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Ankündigung: Immergut Festival |
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Mittwoch, 19. Mai 2010 |
Und es geht doch weiter. Nachdem 2009 beim Immergut Festival alles auf Abschied programmiert und zumindest für uns hier im Süden lange unklar war, ob es überhaupt eine weitere Ausgabe des kleinen sympathischen Festivals bei Neustrelitz geben würde, steht nun das Line Up des elften Jahrgangs. Neues Team, ähnliche Ausrichtung: Gitarren-Indie steht nach wie vor im Fokus, Ausflüge in alle möglichen Richtungen aber natürlich möglich.
„Alles Indianer“ - so lautet das Motto des elften Immergut Festivals. Vielleicht ein erster Hinweis auf die Deko des diesjährigen Immergut, möglicherweise aber auch eine Anspielung darauf, dass das Immergut Festival inzwischen fast wie ein bedrohtes Volk von Ureinwohnern wirkt. Das Immergut war eines der ersten seiner Art und ist inzwischen scheinbar nur noch eines von vielen, wenn man einen Blick auf die deutsche Open-Air-Landschaft wirft oder die Etablierung der Marke „Festivalguide“ betrachtet. Zahlreiche kleine bis mittelgroße Festivals sind in den letzten Jahren entstanden und haben durch eine größere Streuung den Zwang in die entlegensten Winkel Deutschlands oder Europas zu fahren überflüssig gemacht. Wozu irgendwo in die Pampa reisen, wenn der heiße Scheiß von morgen doch inzwischen auch um die Ecke spielt?
Das große Familientreffen namens Immergut geht trotzdem weiter. Mit neuen Leuten an der ein oder anderen Stelle. Vielleicht auch mit neuen Ideen, aber definitiv auch mit dem bewährten Konzept. Entspannte Atmosphäre an zwei Tagen, integriert in die tolle Landschaft der Mecklenburgische Seenplatte. Fernab von der Massenabfertigung anderer Festivals, irgendwo zwischen Wald und Wiesen, da wo sich Indiepop und Indietronic Gute Nacht sagen. Die Glanzlichter in diesem Jahr aus unserer ganz subjektiven Perspektive lauten: Tokyo Police Club, The Go! Team, We Were Promised Jetpacks, An Horse, Ja,Panik, Lali Puna und William Fitzsimmons.
Und am Ende kann man auch mal persönlich werden: Zum ersten Mal seit 2004 kann ich selbst nicht dort sein. Aus Zeitgründen. Das tut weh. Ernsthaft. Eine der wenigen Konstanten der letzten Jahre bricht weg, also fahrt wenigstens ihr hin. Für mich. Für das liebe Immergut-Team. Für die tollen Bands. Für Eis am Kreis. Für tagsüber an einem der Badeseen abschimmeln und abends Musik genießen. Denn darum geht es: um Musik. Das vergessen inzwischen scheinbar einige andere Festivals.
[Text: Sebastian Gloser // Fotos: Niklas Wolter und Thomas Victor]
www.immergutrocken.de
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