Kunst betrachtet von Natalie de Ligt #13

DIENSTAG, 1. SEPTEMBER 2015

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Unsere Freundin Natalie de Ligt sichtet, selektiert und fasst das zu curt passende Kunstgeschehen zusammen. Und, das hat man nicht oft, sie weiß, wovon sie schreibt. Ein Luxus, den wir euch gönnen.

Bis 6. September
KUNSTPREIS DER NÜRNBERGER NACHRICHTEN 2015

KUNSTHAUS
Königstraße 93, Nbg.
Di-So 10-18 Uhr,  Mi 10-20 Uhr.
kunstkulturquartier.de/kunsthaus


8. bis 26. September
ROBERT SEIDEL: SCHNAPSIDEE
Robert Seidel ist der diesjährige Stipendiat, den das Institut für modernde Kunst für das Marianne-Defet-Malerei-Stipendium gewählt hat. Sechs Monate verbrachte der in Leipzig lebende Maler im Rahmen des Stipendiums in Nürnberg. Den Abschluss des Aufenthalts bildet nun eine Einzelausstellung. Die Ausstellung ist an dieser Stelle aufgeführt, weil die Eröffnung schon vorbei ist und die Ausstellung bis 8. September Sommerpause hat.

INSTITUT FÜR MODERNE KUNST NÜRNBERG
Im Studio des zumikon
Großweidenmühlstr. 21, Nbg.
Mi–Fr 14–18 Uhr, Sa 11–15 Uhr.
moderne-kunst.org


9. bis 12. September
OLAF UNVERZART: CADUTA SASSI
Die Ausstellung von Olaf Unverzart kann in oben genannten Zeitraum nochmals und letztmalig besichtigt werden, bevor die Galerie ihr Herbstprogramm mit einer Buchvorstellung aufnimmt. Am 30. September, 19 Uhr, wird die neue Publikation „Analog“ von Sebastian Kuhn vorgestellt. Der Nürnberger Künstler bereichert die Veranstaltung mit einer Auswahl von Originalen aus dem Buch. Die Präsentation ist bis zum 8. Oktober zu sehen.

OECHSNER GALERIE
im Atelier- und Galeriehaus Defet
Gustav-Adolf-Str. 33, Nbg.
Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr u.n.V.
oechsner-galerie.de


Bis 18. September
TOBIAS LEHNER: MIKRO MAKRO (MALEREI)
Das BÜHLERS hält die wohl ungewöhnlichsten Ausstellungsräume bereit, denn die Galerie befindet sich in der Beletage einer herrschaftlichen Gründerzeitvilla. Die Decken sind hoch, und der Charme eines venezianischen Palazzos wurde den Räumen hinrenoviert. Vor den teils im Schmuddellook verputzten und teils mit farbigen, gemusterten Tapeten versehenen Wänden behaupten sich nun die großformatigen farbstarken und noch stärker gemusterten Bilder des aus Regensburg stammenden und nun in Leipzig ansässigen Malers Tobias Lehner (*1974).

BÜHLERS
Königswarterstraße 22, Fürth.
Mi-Fr 11-15 Uhr u.n.V., Geschlossen: Feiertage und Schulferien.
buehlers-fuerth.de


Bis 20. September
JEPPE HEIN: HEXAGONAL WATER PAVILION
Die Brunneninstallation Hexagonal WaterPavilion von Jeppe Hein hat sich wacker geschlagen in diesem fanatischen Sommer, in dem die gelbe Sau es uns mal so richtig gezeigt hat. So manchen Passanten hat der Brunnen den Tag in der Nürnberger Innenstadt gerettet. Denn er ist begehbar und besteht aus einzelnen Wasserwänden, die sich nach einem Zufallsprinzip einzeln ein- und ausschalten, so dass man sich eine erfrischende Dusche holen kann. Wenn es jetzt wieder kühler wird, ist es ratsam, das unterhaltsame Wasserschauspiel aus gebührendem Abstand zu betrachten.

