Kabarett, Comedy & Co

DIENSTAG, 1. MäRZ 2016

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Was sich so an Hochgeistigem, Scharfsinnigem und Künstlerischem tut, das erfahrt ihr genau hier, denn Tommy, unser Schreiberling von curt für Kabarett und Comedy, ist ein kritisches Trüffelschwein.

COMEDY-MIX
DONNERSTAG, 03.03. // KULTURKELLEREI
Der allmonatliche Comedy-Mix in der KulturKellerei startet in den Frühling. Mit an Bord gehen diesmal Money Meier, Jarod McMurran, Viktoria Lein, Jochen Prang und Max Olbrich. Der Eintritt ist zwar frei, aber da Kunst unter keinen Umständen umsonst sein kann, geht der Klingelbeutel des Humors durchs Publikum, und wehe, der ist am Ende nicht voll.

FRANK FISCHER: GEWÖHNLICH SEIN KANN JEDER
SONNTAG, 06.03. // BURGTHEATER
Der 1973 in Hessen geborene Frank Fischer ist ein Comedian im besten Sinne des Wortes. Letztendlich kalauert sich der Gute von Thema zu Thema. Schlecht ist es allerdings für jeden Künstler, wenn er auf ein Werk reduziert wird. Das ist schon schlimm für einen Musiker, der nur für einen Song steht, wenn aber ein Komödiant nur für einen Witz bekannt ist, dann wird’s eng. So geschehen beim Kollegen Fischer. Egal, wo man bei seiner Recherche ansetzt, man kommt sehr schnell auf seinen „Seitenbacher Müsli“-Gag. Klar, als ich diese Werbung das erste Mal im Radio gehört habe, konnte ich mir ein leises Schmunzeln auch kaum verkneifen. Dieser Gag scheint aber Dreh- und Angelpunkt seiner Darbietung zu sein. Jetzt kommt er allerdings mit neuem Programm und ich bin guter Hoffnung, nichts mehr vom Seitenbacher-Müsli-Mann zu hören.

LUISE KINSEHER: RUHE BEWAHREN
MITTWOCH, 09.03. // TAFELHALLE
Manchmal ist ja die Vortragende wichtiger als der Vortrag. Frau Kinseher ist zwar durchaus ein Hingucker, zumindest für die Ü50 Generation, allerdings geht es bei ihr vielmehr um ihre charmante Art des Geschichten Erzählens. Klar, der niederbayerische Dialekt hilft, aber es ist eher ihre selbstironische Art, das Kokettieren mit ihrer Münchner Heimat und das Flirten mit dem oben genannten Ü50 Klientel im Publikum. Das alles scheint bei ihr problemlos über die partiell inhaltliche Dürre ihrer Geschichten hinwegzutäuschen. Mir egal, ich höre und schaue der Dame einfach gerne zu, denn unterhaltsam ist sie allerweil.

KERIM PAMUK: SELFIES FÜR BLINDSCHLEICHEN
11. + 12.03. // BURGTHEATER
Für Kabarettisten muslimischen Glaubens ist ja gerade quasi Hauptsaison. Klar, wir alle sehnen uns nach dem guten und humorvollen Muslim, der unser relativ einsilbiges Bild vom religiösen Fanatiker arabischer Abstammung gerade rückt. Das ist gleichermaßen verständlich wie lächerlich, aber so ticken wir nunmal. Kerim Pamuk ist dafür perfekt. Durch sein zusammen mit Lutz von Rosenberg Lipinsky geschriebenes und vorgetragenes Programm „Bürger im Geiste“, dass den Koran und die Bibel gegenüberstellt, weiß er, wo uns Deutschen bei diesem Thema der Schuh drückt. Mit spitzer Zunge vorgetragen ist sein Programm wirklich sehr empfehlenswert.

