansfried Defet, der übrigens in Kürze seinen 90sten! begeht, den Festakt ein. Zur selben Zeit treibt sich auch ein Zauberer herum. Der darf aber erst nach den Reden wirklich loslegen, garantiert ohne Kaninchen. Außerdem wird um 19 Uhr die Ausstellung „banaii - neue suite“ von Christian Faul in der Oechsner Galerie eröffnet und um 19.30 Uhr die Ausstellung „Provinzieller Radikalismus“ von Harri Schemm im Institut für moderne Kunst. Mehr dazu eins weiter unten.
Die Einladung und das Programm zum Fest gibt es als Download auf der Website.

ATELIER- UND GALERIEHAUS DEFET
Gustav-Adolf-Str. 33, Nbg
Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr u.n.V.
atelier-galeriehaus.de


Doppeleröffnung: Samstag, 2. Juli, 19 Uhr

2. Juli bis 10. September (August geschlossen)
CHRISTIAN FAUL: BANAII - NEUE SUITE
Im Rahmen des 10-Jahres-Fests im Defethaus (siehe Hinweis) können sich die Besucher auf eine Doppleröffnung freuen. Die Oechsner Galerie zeigt die Ausstellung „banaii - neue suite“ von Christian Faul. Die Motive und Malweise seiner Bilder zeichnen sich durch eine Ruhe und Stille aus, die immer wieder der Ergründung harrt. Die Blumen sind wunderschön anzusehen, verkörpern aber zugleich etwas Entrücktes und ein Moment, das vom Motiv weg führt, um dafür eine Art mentalen Raum zu öffnen. Die hier gezeigten neuen Werke sind eigens für die Schau entstanden. Um 19 Uhr spricht Harriet Zilch (Kuratorin in der Kunsthalle Nürnberg) die einführenden Worte.
Noch ein Hinweis: Am Freitag, 22. Juli, 19 Uhr, stellt der Fotograf Olaf Unverzart in der Galerie sein Buch „HUNDERT“ vor. Es ist die fotografische Begleitung seiner Großmutter in ihrem 100. Lebensjahr und zeigt in bewegenden und zugleich schonungslosen Bildern eine alte Frau in ihrem einfachen und beschwerlichen Alltag.

2. Juli bis 6. August
HARRI SCHEMM: RADIKALER PROVINZIALISMUS
Das Institut für moderne Kunst zeigt den Maler, Druckgrafiker und Performer Harri Schemm. Er wird es nicht gerne hören, aber er ist ein Urgestein der Nürnberger Kunstszene. Und er ist Kult. Sein Selbstverständnis als Künstler hat mit Freiheit, Humor und dem anarchischen Moment zu tun. Harri Schemm beschreibt das, was er tut, seit jeher als radikalen Provinzialismus. Der ideale Weg, dem fränkischen (Kunst)gemüt zu begegnen und genussvoll auf die Pelle zu rücken, ohne vom eigenen Weg abzukommen. Anlässlich der Eröffnung seiner Einzelschau erscheint auch endlich eine umfangreiche Monographie zu seinem ebenso umfangreichen Werk, das sich mittlerweile über drei Jahrzehnte erstreckt. Um 19.30 Uhr gibt es eine Einführung von Anke Schlecht vom Institut für moderne Kunst.

OECHSNER GALERIE UND INSTITUT FÜR MODERNDE KUNST
Im Atelier- und Galeriehaus Defet
Gustav-Adolf-Str. 33, Nbg
Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr u.n.V
oechsner-galerie.de
moderne-kunst.org


