Kabarett, Comedy & Co im Februar

MONTAG, 2. FEBRUAR 2015

#Burgtheater, #Comedy, #Comödie Fürth, #Gutmann am Dutzendteich, #Kabarett, #Kultur, #KulturKellerei, #Rote Bühne, #Tafelhalle

Was sich so an Hochgeistigem, Scharfsinnigem und Künstlerischem tut, das erfahrt ihr genau hier, denn Tommy, unser Mann von curt für Kabarett und Comedy, ist ein kritisches Trüffelschwein.

 

MARKUS MARIA PROFITLICH: HALBZEIT
Montag, 02.02. // Comödie Fürth
Die gute Nachricht zuerst: Die erste Hälfte ist rum. Die schlechte erklärt sich von selbst. Still ist es geworden, seit Sat1 seine Serie „Mensch Markus“ aus der 20-jährigen Dauerrotation entlassen hat. Eigentlich fand ich den Typen ja mal gar nicht so schlecht. Zu meiner eigenen Verteidigung muss ich von meiner frühkindlichen Liebe für Klamauk à la „Dick & Doof“ und „Väter der Klamotte“ erzählen. Buster Keaton, der Meister der Grimasse, wird heute noch Eure Kinder in Windeseile zum Lachen bringen. Ob das der Markus auch kann, wird man nur bei einem Besuch der Comödie feststellen. Kann er‘s nicht ... Abpfiff!

ALFRED DORFER: BIS JETZT
04.02. + 05.02. // Burgtheater
Wie steht es denn um Eure guten Vorsätze für 2015? Rauchen aufgeben? Langweilig! Saufen aufgeben? Auf gar keinen Fall! Macht‘s doch wie ich. Ein ganz und gar ausgezeichneter Vorsatz wäre doch, mehr Kabarett zu konsumieren, jetzt so in echt und live und in Farbe. Sollte der Einstieg Probleme bereiten, würde ich gleich mal zum Herrn Dorfer aus Österreich raten. Der Meister des Absurden, der, der die kleinen Geschichten, die das Leben so schreibt, nie bis Ende erzählt und dennoch immer den Mehrwert des zu Bespaßenden im Auge hat. Schnell an die Karten, Ihr Typen!

COMEDY MIX
Donnerstag, 05.02. // Kulturkellerei
Ballonkunst, Magie, Lieder mit Rhythmus und das gesprochene Wort erwarten uns beim allmonatlichen „Comedy Mix“ in der allseits beliebten KulturKellerei. Mit dabei sind Matthias Gietl, die Gebrüder Mühlleitner, Rudy Christl und Chris Schäfer.

KLAUS KARL-KRAUS: ZÄ KORZ
Sonntag, 08.02. // Rote Bühne
Ob der Spaß-Veteran Klaus Karl-Kraus  seinen eigenen Witz meint und ob ich diesen fränkischen Slang mit „zu kurz“ dann auch noch richtig übersetzt habe, entzieht sich weitestgehend meiner Kenntnis. Aber, wie meinen Worten nur unschwer zu entnehmen, hält sich die Begeisterung einigermaßen in Grenzen. Auf der anderen Seite war Herr Kraus schon auf der dunklen Seite des Humors, als die Herren Egersdörfer und Konsorten sich noch die Brio Holzeisenbahn gegenseitig an die Birne geworfen haben. Und das verdient ohne jeden Zweifel Respekt.

VANESSA MAURISCHAT & HOLGER EDMAIER:
NACKTBADEN – GESCANNT, GESPEICHERT, GELINKT
13.02. + .14.02. // Burgtheater
Der Schwarzwälder Bote schrieb in seiner Kritik von letzten Herbst: „Viel nackte Haut gibt es nicht zu sehen...“. Und bei genauer Ansicht der Pressefotos muss ich sagen: Macht rein gar nichts! Die Internet-Recherche hat ergeben, dass man schon seit 2011 mit gleichem Programm durch die Lande tingelt. Ich möchte zugunsten der Künstler davon ausgehen, dass die Ereignisse rund um die Snowden-Enthüllungen zur Fortsetzung ihres im Jahre 2011 fast schon visionären Programms geführt haben. Wenn nicht, sollten sich die faulen Säcke was schämen. Der Vortrag ist aber auf jeden Fall gefällig, die Pointen sitzen und ein, zwei Jahre Fitnessstudio sollte reichen, um den Schwarzwälder Boten zu befriedigen.