NEUES MUSEUM
Eingang Klarissenplatz,
Luitpoldstr. 5, Nbg.
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr
www.nmn.de


Bis 27. September
OSKAR KOLLER & HARRI SCHEMM: FARFARAWAY – REISEBILDER INDIEN
Die Kombination der beiden Nürnberger Künstler Koller und Schemm, deren Werk und künstlerischer Ansatz kaum gegensätzlicher sein könnten, mutet im erstem Moment wie eine böse Zwangsheirat an. Würde Oskar Koller (1925-2004) noch leben, hieße die Ausstellung wohl eher „Koller vs. Schemm“. Aber in der Kunst ist es wie im Leben: Irgendwo lässt sich immer eine Gemeinsamkeit finden, ein Aufhänger, von dem aus man zu einem lohnenden Experiment starten kann. Man muss zwar annehmen, dass sich selbst zu Kollers Lebzeiten die Wege von ihm und Schemm (*1958) selten bis nie gekreuzt haben. Aber jeder für sich war und ist ein Freund des Reisens in ferne Länder. Beide Künstler haben als ein Lieblingsziel Indien ausgewählt, von dem sie nicht genug bekamen und bekommen, und das sich jeder auf seine Weise ermalt(e). Oskar Kollers Faszination mündete nicht nur in zahlreichen Aquarellen, sondern auch in Motiven für Wandkalender. Harri Schemm verbringt seit vielen Jahren die kalten Wintermonate in Indien, um sich dort vor allem der Pleinair-Malerei zu widmen. Es ist davon auszugehen, dass in der Schnittmenge „Indien“, nicht nur die stilistischen Unterschiede der beiden umso stärker zu Tage treten, sondern auch das, was sie vom Motiv Indien und von der Malerei selbst wollten bzw. wollen.

KUNSTGALERIE FÜRTH
Königsplatz 1, Fürth.
Mi-Sa 13-18 Uhr, So/Feiertage 11-17 Uhr. Mo/Di geschlossen auch an Feiertagen.
kunst-galerie-fuerth.de


Eröffnung: Mi, 2. September, 20 Uhr
2. bis 11. September
ALEXANDRE KARAÏVANOV: O.T.
Siehe gesonderter Bericht. Das EDEL EXTRA nimmt vom 18. bis 21.9.an den Stadtverführungen teil.

EDEL EXTRA
Verein zur Förderung ästhetischer Prozesse e.V.
Müllnerstraße 22, Nbg.
Täglich 17-20 Uhr (Angabe ohne Gewähr).
edelextra.biz


Eröffnung: Mi, 9. September, 20 Uhr
10. September bis 8. November
MARTIN DAMMANN: ZUM RESULTAT BERUHIGTER TUMULT
Martin Dammann (*1965) ist bekannt für seine großformatigen Aquarelle. Als Vorlage hierfür dienen ihm Amateurfotografien, die private Ereignisse – zum Teil auch vor dem Hintergrund politischer Konflikte – festhalten. Durch die malerische Übertragung werden die Bildmotive jedoch abstrahiert und verunklärt, so dass die Frage aufgeworfen wird, „was Bilder eigentlich erzählen und was sie bewirken können“.

KUNSTHALLE NÜRNBERG
Lorenzer Straße 32, Nbg.
Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr.
kunsthalle.nuernberg.de


Eröffnung: Do, 10. September, 20 Uhr
11. September bis 24. Oktober
CORNELIA SCHLEIME: SEHE NICHT, WAS DU SIEHST
Die bekannte, einst aus der DDR übergesiedelte Malerin Cornelia Schleime (*1953) zeigt unter anderem ihre mit Bildern und Collagen angereicherten Reisetagebücher aus Hawaii und Marokko sowie Papierarbeiten aus der Reihe „Mutationen“. Die Ausstellung findet in beiden Ausstellungsräumen im zumikon statt. Zur Eröffnung gibt es ein Gespräch mit der Künstlerin und Manfred Rothenberger (Leiter des Instituts für moderne Kunst).

