Kunst betrachtet von Natalie de Ligt #25

DONNERSTAG, 1. DEZEMBER 2016

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Unsere Freundin Natalie sichtet, selektiert und fasst das zu curt passende Kunstgeschehen zusammen. Und, das hat man nicht oft, sie weiß, wovon sie schreibt. Ein Luxus, den wir euch gönnen!

Bis 11. Dezember
CLAUDIA HOLZINGER UND LILLY URBAT: HOLZINGERURBAT
HOLZINGERURBAT ist teamfähig und zu allem bereit. Zusammen mit uns wollen sie sich und uns neu gestalten. HOLZINGERURBAT stellt uns erfahrene Experten zur Verfügung, es setzt auf eine Strategie gemeinsamen Wachstums, um auf dem globalen Markt konkurrenzfähig zu sein. Es setzt weiterhin auf moderne Technik, frische Ideen und effektive Lösungen. Kurz: Die beiden Künstlerinnen Claudia Holzinger und Lilly Urbat schlüpfen in die Rolle des modernen Managers und versprechen uns das Blaue vom Himmel, - in einer Manier, wie man es etwa von einem börsennotierten Unternehmen gewohnt ist, das an der ewigen Zitze namens Wachstum hängt. Für die Akademie Galerie schaffen die beiden Absolventinnen der Grafik-Design-Klasse eine Rauminstallation. Hierbei setzen sie die Visualität der Werbemittel effektvoll ein, um sie ad absurdum zu führen, wie es in der Ankündigung heißt. Unbedingt anschauen.

AKADEMIE GALERIE NÜRNBERG
Halle 13 Auf AEG
Muggenhofer Straße 135, Nbg
Mi-So 14-19 Uhr
adbk-nuernberg.de


Bis 18. Dezember
CHRISTIAN VITTINGHOFF: TRISTESSE EINER GLÜCKLICHEN WELT
Der Nürnberger Maler Christian Vittinghoff zeigt neue Bilder.

RAUM FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST
Knauerstraße 3, Nbg.
Do/Fr 14-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr, So 14-18 Uhr
das-artelier.com


Bis 18. Dezember
AXEL VOSS: DIE NÄBEL DER WELT

KUNSTGALERIE FÜRTH
Königsplatz 1, Fürth
Mi-Sa 13-18 Uhr, So/Feiertage 11-17 Uhr. Mo/Di geschlossen auch an Feiertagen
kunst-galerie-fuerth.de


Bis 21. Dezember
PETER ANGERMANN: TRAMPOLIN

GALERIE SIMA
Hochstraße 33, Nbg  
Di 17-20 Uhr u.n.V.
simagalerie.de


Bis 23. Dezember
BILDHAUERZEICHNUNGEN
Die Galerie zeigt sechs bildhauerische Positionen anhand von Zeichnung und ausgewählter Skulptur. Mit dabei sind: Christian Ruckdeschel, Meide Büdel, Eva Mandok, Stephan Wurmer, Harald Kienle und Franz Weidinger.

GALERIE MIT DER BLAUEN TÜR
Meuschelstr. 51, Nbg
Mi-Fr 15-19 Uhr, Sa 11-15 Uhr
galerie-blaue-tuer.com

Bis 23. Dezember
STATEMENT X
Anlässlich ihres 10-jährigen Jubiläums zeigt die Oechsner Galerie eine Ausstellung mit allen Künstlerinnen und Künstlern aus ihrem Programm. Die Beteiligten präsentieren sich mit einer neuen oder einer themenbezogenen Arbeit oder aber mit einem Werk, das für sie besonders wichtig ist. Wunderbar ist die Arbeit der Nürnberger Künstlerin Susanne Roth, die einer Hommage an die zehnjährige Zusammenarbeit zwischen Künstlerin und Galeristin gleichkommt. Von Anbeginn sammelte Roth alle Einladungskarten der Galerie und nahm mit einem Skalpell Eingriffe in das Papier vor, meist entlang der Falze. Die nun 59 Papiere umfassende Serie, mit der die Künstlerin Publikum und Galeristin überraschte, trägt den Titel „quotannis“. Am besten schaut man sie sich im Original an. Das gilt auch für die Arbeit von Ben Hübsch, der mit einer entschiedenen, farblichen Gestaltung dem Treppenhaus ein neues Gesicht verleiht. Ein echtes Statement.