WOLFGANG KREBS: KÖNNEN SIE BAYERN?
SONNTAG, 13.03. // COMÖDIE FÜRTH
Wolfgang Krebs, seines Zeichens bester Horst Seehofer-Imitator der Welt, kommt nach Fürth um des Fürthers Bayern-Kenntnisse abzufragen. Ein durchaus mutiges Unterfangen in Franken. Aber es hilft ja nichts, wir müssen uns mit den Besatzern auseinandersetzen. Und mal ganz ehrlich, bei einer Abspaltung Bayerns bleibt uns nur die Wahl zwischen Pest und Hessen. Ich tendiere da ja, schon alleine wegen des Dialekts, zur Pest. Solltet Ihr noch weitere Fragen zum Thema haben, bin ich mir sicher, dass der gute Herr Krebs die passenden Antworten parat hat.

CURT präsentiert!
EGERSDÖRFER UND ARTVERWANDTE
DIENSTAG, 15.03. // KUNSTKULTURQUARTIER
Unser Humor-Leitwolf Matthias Egersdörfer macht es gleich zweimal lustig im März. Spaß Nummer 1: Die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte und beliebte Dienstagabend-Show „Egersdörfer und Artverwandte“ wartet am 15. März einmal mehr mit einem herausragenden Programm auf. Stargast des Abends ist der Münchener Autor, Musiker, Kolumnist & Tausendsassa Michael Sailer, ein Kulturschaffender im besten Sinne, dessen Kolumnen u.a. in der taz, FAZ und SZ erscheinen. Die Macher des Kurzfilmprojekts „Südstadtgeflüster“ stellen sich im Gespräch dem Gastgeber Matthias Egersdörfer. Das Stammpersonal, in Gestalt von Bird Berlin, Ahmet Iscitürk, Carmen und Philipp Moll, ist selbstverständlich mit von der Partie und die musikalische Betreuung des Abends übernimmt das Feuerbach Quartett. Das wird was.

MOLLS BUNTER TRICHTER MIT ANDREA LIMMER
MITTWOCH, 16.03. // KUNST-UND KURHAUS KATANA
Die Unterhaltungsabende des Phillip B. Moll und seinen Gästen sind stets amüsant und kurzweilig, genau so sind auch seine Presseankündigungen. Die für die kommende Ausgabe aufs Sofa zitierte Autorin und Kabarettistin Andrea Limmer wird da auch mal kurzerhand als „Zwiderwurzin und Dreegschlebbern aus dem südlichen Süddeutschland“ tituliert. Freut sich bestimmt auch Frau Limmer! Dass man sich desweiteren nicht wirklich auf einen festen Ablauf der Abendgestaltung festlegen will, ist ein weiterer charackeristischer Merkmal der Moll‘schen Informationspolitik für Presse, Funk und Fernsehen, und so heißt es hier eher lapidar: „Vielleicht spielt sie Ausschnitte aus ihrem nigelnagelneuem Programm »Aus is!«-Sperrstundenkabarett. Vielleicht spielt sie auf ihrer Ukulele Rosa. Vielleicht liest sie aus ihrem Buch »Freilich«. Vielleicht tanzt sie einen niederbayerischen Kopfnussplattler, vielleicht aber auch nicht. Man weiß es halt nicht, man wird sehen müssen. Aller Voraussicht nach wird gesungen werden.“ Vor allem Letzteres bitten wir im Vorfeld zur Kenntnis zu nehmen!

11. NÜRNBERGER LACHNACHT
MITTWOCH, 16.03. // GUTMANN
Die elfte Nürnberger Lachnacht wird ein Abend zwischen Anarchie, Fettleibigkeit, Schnellfeuerkomik und Beziehungsschmerz. Grund dafür ist die Auswahl der agierenden Künstler. Die Bühne teilen werden sich unser lieber Gymmick, Volker Diefes, der meint ein Bauch wäre schon mal ein Ansatz, Johnny Armstrong, der sich an der Übersetzung des britischen Humors ins Deutsche versucht, und zu guter Letzt Rena Schwarz, die über die lustigen Seiten einer Trennung zu erzählen weiß. Die Mischung an sich stimmt, deshalb würde ich gerne eine vorsichtige Empfehlung aussprechen.

