QWERTYUIOP: Liveperformance im White Cube

FREITAG, 13. MAI 2016, BUNSEN GOETZ GALERIE



In der heute stattfindenden Live-Cinema-Performance „QWERTYUIOP“ wird der Nürnberger Künstler Julian Vogel mit seiner in New York lebenden und lehrenden Schwester Jenny Vogel den White Cube der Bunsen Goetz Galerie bespielen. Präsentiert von: CURT.

„QWERTYUIOP“ ist eine erweiterte Kinovorstellung, die Live-Videoprojektionen, Malerei und Ton enthält. Der Titel „QWERTYUIOP“ ist der erste per Mail übermittelte Text, sozusagen der Grundstein für unsere digitale Kommunikation.

Wir haben ebenfalls kommuniziert und Julian zum heutigen Abend befragt:


INTERVIEW CURT vs. JULIAN

Julian, wie bezeichnest Du Deine Kunst? Was genau machst Du?
Wandmalerei, Grafik und Illustration, gerne arbeite ich mit unterschiedlichen Medien und kombiniere diese, z.B. Tape Art mit Sprühdose ...

Deine Schwester lebt uns arbeitet in NY und ist ebenfalls Künstlerin. Was kannst Du über ihre Kunst und ihre Arbeit sagen?
Meine Schwester arbeitet hauptsächlich mit  Installationen, Performances oder Videokunst, die unsere zwischenmenschlichen Beziehungen im digitalen Zeitalter reflektieren.

Die Performance ist die erste Zusammenarbeit zwischen Euch. Gab es vorher noch keine Gelegenheit aufgrund der räumlichen Trennung oder gab es noch keinen Konsens?
Nein, es war eher die räumliche Trennung. Auch sind unsere Arbeiten technisch und Inhaltlich sehr unterschiedlich. Da wir uns aber beide mit Liveperformances beschäftigen, haben wir erstmals eine Form gefunden, die für uns beide funktioniert.

Es geht (auch) um die digitale Übermittlung von Gesprächen. Welche Gefahren seht Ihr da? Welche Vorteile?
Das Interessante für uns ist, dass bei jeder Form von Umcodierung - also digitaler Transformation -  zwar etwas verloren geht, aber auch eine ganz neue Sprache entstehen kann, z.B. die Poesie der Webchats und Sms. lol :)

Bei Musik funktioniert Digitalisierung sehr gut. Wo ist das Problem bei Sprachübertragungen?
Bei der Digitalisierung wird die Sprache auf den Code reduziert, also eins und null, wir verlieren den emotionalen Kontakt und den Kontext. Bei Musik bleiben die Tonwellen.

Ihr kündigt Live-Videoprojektionen, Malerei und Ton an. Für die Malerei bist Du zuständig, für die Projektionen Jenny? Was bedeutet „Ton“ in diesem Fall? Gesprächsfetzen, Musik …?
Von allem etwas, der Ton unterstützt hier die visuellen Darstellungen.
 
Der White Cube ist beeindruckend. Wie kam es zu diesem Spot? Gibt es intensive Verbindungen zwischen Euch und der Bunsen Goetz Galerie?
Es ist unser erstes gemeinsames Projekt und der White Cube ist der perfekte Ort für die Performance: ein geschlossener Raum mit hohen, weißen Wänden. Sowas liebe ich ja. Es ist nichts da, was den Betrachter ablenken könnte.

„Live-Malerei zeichnet diese Praktiken nach und bildet ein postmodernes Tableau des romantischen Ideals der Einsamkeit, die fehlerhafte Utopie des globalen Dorfes und die dunkle Schönheit eines medienüberfluteten Planeten.“
Was bedeutet das, ganz vereinfacht?
Das ist Gegenwartspoesie :)


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QWERTYUIOP
Freitag, 13. Mai 2016, 19 Uhr
in der Bunsen Goetz Galerie
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ju-li-an.com
facebook.com/JulianArtStudio
instagram.com/julianvogelart
www.jennyvogel.net

www.bunsengoetz.de
www.bunsengoetz.de/de/white-cube







 




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