TILMAN BIRR: HOLZ UND VORURTEIL - ZWISCHEN BRETT UND KOPF
Samstag, 21.02. // Burgtheater
Mit einer Gitarre bewaffnet schreitet Herr B. zur Tat. Lieder von Künstlern, die er schätzt, versieht er mit neuen Texten und das - seiner Poetry Slam-Sozialisierung sei Dank - meist richtig gut. Ein Thema zieht sich allerdings wie ein roter Faden durch seine Vita: der Elektro-DJ. Selbiger scheint ihn zu verfolgen, und wenn man ganz ehrlich zu sich ist, ist dem ja auch so. Kein gesellschaftlicher Event, ohne dass danach noch ein Elektro-DJ auflegt. Mittlerweile stehen die Typen ja auch schon in Klamotten-Läden, in Restaurants und wahrscheinlich auch bald beim Arzt rum. Diesem Thema hat er sich auch in einem vorzüglichen Musikvideo gewidmet, das ich auf jeden Fall zur Studie empfehle.

ROLF MILLER: ALLES ANDERE IST PRIMÄR
Samstag, 21.02. // Comödie Fürth
Für alle, die ihn im Dezember in der ausverkauften Tafelhalle verpasst haben, ist das die Chance. Beschreibung seines Schaffens findet Ihr in der Dezember/Januar-Ausgabe, soviel sei aber verraten: ein Besuch lohnt beim Miller immer!

HORST EVERS: HINTERHER HAT MAN‘S MEIST VORHER GEWUSST
Mittwoch, 25.02. // Tafelhalle
Lakonischer Humor wird ihm unterstellt, und das nicht ohne Grund. Sein Programm beschäftigt sich mit jenen, denen es meist schon vorher vollkommen klar war, dass es so gekommen ist, und dieses Wissen teilen sie mit uns danach. Klingt nicht abendfüllend? Ist es aber. Evers Streifzug durch den alltäglichen gesellschaftspolitischen Dschungel und sein klarer Blick auf das politische Tagesgeschäft endet meist bei einem, dem das ja schon längst klar war, und einzig die Verwunderung darüber, dass es anscheinend nur ihm klar war, bleibt. Auszüge aus seinem Programm gibt es in der 3Sat-Mediathek, aber vertraut mir mal. Der kann was.

EL MAGO MASIN: RÜCKWÄRTS
Freitag, 27.02. // Gutmann am Dutzendteich
Nürnberger (ja, ok, und auch ein Fürther) Komödianten in aller Munde. Der Zeitgeist des Frohsinns macht seit geraumer Zeit Rast in unserer schönen Frankenmetropole. Das wirklich schöne daran ist die Vielfalt des Dargebotenen. Einer, der seine Nische schon früh gefunden hat und damit ein Stück weit Vorreiter des neuen gesungenen Witzes ist, kommt aus der kreativen Petrischale namens Gostenhof. Beinahe wäre er ob seines Pferdeschwanzes durch mein vorurteilsbehaftetes Raster gefallen. Bei Dreadlocks kann ich aber noch mal ein Auge zudrücken. El Mago Masin mit neuem Programm, dessen Premiere er mit uns in unserer großartigen Stadt feiert. Das ist nun mal wirklich ein Pflichttermin.

JOCHEN MALMSHEIMER:
ICH BIN KEIN TAG FÜR EINE NACHT ODER:
EIN ABEND IN HOLZ
Freitag, 27.02. // Comödie Fürth
Jochen Malmsheimer, ehemaliges Ensemblemitglied aus der Anstalt, hat jetzt wieder mehr Zeit für Programme und um selbige an uns zu tragen. Wer jetzt nicht weiß, von wem ich da spreche, sollte sich was schämen und schleunigst „Malmsheimer – das Wurstbrot“ bei YouTube eingeben. Den Blaumann wird er wohl abgelegt haben, den Biss mit Sicherheit nicht. Warum das ZDF den altersschwachen Priol samt der französischen Spaßbremse in ein Raumschiff verfrachtet hat, und nicht mit Malmsheimer neue Wege beschreitet, wird wohl immer das Geheimnis der hochdotierten Rundfunkräte und deren Schergen bleiben.

 




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