HAGEN RETHER: LIEBE
Mittwoch, 16.03. // OPERNHAUS
Seit zehn Jahren poliert der gute Hagen Rether sein Programm „Liebe“ mit aktuellen Ungeheuerlichkeiten rund um Banken, Monsanto, Wohlfühltourismus, Waffenlieferungen oder Massentierhaltung auf. Und wenn er dann auf der Bühne bedächtig sein Klavier poliert oder gedankenversunken herumklimpert und damit mit ruhiger Stimme plaudert, dann hat das Methode. Hinterfotzig schleicht er sich von der Seite an und hält dem Publikum den polierten Spiegel vors wohlfeile Gesicht. Anders als die meisten Spaßmacher tritt Rether nicht nur noch oben, sondern auch sehr gerne seitwärts und fasst dem Publikum mit scharfzüngiger Ironie und Sarkasmus an die goldene Nase. Dabei hat der Mann so viel Witz und Charme, dass man viel Lachen muss, zumindest bis der Groschen fällt. Der humorvolle Sozialkundeunterricht kann dann auch schon mal etwas länger dauern, schließlich spielt der Mann auch viel Klavier, isst Banane und spricht nicht so schnell wie die meisten seiner Kollegen. Den vielen Groschen wegen. Manchmal auch bis Mitternacht.

ANDREAS REBERS: REBERS MUSS MAN MÖGEN
SAMSTAG, 19.03. // TAFELHALLE NÜRNBERG
Der Titel seines neuen Programms ist aber sowas von Programm, dass es kaum treffender geht. Ich bin seit Jahren ein wirklich großer Verehrer seiner Kunst. Seine Mischung aus meist in Reimform musikalisch vorgetragenen Absurditäten und jenen, die weder in Reimform noch musikalisch vorgetragen werden, treibt einen gleichermassen die Tränen des Humors wie auch der Wahrheit in die Augen. Aufgewachsen in Niedersachsen, macht er seine ersten musikalischen Gehversuche mit der Partyband Los Promillos. Über einige Umwege landete er in München, von wo er die Eroberung des gesamten deutschsprachigen Kabarett-Raums in Angriff nahm. Aus den großen Kabarettsendungen im Fernsehen ist er nicht mehr wegzudenken, und seine Ansichten über den Clash der Kulturen, die er schon vor Jahren zum Besten gab, kann man durchaus als prophetisch bezeichnen. Ich geh‘ da hin, kommt wer mit?

CURT präsentiert!
EGERSDÖRFER CALLING!
DIENSTAG, 22.03. // E-WERK
Dass der Fast zu Fürther Egersdörfer auch gerne musikalische unterwegs ist, zeigt er mal wieder im Erlanger E-Werk. Die Kapelle Rohrfrei ist offen für Einflüsse aus aller Herren Länder und zeigt, dass Volxmusik Spaß macht und Menschen im wahrsten Sinne des Wortes bewegt. Egschiglen („Wohlklang/ Schöne Melodie“) ist ein Ensemble mongolischer Meistermusiker. Die 10-köpfige Truppe #zweiraumsilke zelebriert ihren ganz eigenen Mix aus Funk, Hip-Hop, Brass und Pop und sind der neue heiße Scheiss aus Erlangen, und Wolfgang Peßler absolvierte das Fagottstudium am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg. Sie alle werden erst 3 bis 4 Stücke live performen, um danach zum Egers auf die Couch zum Interview zu rutschen – je nach Chemie zwischen Gastgeber und Band dauert das dann kürzer oder länger.
Und curt spricht, trällert und präsentiert fleißig mit!




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