INSTITUT FÜR MODERNE KUNST NÜRNBERG
Im Studio des zumikon
Großweidenmühlstr. 21, Nbg.
Mi–Fr 14–18 Uhr, Sa 11–15 Uhr.
Am 3. Oktober ist die Ausstellung geschlossen.
moderne-kunst.org


Eröffnung: Fr, 11. September, 19 Uhr
12. September bis 8. November 2015
OLGA BALEMA
Im Zentrum der Skulpturen von Olga Balema (*1984, Ukraine) steht der menschliche Körper und dessen Erkundung in biologischer, technologischer und sprachlicher Hinsicht. Die Künstlerin wählt instabile sowie robuste Materialien und „beleuchtet verschiedene Prozesse des Absorbierens und Regenerierens genauso wie Gesten des Verwertens und Konservierens“ (Pressetext). So entstehen vertraut und fremd zugleich anmutende Objekte, die bisweilen ein Eigenleben zu führen scheinen – dann nämlich, wenn es sich z.B. um ein mit einer undefinierbaren Flüssigkeit gefüllten Plastikform handelt, die ebenso undefinierbar ist. Die Objekte bewegen sich zum Teil an einer neuartigen Schnittstelle von menschlichem Organ, sonstigem lebendem Material und industriell gefertigtem Produkt, das die Funktion eines medizinischen Substituts einnehmen und zugleich Teil eines (noch) lebenden Organismus sein könnte.

KUNSTVEREIN NÜRNBERG
Albrecht Dürer Gesellschaft
Kressengartenstr. 2, Nbg.
Di-Fr 14-18 Uhr, Sa/So 13–18 Uhr u.n.V.
kunstvereinnuernberg.de


12. September bis 3. Oktober
FRED ZIEGLER: INSTALLATION/GRAFIK

KUNSTVEREIN KOHLENHOF
Grasersgasse 15/21, Nbg.
Do-Sa 14-20.
kunstvereinkohlenhof.de


Eröffnung: So, 12. September, 17 Uhr
13. September bis 11. Oktober
ANNA BITTERSOHL, CHRISTIAN HIEGLE, KAI KLAHRE, PHILIPP KUMMER, JOCHEN PANKRATH: 5 HELDEN
Fünf in Nürnberg bestens bekannte KünstlerInnen wurden von den Betreibern der Galerie kurzerhand zu Helden erklärt, mit der Begründung, dass sie sich der Tätigkeit der freien Malerei widmen. In dieser Aufgabe allein „spiegelt sich ein Heldenleben wider“ (Pressetext). Das klingt ein wenig wie ein Satz, der am Ende eines schnapsgetränkten Stammtischabends fällt. Wie auch immer. Für die Ausstellung hat sich jeder der fünf Helden in Porträtform mit sich und den anderen und hoffentlich auch mit einem Schuss (Selbst)-Ironie auseinandergesetzt.

GALERIE BERNSTEINZIMMER
Großweidenmühlstr. 11, Nbg.
Sa/So 15-19 Uhr.  
galerie-bernsteinzimmer.de


Ab 15. September
GERHARD RIEßBECK
Die Ausstellung mit dem Nürnberger Maler Gerhard Rießbeck wird mutmaßlich am Abend des 15. Septembers eröffnet. Für mehr Informationen empfiehlt sich zu gegebener Zeit ein Besuch der Galerie-Website.

GALERIE SIMA
Hochstraße 33, Nbg.  
Di 17-20 Uhr u.n.V.
simagalerie.de


Eröffnung: Do, 17. September, 19.30 Uhr
17. September bis 1. November 2015
KAI KLAHRE: ÖLDURST
Im Begleittext zur Ausstellung, der sich wie ein Prosagedicht liest, heißt es u. a.: „Der Durst des Malers nach Öl ist die zwingende Notwendigkeit, sich mit ihm zu umgeben, sich mit Ölfarbe zu umgeben. Sie ist das Medium seiner Freiheit. Der Freiheit, die es braucht, um zu malen. Sie ist der Stoff, der ihm alles ermöglicht, das Grobe und das Feine. Sie gibt dem Bild seine eigene Stimme, seine eigene Atmosphäre, seinen eigenen Kosmos“. Aber Öldurst allein führt nicht zwangsläufig zu guten Bildern. Wie sich das bei dem offensichtlich zu Ölverlust neigenden Kai Klahre (*1981 in Halle/Saale) verhält, können die Galeriebesucher selbst herausfinden. Der Maler studierte an der hiesigen Kunstakademie, und irgendetwas hat ihn dazu veranlasst, in Nürnberg zu bleiben.

