Am Freitag, 14. Oktober, um 20 Uhr wird angezapft zum neuen Nürnberger Clubfestival, das (um 20:45 Uhr) in der Soundbar Mitte mit einem Gig vom Meister aller Trashklassen höchstpersönlich feierlich eröffnet wird.
Warum Bird dabei auf seine Gage verzichtet, was sein Label Avantpop mit dem Festival zu tun hat und was The Audience gerade so treiben, hat er uns im finalen Teil unserer kleinen Serie "Auf dem Weg zu: Nürnberg.Pop" verraten:
Auf Nürnberg Pop trittst du als Bird Berlin auf. Warum nicht mit The Audience?
Mit The Audience haben wir uns grad so ein wenig ins Kreative zurückgezogen. Wir sind jetzt seit April im Studio und produzieren unser nächstes Album. Ab Februar wird es dann aber wieder heiß auf den Tanzflächen der Clubs. Und Bird Berlin weil das insgesamt mit dem Festivalsong und dem poppigen ganz gut passt.
Was dürfen wir vom nächsten Audience Album erwarten?
Man darf aufgeregt sein und sich vor lauter Spannung schon mal ruhig die Hände runzlig schwitzen. Es ist wohl das intensivste was wir je aufgenommen haben. Sehr dynamisch, an manchen Stellen brachial, an anderen melodiös und versöhnend. Wir ziehen uns etwas aus dem poppigen Kosmos heraus und springen in das Extatische hinein. Es wird ein Vergnügen werden dieses Album live auf die Bühne zu transportieren. Es ist vielleicht schon mal zu empfehlen sich für den nächsten Frühling fiebriges Schuhwerk zuzulegen. Es darf bald wieder getanzt werden.
Wird es neue Stücke von Bird Berlin zum Hören geben?
Die Frage ist wie immer mit JA zu beantworten. Ob es dann auf der Bühne wirklich umsetzbar ist wird sich zeigen. Die Chancen stehen bei Nürnberg Pop so gut wie noch nie neue Stücke von mir zu hören.
Du betreibst das Label Avantpop, und kümmerst dich dabei auch um den Tapesampler für Nürnberg Pop. Wer wird da alles drauf sein und wo gibt es den?
Ich möchte es noch ein bisschen spannend halten. So viel... Es wird sehr schöne Musik darauf sein mit einigen unveröffentlichten Schmankerln.
Warum eigentlich auf Tape?
Tape, weil schöne Dinge schön sind. Ich glaube es wird ein sehr schnuckeliger auf 100 Exemplare limitierter Sampler werden, der das Festival in seinem Augenmerk auf die kleinen versteckten Spezialitäten gut wiederspiegeln kann.
Auf welche andere Band freust du dich selbst am meisten?
Natürlich auf alle (grinst). Nein, ich kann mich da nicht auf eine beschränken...Ich freue mich sehr auf WhoMadeWho, Yucca und natürlich Reflekta • Reflekta.
Warum verzichtest du auf deine Auftrittsgage?
Ich finde es Superduperspitzenklasse, dass das Festival-Team so etwas anpackt. Es ist sehr schön, dass es Menschen in Nürnberg gibt, die Lust auf gute Musik haben und auch die Eier an der richtigen Stelle, um so etwas aufzuziehen. Da unterstütze ich Nbg.Pop sehr gern mit der kleinen Geste. Und so durfte ich auch mit Avantpop einen minimalen Beitrag zu dem bestimmt sehr aufregenden Abend beitragen.
Gehst du neben deiner Tätigkeit als Labelchef, Radiomoderator, DJ, und Sänger (haben wir da noch was vergessen?) noch einen „normalen“ Beruf nach?
Ja. Ich arbeite 3 Tage die Woche als Erzieher und kann so meine Rechnungen bezahlen und darf ab und an mit Avantpop in stetiger Regelmäßigkeit Platten von tollen Bands wie „We Fade To Grey“, „Wings of Love“ oder wie es jetzt gerade ansteht „Reflekta • Reflekta“ veröffentlichen.