curt präsentiert: Phillip Winkler - Hool

DIENSTAG, 7. MäRZ 2017, Z-BAU

#Buchvorstellung, #CURT präsentiert, #Lesung, #Z-Bau

Noch bevor Philipp Winkler, Jahrgang 1986, mit seinem Debütroman "Hool" zum großen Schlag ausholte, gewann der studierte Kulturjournalist bereits mit Auszügen daraus den Retzhof-Preis des Literaturhauses Graz und war schon vor Veröffentlichung in aller Kritikermunde und auf der Shortlist für den deutschen Buchpreis. Man durfte also Großes erwarten.

Als der Roman in Gänze im letzten Jahr veröffentlicht wurde, schlug dieser bei den Kritikern ein wie die Faust seines Protagonisten Heiko auf die Körper seiner Gegner. Prompt gab es auch den aspekte-Literaturpreis. Seitdem rätseln manche Kritiker und Leser, ob das einfach nur verdammt gut recherchiert ist, oder ob der Autor nicht doch in der Hooligan-Szene aktiv war. Zu beklemmend und beeindruckend sind die Schilderungen des Ich-Erzählers Heiko, des Hannoveraner Hooligans, des gesellschaftlichen Verlierers, der von seinem Onkel in die Welt aus Gewalt eingeführt wurde, der mit der Gegenwart nicht Schritt halten kann und sich nur an männliche Kameradschaftsfantasien und eine verquere moralische Integrität klammert. Hool ist hart, Hool ist heftig, Hool ist hörenswert.

www.aufbau-verlag.de/hool

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Einsendeschluß ist der 03.03.2017

PHILIPP WINKLER: HOOL
Dienstag, 07.03.2017 // 20:00h

Z-BAU
Frankenstraße 200
90461 Nürnberg
Tel.: 0911 46206100
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Z-BAU. Live-Performance-Clubbing präsentiert von CURT –  Mazedonien!? Also Mazedonien gibt es eigentlich nicht. Zumindest nicht die Republik Mazedonien, findet Nachbar Griechenland im Süden. Seit Erklärung der Unabhängigkeit vom ehemaligen Jugoslawien 1991 gibt es Streit über den Namen, weil das angrenzende Gebiet in Griechenlands Norden schon immer Makedonien war. Einmal auf der Landkarte mit dem Finger zu weit gerutscht, ein billiges Navi und schon wird Makedonien zu Mazedonien und Griechenland schaut in die Röhre. Findet zumindest Griechenland. Deswegen Grenze zu, Grenze auf, Embargo, Blockade, Petzen, Stänkern, Alternativname, das ganze Programm politischen HickHacks. Große Politik erklärt in ein paar Zeilen Text? Respekt, muss hier aber genügen.

Keinen ordentlichen Namen, dafür viele unterschiedliche Bevölkerungsgruppen machen es dem Land nicht leicht, eine eigene Identität zu finden. Schlimmer noch! Während es an allen Ecken und Enden fehlt, wurde unter dem Projektnamen „Skopje 2014“ ein dreistelliger Millionenbetrag in pompöse Staatsgebäude, kitschige Monumente und riesige Bronzestatuen versenkt. Der wahnwitzige Regierungsplan, so ein einheitliche Kulturnation zu schaffen und damit dem Vielvölkerstaat Identität zu geben, füllte nur dubiose Kassen, führte zu noch mehr Unverständnis und Unsicherheit und machte den Nationengedanken noch utopischer.

Aber was ist die Identität einer Nation? Wie schafft sich diese? Gibt es das überhaupt noch? Theatermacher Franz von Strolchen reiste 2012 durch Mazedonien, um diesen fiktiven Zustand einer Nation ohne Namen und Identität zu erforschen. Bei seinen Recherchen suchte er Antworten über das Zusammenleben, die uns alle derzeit in Europa beschäftigen. Angelehnt an die Volksgruppen überschreitenden illegalen Raves im Mazedonien der frühen Nullerjahre entwickelte Franz von Strolchen aus seinen zahlreichen Interviews und beeindruckenden Visuals gemeinsam mit drei mazedonischen Performern und dem Berliner DJ Anstam (Lars Stöwe) in „Fictional State“ ein Live-Performance-Clubbing als Event der Zusammenkunft. Die getanzte Utopie, ein fiktiver Raum ohne Grenzen ist ihre Antwort auf die begrenzte Fantasie einer Regierung in der Krise: „Let’s promote fiction, let’s freak out and dance!“

REGIE & KONZEPT: Franz von Strolchen
TEXT: Christian Winkler
MUSIK: Lars Stöwe (Anstam)
VISUALS: Simon Janssen.

Mit Unterstützung der Stadt Nürnberg/ Amt für Internationale Beziehungen.

FICTIONAL STATE – TRILOGIE DES ZUSAMMENLEBENS VOL.3
Eine Live-Performance-Clubbing präsentiert von CURT.
Am 11. Februar im Z-BAU, Frankenstraße 200, Nbg.
Beginn 19:30 Uhr. VVK: 10,- / AK: 12,- / Ermäßigt: 10,-

 


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