OECHSNER GALERIE
im Atelier- und Galeriehaus Defet
Gustav-Adolf-Str. 33, Nbg
Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr u.n.V.
oechsner-galerie.de


Bis 23. Dezember
LEEN VOET: GEMÄLDE
Auf der Website findet sich zu Austellung ein gesonderter Bericht.

KUNSTBUNKER -
Forum für zeitgenössische Kunst.
Bauhof 9, Nbg
Mi-Fr 15-20 Uhr, Sa/So 11-17 Uhr u.n.V.
kunstbunker-nuernberg.org


Bis 15. Januar 2017
MIT ANDEREN AUGEN. DAS PORTRÄT IN DER ZEITGENÖSSISCHEN FOTOGRAFIE
Eine gemeinsame Schau des Kunsthaus’ und der Kunsthalle Nürnberg. Sehenswert. Auf der Website steht dazu ein gesonderter Bericht.

KUNSTHALLE
Lorenzer Str. 32, Nbg
Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr
kunsthalle.nuernberg.de

KUNSTHAUS
Königstraße 93, Nbg
Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr
kunstkulturquartier.de/kunsthaus


Bis 2. April 2017
MICHAEL SEIDNER: SIEBZEHN
Der in Nürnberg lebende Maler Michael Seidner (*1985) zeigt in seiner ersten Sammlungspräsentation im Neuen Museum bei Leibe nicht 17 Bilder, sondern nur vier. Seidner verfolgt ein strenges Hängekonzept. Bereits an der Nürnberger Kunstakademie, wo er studierte, platzierte er an eine Wand, und sei sie noch so groß, immer nur ein Bild. Das erzeugt die maximale Aura, die im White Cube zu erreichen ist. Und diese Form der Aura lädt die Kunst mit einer Bedeutung auf, die weniger mit dem Werk selbst, dafür aber mit einem künstlerischen Selbstverständnis zu tun hat. Dann kann es zu einem Paradox kommen: Das Auratische drängt sich als die eigentliche Botschaft in den Vordergrund, und zieht die Aufmerksamkeit vom Werk ab, weil dieses als unangreifbare Ikone inszeniert ist. Ob nun im Falle von Michael Seidner das Einzelwerk ein über die Präsentation hinausgehendes und die Präsentation rechtfertigendes Potential besitzt, lohnt sich in jedem Fall herauszufinden.

NEUES MUSEUM
Eingang Klarissenplatz
Luitpoldstr. 5, Nbg
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr
www.nmn.de


Eröffnung: Donnerstag, 1. Dezember, 19 Uhr
2. Dezember bis 12. Februar 2017
DANIEL KISS: FOUNTAIN 2484
und
SALON 2016/2017 – JAHRESGABEN-AUSSTELLUNG

Arte Povera im 21. Jahrhundert trifft auf Trash. So könnte man vielleicht die Arbeiten von Daniel Kiss (*1984) beschreiben. Sein Interesse gilt fragilen, armen Materialien wie Papier, Folie, Holz und Textilien, aus denen er oftmals bildhafte Objekte baut, die wiederum ihre materialeigene Fragilität beibehalten. Vor allem seine Wand-Boden-Ensembles weisen den Charakter eines Provisoriums auf, was auf eine grundsätzliche Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Vorläufigen und mit Übergangszuständen schließen lässt. Das könnte alles in die Schwermut führen, aber nicht bei Daniel Kiss. Seine Werke bewahren sich meist ein heiteres und skurriles Moment. Der gebürtige Rother studierte an der hiesigen Kunstakademie, lebt und arbeitet aber derzeit zwischen Köln und Nürnberg. Parallel zu Daniel Kiss’ Schau ist im Kunstverein die traditionelle Jahresgaben-Ausstellung zu sehen. Mit dabei sind Editionen von ausgewählten KünstlerInnen aus Nürnberg oder jenen, die im vergangenen Jahr im Milchhof ausgestellt haben.

