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So war: Beach House im E-Werk |
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Freitag, 20. August 2010 |
„Erlangen... beautiful.“ Als Victoria Legrand das sagt, ist es längst um die Anwesenden geschehen. Beach House erfüllen Träume. Braucht da wirklich noch jemand das in ihrem Zusammenhang gerne mal zitierte Haus am Strand?
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++ Es sollte eingangs erwähnt sein, dass nicht wie angekündigt der Chiemgauer Songwriter Angela Aux im Vorprogramm spielte, sondern ein Live-Bandmitglied von Beach House. Im aufmerksamen Publikum zirkuliert ziemlich schnell der „John Denver für Arme“ und das trifft es eigentlich auch schon. Größtenteils modale, auf der E-Gitarre gespielte Folkpickings und dazu eine Stimme, die nach weiten Prärien klingen soll, aber de facto nach der quäkenden Hilflosigkeit eines Heimatlosen klingt. Ein Glück, dass der Gute seinen letzten Song auch als solchen ankündigt, sonst hätte es noch mehr Besucher auf eine Portion Frischluftzufuhr wahlweise Nikotin hinaus gezogen.
Waren aber alle wieder da, als Beach House die Bühne betreten. Drei mächtige Stoffpyramiden im Hintergrund, indirektes grünes Licht, vier nebeneinander stehende Umrisse samt Instrumentarium. Es werde Musik. Victoria Legrand entzückt von der ersten Sekunde an. Nicht nur ob ihrer Haarpracht, die Vergleiche mit einem jungen Robert Plant oder auch eine Janis Joplin quasi herausfordert. Aber vor allem ob ihres überragenden Stimmorgans, das solche Vergleiche durchaus unterstreicht, ohne dabei auch nur ansatzweise wie eine Kopie zu wirken. Zu weiblich für Plant, zu wenig Kippen und Whiskey für Joplin. Stattdessen eine hypnotische Schönheit, die ihre Botschaften mit unglaublicher Anmut vorträgt. Pop zum Träumen. Klingt schöner als Dreampop. Alex Scully, die zwei Begleitmusiker und der Mann am Mischpult sollen dabei keinesfalls untergehen. Ihre musikalische Umsetzung der Songs für die Bühne und der Sound nach außen sind eine grandiose Basis für eine Frontfrau, die lieber Teil des Ganzen ist, als sich in den Vordergrund zu drängen. Raum und Zeit scheinen sich zu erweitern, spätestens als bei „Norway“ ein Sternenhimmel am Bühnenrücken zu funkeln beginnt, ist man ganz woanders mit sich und dieser Darbietung. Inklusive zwei Zugaben 60 außergewöhnlich intensive Minuten. Schade bloß, dass sich das nicht mehr Menschen gegönnt haben (die schon verkleinerte Clubbühne war zu etwa zwei Dritteln gefüllt). Erlangen ist ja wirklich nicht so weit weg. Beach House schon, denn das war der letzte Gig dieser Tour in Deutschland. Hoffentlich kommen sie bald wieder. Zeit um durchzuatmen. Zeit um sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Möglicherweise, aber nicht zwingender Weise im Haus am Strand. Ein solcher Konzertabend wäre da durchaus ein würdiger Beginn...
(dl)
JENS | 23.08.2010 | 12:16 Großartig wars! |
FREDDY | 20.08.2010 | 13:11 Die waren auch privat voll nett. cool ist daß sie Bier trinkt, das mag ich bei frauen! |
FUNKYANDY | 20.08.2010 | 11:05 Mich hat sie mit ihrer Haarpracht irgendwie gleich an Rousseau von Lost erinnert. Aber in der Tat ganz schönes Konzert und endlich mal jemand, der Lichter oder Visuals wirklich zur Musik einsetzt. |
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