Eröffnung: Sonntag, 3. Juli, 17 Uhr
3. Juli bis 7. August
PETER KUNZ: KOLLODONIST
Was bitte schön ist oder macht ein Kollodonist? Das klingt irgendwie nach etwas Schlüpfrigem. Tatsächlich bezieht sich der Begriff auf die Nasskollodium-Technik, die in der Zeit von 1850 bis 1870 das wichtigste fotografische Verfahren war. Peter Kunz hält diese Ur-Technik der Fotografie am Leben, in dem er sie bis heute anwendet. Hierbei wird mit lichtempfindlichen Platten gearbeitet, die unmittelbar vor der Aufnahme frisch gegossen, sensibilisiert, feucht belichtet und sofort entwickelt werden. „Der reisende Fotograf hatte dazu immer einen Wagen oder ein Laborzelt dabei. Das Polaroid des 19. Jahrhunderts – aus dem latenten Abbild der Wirklichkeit entsteht unmittelbar am gleichen Ort ein Foto-Objekt“ (Pressetext). Die Ergebnisse schmeicheln unweigerlich dem Auge. Interessant ist, dass Peter Kunz diesen Aspekt als künstlerische Falle erkennt, in die man als Kollodonist schnell tappen kann. „Das Kollodium ist eine gefährliche Poesiemaschine. In seinen Anlagen stecken sowohl piktorialistischer Kitsch als auch ein ganz brutaler Hyperrealismus“ (P. Kunz). Wie er selbst die Herausforderung angeht, sollte man sich auf jeden Fall vor Ort anschauen. Auf der Website heißt es, dass das Bernsteinzimmer für die Dauer der Ausstellung zum fotografischen Atelier und Labor wird: Es entsteht eine Topographie des Ortes im Radius der Vertrocknungsgrenze der nassen Platten.

GALERIE BERNSTEINZIMMER
Großweidenmühlstr. 11, Nbg
Sa/So 15-19 Uhr
galerie-bernsteinzimmer.de


7. bis 10. Juli
Eröffnung: Mittwoch, 6. Juli, 19 Uhr
Sommerfest: Samstag, 9. Juli, 19 Uhr
AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE: JAHRESAUSSTELLUNG 2016
Studierende aller Klassen präsentieren vier Tage lang in den Ateliers und auf dem Akademiegelände das, womit sie sich in den letzten beiden Semestern beschäftigt haben. Zu sehen sind Arbeiten unterschiedlicher Sparten der freien und angewandten Kunst:  Malerei, Fotografie, Bildhauerei, Grafikdesign, Gold- und Silberschmieden. Darüber hinaus ist eine kuratierte Schau mit dem Titel „Entering the flow“ zu sehen, für die Judith Grobe und Simone Neuenschwander vom Kunstverein Nürnberg verantwortlich zeichnen. Weitere Highlights sind die Verleihung der Akademiepreise, das Sommerfest und die täglich um 14 und 16 Uhr stattfindenden Führungen - Treffpunkt ist immer im Foyer am Haupteingang. Weitere Veranstaltungen findet man auf der Website.

AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE IN NÜRNBERG
Bingstraße 60, Nbg
täglich 10-20 Uhr, Mi und Sa bis 23 Uhr
adbk-nuernberg.de


Eröffnung: Donnerstag, 7. Juli, 19 Uhr
8. bis 26. Juli
WERKBUND WERKSTATT: JAHRESAUSSTELLUNG 2016
Absolventen des Werkstattjahres 2015/2016 zeigen ihre Werke, die in den Werkstätten des Künstlerhauses, wo der Werkbund Werkstatt angesiedelt ist, entstanden sind.

KUNSTVEREIN KOHLENHOF
Grasersgasse 15/21, Nbg
Do-Sa 14-20
kunstvereinkohlenhof.de