KUNSTVEREIN NÜRNBERG
Albrecht Dürer Gesellschaft
Kressengartenstr. 2, Nbg
Di-Fr 14-18 Uhr, Sa/So 13–18 Uhr u.n.V.
kunstvereinnuernberg.de


Eröffnung: Freitag, 2. Dezember, 19 Uhr
4. Dezember bis 29. Januar 2017
MICHEL BESTMANN & AUKHA: CRT EMERGENZ
Das Projekt CRT EMERGENZ von Michel Bestmann und Aukha basiert auf der analogen Umwandlung von Tonsignalen in audiovisuelle Muster. Sichtbar werden diese Muster auf Bildschirmröhren, die aus alten Schwarzweiß-Fernsehern ausgebaut wurden. Die Röhren wiederum werden als Installation gezeigt. Sie hängen von der Decke. Damit ist die Präsentation aber noch nicht vollständig. Denn der Ausstellungsbesucher, der Betrachter und Zuhörer zugleich ist, ist zur Interaktion aufgefordert. Zum Teil live eingespielte elektronische Klänge erzeugen kunstvolle Strukturen. Diese sich selbstorganisierenden Prozesse zwischen Klang und Bild verändern sich durch entsprechende Interaktionen des Publikums oder auch durch andere Systemeinflüsse. Zur Eröffnung gibt es eine Performance mit „4614“ sowie ein Künstlergespräch. Weiterhin sollte man sich die Sonderveranstaltungen vom 15. bis 18. Dezember vormerken. Es werden audiovisuelle CRT Kompositionen von Aukha vorgeführt.
Alle Termine hierzu unter crtemergenz.blogspot.de oder
facebook.com/crtemergenz.

BBK NÜRNBERG
Galerie Hirtengasse. Hirtengasse 3, Nbg.
Mi-So 13-18 Uhr u. n. V.
bbk-nuernberg.de


Eröffnung: Samstag, 3. Dezember, 19 Uhr
4. bis 31. Dezember
SUSANNE NEUMANN: SACRO BOSCO
Das künstlerische Thema und zugleich Herzensangelegenheit von Susanne Neumann ist seit geraumer Zeit der Wald. Das lässt schon der Ausstellungstitel anklingen. Sacro Bosco (Heiliger Hein) ist der Name eines im 16. Jahrhundert angelegten bewaldeten Parks bei Bomarzo in Italien, der mit zahlreichen an Fabelwesen erinnernde Riesenskulpturen bestückt wurde. Sacro Bosco dient der Künstlerin als Ausgangspunkt für ihre Installation im Kohlenhof, in der sie sich mit verschiedenen medialen Mitteln dem weit zu fassenden Komplex Wald annähert: Wald als Mythos und Projektionsfläche, aber auch als Rohstofflieferant und Freizeit- und Tourismusziel. Hierbei geht es der 1975 in Waldsassen (Oberpfalz) geborenen Susanne Neumann „vor allem um die Kunst der Inszenierung von Waldeinsamkeit und Waldesnacht, von Waldesweite und Waldesrauschen mit Mitteln der Malerei und Installation“ (Pressetext). Zur Eröffnung gibt es eine Performance von Chriska Wagner. Und am Samstag, 17. Dezember, 20 Uhr geben die „Diamond Dogs” ein Konzert.

KUNSTVEREIN KOHLENHOF
Grasersgasse 15/21, Nbg
Täglich 10-16 Uhr
kunstvereinkohlenhof.de


Eröffnung: Sonntag 15. Januar 2017, 11 Uhr
15. Januar bis 12./17./23./26. Februar 2017
4. BIENNALE ZEICHNUNG
Mit der 4. Biennale Zeichnung erwartet alle Kunstfreunde gleich zu Beginn des neuen Jahres ein Highlight. An sieben Orten in fünf verschiedenen Städten der Region werden unter Federführung des Galeriehaus’ Nord bekannte und noch zu entdeckende KünstlerInnen vorgestellt, die sich vor allem mit dem Medium der Zeichnung befassen. Für die Auswahl zeichnet jeder Ausstellungsort selbst verantwortlich. Insofern ist auch diesmal wieder mit einem breitgefächerten Spektrum zu rechnen. Denn: „Zeichnung ist längst nicht mehr nur ein Erzeugen von Linien auf Papier. Zeichnung kann Skulptur sein und Rauminstallation, Selbstbefragung, Prozess oder Relikt einer Aktion – einfach jedes lineare Geschehen …“ (H.-P. Miksch, Kunstgalerie Fürth).
Die Broschüre gibt es als Download: galeriehaus-nuernberg-nord.de

