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MAGAZIN // CURT BERICHTET

curts Club-Kolumne 13
Freitag, 2. Dezember 2011
Am morgigen Sonntag gehts für unseren Club in die Hansestadt zum Tabellennachbarn HSV. Eine gute Gelegenheit sich von den Niederungen der Tabelle ein wenig abzusetzen.


Nach der Negativserie ist vor dem Positivlauf

Acht Spiele hatte der Club nicht mehr gewonnen. Wie sich ein Sieg anfühlt, kannten die Spieler nur noch vom Hören-Sagen. Gegen den 1. FC Kaiserslautern hat es vergangene Woche endlich wieder geklappt. „Ich weiß auch, dass eine Schwalbe noch keinen Sommer macht“, sagt Club Coach Dieter Hecking. Aber auf den Geschmack ist er trotzdem gekommen. Gegen den Hamburger SV will er am Sonntag 15.30 Uhr unbedingt drei Punkte nachlegen: „Ein weiterer Sieg wäre phantastisch, dann könnten wir uns wieder ein bisschen absetzen und unsere lange Durststrecke wäre vergessen gemacht.“ Und gegen einen Positivlauf hätte bei den Club-Fans sicher auch keiner was.


Hamburg, kein Kerle

Sechs Spiele keine Niederlage, aber auch nur ein Sieg. Richtig gut steht der Hamburger SV ja nicht da. Nach dem Umbruch und dem forcierten Jugendstil fehlt es ihnen an echten Kerlen. Selbst der ehemalige Cluberer David Jarolim ist nicht mehr gut genug. Zwischenzeitlich hatte der HSV sogar die Rote Laterne inne, hat sich nun aber von den Abstiegsplätzen distanziert und liegt einen Punkt hinter dem Club auf Rang 15. Das Selbstvertrauen ist dafür - sagen wir mal - überproportional ausgeprägt. Denn in Hamburg wird der Club überhaupt nicht für voll genommen. „Ich höre nur davon, dass wir für den HSV eine Pflichtaufgabe sind“, grumelte deshalb auch FCN-Coach Dieter Hecking. Leichte Beute will er an der Waterkant aber nicht sein: „Wenn der Druck da ist, kann das auch zu Verkrampfung führen.“ Hoffentlich verschlucken sich die Hamburger am Club, mit einem „Happs“ ist der jedenfalls sicher nicht im Mund!


Geld stinkt nicht, Fischköpfe schon

In Sachen Stadionnamen sind die Hamburger aber noch mehr zu belächeln als der Club. Gut, mit einem easy-Credit-Stadion muss man die Klappe nicht wirklich weit aufreißen, aber was sich die Nordlichter schon alles einfallen haben lassen, spottet jeder Beschreibung. Zunächst verscherbelte der HSV den Namen seines neuen Stadions an einen Internetanbieter. Die AOL-Arena war geboren. Doch nach Auslaufen des Vertrages schmiss man sich der Bankerbranche an den Hals und es folgte die HSH Nordbank Arena. Auch der Deal hielt nicht ewig, es fand sich aber schnell ein neuer potenter Geldgeber und seitdem nennt sich die Heimspielstätte der Hanseaten Imtech-Arena. Noch fragen? In Hamburg scheint man sich zu sagen: „Geld stinkt nicht.“ Aber Fischköpfe schon! Hopp etz, Glubb!


Sergio Karate

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