GALERIE STURM
Galgenhofstraße 33, Nbg.
Do 18-20 Uhr, So 15-17 Uhr u.n.V.
galeriesturm.de


Eröffnung: Sa, 19. September, 12 Uhr,
19. /20. September jeweils 12-19 Uhr
OFFEN AUF AEG
Jährlich grüßt das Murmeltier! Auch zum diesjährigen Ereignis, das unter dem Label OFFEN Auf AEG firmiert, erwartet die Besucher auf dem alten AEG-Gelände u.a. wieder ein Haus voller offener Künstler-ateliers, begleitende Events, Konzerte, das Mobile Kino, ein Biergarten, Wurstbuden usw. Als ein Highlight steht die WERKSCHAU an, die auch heuer einen Einblick in das vielfältige Schaffen der Künstler Auf AEG bietet (Halle 15). Des Weiteren ist eine große Sonderausstellung mit circa 500 Werken der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin zu sehen, bei der Werke Alter Meister mit Arbeiten zeitgenössischer Künstler aufeinander treffen (Halle 20, bis 17. Oktober). Hierzu findet am 20.9. um 15 Uhr eine Podiumsdiskussion mit dem Schriftsteller Clemens Meyer und dem Kunstsammler Thomas Rusche zu der Frage „Was ist gute Kunst“ statt. In Halle 14 lädt das Fab Lab das ganze Wochenende zum Kommen, Staunen, Bleiben und Machen ein. Die Eröffnung findet im Hof C statt.
Wer eine Woche später Gutes tun will, begebe sich am Sonntag, 27.9., 18 Uhr in Halle 14 und ersteigere Kunst von Künstlern, die Auf AEG ansässig sind. Der Erlös geht an Menschen im Erdbebengebiet von Nepal. Als Auktionator tritt der Kabarettist und curt-Kolumnist Matthias Egersdörfer in Erscheinung.
Nähere Informationen und das Programm mit Lageplan zu OFFEN Auf AEG findet man auf der Website.

AUF AEG
Bau 74, Bau 75, Halle 61
Muggenhofer Str. 132/135 und
Fürther Str. 244-254, Nbg.
14-19 Uhr
kunstaufaeg.de, aufaeg.de


19. September bis 18. Oktober 2015
Im Rahmen von OFFEN auf AEG
ULRIKE HILD, LISA WÖLFEL UND MARKUS BURKARD: COLLIDER
Collider (engl.) heißt unter anderem Teilchenbeschleuniger, und das Verb dazu lautet übersetzt kollidieren. In der Ausstellung wollen zwei Maler (Wölfel und Burkhard) und eine Bildhauerin (Hild) ihre Arbeiten auf Kollisionskurs bringen. Hierfür entwickeln sie eine Präsentation „aus aufgebrochenen, zersplitterten und neu zusammengesetzten Raumstrukturen“, mit dem Ziel einen „Kontext der Reflexion“ zu erzeugen.
Bitte die Sonderöffnungszeiten während Offen Auf AEG beachten: Sa, 19.9. + So 20.9. jeweils 12-19 Uhr

AKADEMIE GALERIE NÜRNBERG
Halle 13 Auf AEG,
Muggenhofer Straße 135, Nbg.
Mi-So 14-19 Uhr.
adbk-nuernberg.de


Eröffnung: 26. September, 19 Uhr
27. September bis 15. November 2015
SAVE THE DATA!
In der thematischen Gruppenausstellung, die das „Zusammenspiel von bildender Kunst und verschiedenen Speichermedien fokussiert“, werden künstlerische Positionen versammelt, in denen aktuelle und überholte Speichermedien zum Einsatz kommen. Die Ausstellung möchte damit auch Fragen u.a. zum Einfluss der „Digitalisierung auf die Bildgenerierung in den Medien Fotografie, Film und Skulptur“ aufwerfen. Bis zum 6. September ist noch die Einzelausstellung „cOLOnycOLOr“ von  Jan Albers zu sehen.

KUNSTPALAIS ERLANGEN
Palais Stutterheim.
Marktplatz 1, Erlangen.
Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr.
kunstpalais.de


27. September bis 5. November
PEGGY KLEINERT: MONADEN 0.1

BBK NÜRNBERG MITTELFRANKEN
Galerie Hirtengasse.
Hirtengasse 3, Nbg.
Mi/Do 13-18 Uhr.
bbk-nuernberg.de

 




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