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MAGAZIN // CURT BERICHTET

curts Club-Kolumne 12
Freitag, 25. November 2011
Nach dem doch recht ernüchternden Auftritts letzte Woche bei den Freunden aus Schalke, gibts Kaiserslautern dieses WE keine Ausreden mehr. Ein Sieg muss her!


Wat mut, det mut – gegen die Roten Teufel

Kein Muss-Spiel, kein Endspiel – aber ein wichtiges Spiel, meinte Club-Coach Dieter Hecking vor dem Heimspiel gegen den Tabellennachbarn 1. FC Kaiserslautern am Samstag (15.30 Uhr). Gut, Nürnberg muss das Spiel gegen die Roten Teufel aus der Pfalz nicht gewinnen und es ist auch nicht das letzte Spiel der Saison. Soweit hat der 47-Jährige durchaus recht. Aber wenn sein Team auch im neunten Anlauf in Serie nicht gewinnt, dann schaut´s langsam zappenduster aus. So gesehen ist es eher ein Wat-mut-det-mut-Spiel. Denn das Tabellenende ist bereits in Sichtweite, nachdem der Hamburger SV das Siegen auch wieder gelernt hat. Einzig Aufsteiger FC Augsburg gibt sich weiter wie ein Absteiger. Sonst schwächelt nur der SC Freiburg noch mehr als der Club. Zuversichtlich macht Hecking, dass gegen Schalke 04 „nicht alles schlecht“ war. „Zieht man die vier Gegentore ab, hat Schalke aus dem Spiel heraus keine Chance mehr gehabt“, sagte er. Aber warum sollte man die vier Gegentor denn überhaupt abziehen? Die waren doch astrein. Verstehe, wer will. Bleibt nur zu hoffen, dass der Trainer nach dem Spiel nicht wieder seine exklusiven Rechenbeispiele anführen muss, um eine Niederlage schönzureden.


Pekhart steht zum Club

Bei der denkwürdigen Pleite gegen den FC Schalke 04 – ja genau, null vier wie auch das Endergebnis – fehlte Tomas Pekhart entschuldigt. Der Stürmer wäre mit dem Kopf nicht bei der Sache gewesen und bat deshalb, in seiner tschechischen Heimat im Kreise der Familie um seine verstorbene Oma trauern zu dürfen. Der Club entsprach diesem Wunsch. Ein Zeichen von Größe! Nun bedankt sich Pekhart, mit drei Treffern der zielsicherste FCN-Spieler, auf seine Weise: Er stellt sich für das Spiel gegen Kaiserslautern ganz in den Dienst der Mannschaft und verzichtet darauf, der Beerdigung seiner Oma, die ihn mit großgezogen hatte, beizuwohnen. Das wiederum rechnet ihm der Club als professionelle Einstellung an.


Wollscheid sagt Bye, Bye und wechselt zu Bayer

Holla – die Waldfee: Für sieben Millionen Euro muss ne alte Oma ordentlich stricken oder ein Sandler jede Menge Pfandflaschen einsammeln. Es ist kein Wunder und nicht mal eine Überraschung, dass der Club auf die Penunzen vom Pillenverein Bayer Leverkusen angewiesen ist und seinen besten Innenverteidiger ziehen lässt. Noch dazu, wenn der unbedingt wechseln will. Gut, die Neben- und Nachwirkungen sind schwer abzusehen. Ob es bei Kopfschmerzen bei der Suche nach einem adäquaten Ersatzmann bleibt, wird sich zeigen. Aber für schlappe sieben Millionen kann sich der 1. FCN aber in allen Mannschaftsteilen personell aufhübschen. Vermutlich werden sie sich beim 1. FC Saarbrücken schon verbarrikadieren und das Trainingsgelände absperren. Dort nämlich hat der Club vor eineinhalb Jahren den schlaksigen Abräumer ausgegrabenn, neben Wollscheid aber auch noch Mike Frantz und Manuel Zeitz an den Valznerweiher gelotst. In Saarbrücken beißen sie sich heute noch ins Sitzfleisch, weil sie Wollscheid einst als untauglich deklarierten und in die zweite Mannschaft abgeschoben haben. Dann vielleicht doch mit Stricken versuchen, liebe Saarbrückener! Hobb etz, Glubb!


Sergio Karate

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