Und hier die Orte und alle Beteiligten:

Bis 12. Februar
SELCUK DIZLEK, RUTH LOIBL, ANNETTE VOIGT
KUNSTMUSEUM ERLANGEN
LOEWENICHSCHES PALAIS
Nürnberger Str. 9, Erlangen
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa/So/Feiertag 11-16 Uhr
erlangen.de/kunstmuseum

Bis 26. Februar
MATTHIAS EGERSDÖRFER, RENATE SELLESNICK, BASTIAN SPIEGEL
GALERIE BERNSTEINZIMMER
Großweidenmühlstr. 11, Nbg
Sa/So 15-19 Uhr
galerie-bernsteinzimmer.de

Bis 26. Februar
ANGELIKA ARENDT
GALERIEHAUS NORD
Wurzelbauerstr. 29, Nbg
Di/Mi 11-16 Uhr, Do/Fr 11-13 Uhr, So 11-16 Uhr
galeriehaus-nuernberg-nord.de

Bis 26. Februar
MONIKA BARTHOLOMÉ UND DAS MUSEUM FÜR ZEICHNUNG
KUNSTGALERIE FÜRTH
Königsplatz 1, Fürth
Mi-Sa 13-18 Uhr, So/Feiertage  (außer Mo+Di) 11-17 Uhr
kunst-galerie-fuerth.de

Bis 23. Februar
GÜNTER WALTER
KUNSTVEREIN ERLANGEN
Hauptstraße 72, Erlangen
Di, Mi und Fr 15-18 Uhr, Do 15-19 Uhr, Sa, 11-14 Uhr
kunstverein-erlangen.de

Bis 17. Februar
SERENA AMREIN
MUK - KUNSTVEREIN ZIRNDORF
IN DER GALERIE PINDER PARK
Im Pinderpark 7, Zirndorf
Do/Fr 15-18 Uhr
kunstverein-zirndorf.de

Bis 12. Februar
FREDDER WANOTH
STÄDTISCHE GALERIE SCHWABACH
Königsplatz 29a, Schwabach
Do/Fr 11-18, Sa 10-13, So/Feiertag 13-16 Uhr.
kuenstlerbund-schwabach.de

Weitere Informationen findet man auch auf den jeweiligen Websites oder unter: facebook.com/BiennaleDerZeichnung


Eröffnung: Samstag, 21. Januar 2017
22. Januar bis 23. April 2017
JÜRGEN TELLER
Der großartig unkonventionelle und inzwischen große Fotograf Jürgen Teller (*1964) wuchs im kleinen Bubenreuth bei Erlangen auf. Vor vielen Jahren zog er nach London aus, um, wie lange zu befürchten war, seiner Heimat für immer den Rücken zu kehren. Doch seit geraumer Zeit streift er wieder durch Franken, was unter anderem der Tatsache geschuldet ist, dass er eine Professur an der hiesigen Kunstakademie angenommen hat. Seine ungeschönten Werbefotografien, die er für zahlreiche elitäre Modemarken gemacht hat, sind Kult – ebenso die mitunter schonungslose fotografische Bespiegelung seiner selbst sowie seines familiären und persönlichen Umfeldes. Auch diese Bilder sind gleichermaßen bizarr und skurril. In seiner Erlanger Einzelschau strebt Teller einen expliziten Bezug zur Heimat an. Das sollte man sich anschauen.
Zuvor ist noch der Kunstverein Erlangen mit seiner Mitgliederausstellung zu Gast in den Räumen des Kunstpalais. Eröffnung ist hier am Samstag, 11. Dezember, 19 Uhr. Die Schau geht bis zum 5.1.2017. Infos unter: kunstverein-erlangen.de.

KUNSTPALAIS ERLANGEN
Palais Stutterheim. Marktplatz 1,
Erlangen. Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr.
kunstpalais.de / kunstverein-erlangen.de




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