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MAGAZIN // CURT BERICHTET

curts Club-Kolumne 15
Samstag, 17. Dezember 2011
Eine gute Chance für unsern Glubb heute in Leverkusen könnte sein, das bei der Werkself seit gestern nur die Namen Messi, Xavi, Iniesta, Barcelona usw. im Gerhin rumschwirren. Hoffen wir zumindest.


Bayer hat Barca im Kopf, aber den Club vor der Brust

Nach einem guten Saisonstart ist der 1. FC Nürnberg inzwischen bis auf den Relegationsplatz 16 abgestürzt. Nur ein Sieg aus den vergangenen elf Spielen ist eine ernüchternde bis erschütternde Bilanz und lässt wenig Spielraum für große Hoffnungen, dass es zum Hinrundenabschluss mit einem Sieg klappen könnte. Am Samstag wartet mit Bayer Leverkusen nicht gerade ein Bundesliga-Leichtgewicht auf den 1.FCN. Der Werksklub hat in der Champions League gerade das große Los gezogen und darf sich im Achtelfinale mit Titelverteidiger FC Barcelona messen. Dagegen erscheint der Club nur als lästige Pflichtaufgabe für das Star-Ensemble um Ex-Nationalspieler Michael Ballack. Doch Club-Coach Dieter Hecking hat zumindest einen Plan und ein bisschen was ausgeheckt: „Wir müssen uns zusammenraufen. Und mutig und mit Risiko spielen“, sagt der 47-Jährige. Hoffentlich wird’s nicht wieder eine bittere Pille für den Club.


Der Nächste, bitte: Saison der Leiden

Die Meldungen gleichen sich Woche für Woche. Nur die Namen der verletzten Club-Spieler variieren. Diesmal erwischte es Juri Judt, der sich im Training eine Knöchelverletzung zuzog. Gut, unter normalen Umständen wäre es leicht zu verkraften, dass der schweigsame Allrounder ausfällt. Aber was ist schon normal in dieser Saison der Leiden. Nach Javier Pinola sehnt man sich schon gar nicht mehr, so lange fehlt der giftige Gaucho schon. Wobei, wenn man die Auftritte von seinem Vertreter Marvin Plattenhardt verfolgt, schreit das Herz förmlich nach einem Pinola in halbwegs passabler Form. Per Nilsson hat in dieser Saison wegen seiner Achillessehnen-OP auch noch keinen Auftrag. Mike Frantz und Jung-Profi Markus Mendler können ebenfalls nicht mit nach Leverkusen reisen. Und Timothy Chandler muss eine Rot-Sperre absitzen. Plattenhardt (Adduktoren) und Angreifer Tomas Pekhart (Grippe) sind noch dazu in einem Formtief und auch noch körperlich angeschlagen. „Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, wer morgen in den Bus nach Leverkusen steigt“, flüchtete sich Trainer Dieter Hecking in Galgenhumor. Voll besetzt wird er jedenfalls nicht sein.



Bader aka Bob the Builder

„Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“, philosophierte Martin Bader vor dem Spiel gegen Leverkusen. Der Club-Manager ruht fast schon „Buddha-like“ in sich Auch von den vergangenen Ergebnissen lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen. Wobei die Sorgenfalten bei ihm dennoch ein wenig tiefer geworden sind, wie er selbst zugibt. „Aber es stimmt vieles in der Mannschaft“, bemüht er sich um Nachsicht für die Spieler. Aber irgendwann geht selbst dem größten Fan mal die Geduld flöten und der Manager muss aufpassen, dass ihm die Steine dann nicht auf die Füße fallen. Spätestens im Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth sollte der Club mal wieder einen Brocken aus dem Weg räumen. Sonst war´s das mit fröhlichen Weihnachten. Hobb etz, Glubb!


Sergio Karate

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