Eröffnung: Freitag, 8. Juli, 19 Uhr
9. Juli bis 14. August
RUPPRECHT GEIGER: METAPHER ZAHL
Der Münchner Maler Rupprecht Geiger (1908-2009) wurde fast 102 Jahre alt. Erst im Alter von etwa 45 Jahren wendete sich der gelernte Architekt gänzlich der Kunst zu, was aber in Anbetracht des hohen Alters, das er erreichte, durchaus als früher Zeitpunkt anzusehen ist. Geiger wurde dann zu einem der wichtigsten Vertreter der gegenstandslosen Malerei in Deutschland. Bekannt ist er für seine farbintensiven Bilder mit strenger Komposition, die durchaus hohen Wiedererkennungswert besitzen. „Kaum gezeigt wurden allerdings die sogenannten Metapherzahlen, bei denen Geiger eine bestehende Form (die Ziffern) nutzte, um seine Bildvorstellungen von einer Zahlensymbolik und sein Denken über Farbe und Form zu exemplifizieren“, wie es im Pressetext der Kunstgalerie heißt. Über diese seltenen Arbeiten sei dennoch das ganze Werk Rupprecht Geigers zu erschließen. Am besten findet man das bei einem Besuch der Ausstellung heraus.

KUNSTGALERIE FÜRTH
Königsplatz 1, Fürth
Mi-Sa 13-18 Uhr, So/Feiertage 11-17 Uhr. Mo/Di geschlossen auch an Feiertagen.
kunst-galerie-fuerth.de


Eröffnung: Freitag, 8. Juli, 19 Uhr
10. Juli bis 21. August
ANA LAIBACH: SCHIEßEN LERNEN, FREUNDE TREFFEN

BBK NÜRNBERG MITTELFRANKEN - Galerie Hirtengasse.
Hirtengasse 3, Nbg
Mi/Do 13-18 Uhr
bbk-nuernberg.de


Eröffnung: Donnerstag, 14. Juli, 19 Uhr
15. Juli bis 3. Oktober
GOTTHARD GRAUBNER: CHROMA
Gotthard Graubner (1930-2013) wurde ab den 1960er Jahren durch seine sogenannten Kissenbilder bekannt. Er spannte hierfür die Leinwand locker auf den Keilrahmen und stopfte ihn dick mit einer synthetischen Watte aus, so dass das Ganze in der Tat an ein Kissen denken lässt. Der eigentliche Gegenstand seiner Kunst ist jedoch die Farbe. Er trug sie in oft vielen Schichten auf die bauschigen und auch durstigen Leinwände auf. So entstanden an Nebel oder Wolkenformationen erinnernde Farbraumkörper, die voll auf das Eigenleben der Farbe setzen und den Betrachter in eine ruhige Farblandschaft hineinziehen.

NEUES MUSEUM
Eingang Klarissenplatz
Luitpoldstr. 5, Nbg
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr
nmn.de


Eröffnung: Samstag, 16. Juli, 19 Uhr
17. Juli bis 4. September
JOHANNES VOGL: MACHINERY MISFITS
YARISAL & KUBLITZ: SURFING THE WEB WITHOUT GETTING WET

In der Sommerschau des Kunstpalais’ werden erneut zwei Einzelpositionen gezeigt. Was beide eint, lässt sich im weitesten Sinne als Interesse an der Dingwelt bezeichnen. Der 1981 geborene Johannes Vogl etwa baut aus alltäglichen Dingen, deren ursprüngliche Funktion er umdeutet, Skulpturen und Maschinen. Sie erlangen ein neues Eigenleben von oftmals kurioser Erscheinung. Manchmal erfordert eine Arbeit den öffentlichen Raum, wie die Laterne in Berlin aus dem Jahre 2013, die Vogl in eine brennende Fackel umfunktionierte. Gediegener geht es da bei dem Künstlerduo Ronnie Yarisal und Katja Kublitz zu. In ihren Objekten verarbeiten sie edle Materialien wie u. a. Turmalin (Edelstein) oder Mahagoni. Allerdings kombinieren sie diese mit recht gewöhnlichen Dingen aus der Konsumwelt, was man aber erst auf den zweiten Blick sieht. Denn die Inszenierung der Skulpturen als wertvolle Kleinode führt zunächst in die Irre. In der aktuellen Schau streben Yarisal & Kublitz sogar an, dass sich die Besucher in einem archäologischen Museum wähnen.

KUNSTPALAIS ERLANGEN
Palais Stutterheim
Marktplatz 1, Erlangen
Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr
kunstpalais.de




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