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So war: Muse |
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Freitag, 27. November 2009 |
Sie wirken wie die Mus(e) ik - Götter des Olymp. In der ausverkauften Münchner Olympiahalle. Als das Konzert beginnt...
... Dominic Howard, Christopher Wolstenholme und Matthew Bellamy stehen jeweils auf einer eigenen Plattform in gut zehn Meter Höhe. In der Mitte von drei Türmen. Die wirken erst wie Teile der Bühne, spalten sich dann jedoch und erwachen wie riesige Säulen zum Leben. Dann fallen die darauf projizierten gleichförmigen Männer, die die Treppen eines Bürohauses auf und absteigen, plötzlich alle herab. Mit ihnen fällt die Fassade der drei Türme in sich zusammen und ein Schatz wird preisgegeben: Muse.
Wahrscheinlich grinsen die drei Protagonisten etwas bei dem Anblick von 12.000 kleinen "Musen". Das kann man aber nicht wirklich sehen. So groß und aufmerksamkeitsfesselnd wirkt sogleich die überwältigende Bühnenshow. Die drei Türme fungieren als auf- und abfahrende Bühne und als Projektionsfläche. Von oben Kameras und Licht - von unten Jubel. Und ein Blitzlichtgewitter.
Die Show ist perfekt inszeniert. So perfekt, dass man sich doch etwas mehr Interaktion zwischen der Band und dem Publikum gewünscht hätte. Zwar bedankt sich Drummer Dominic Howard mit einem "You guys are fucking mental down there!" am Schluss bei der hüpfenden Menge. Von Sänger & Gitarrist Matthew Bellamy hört man bis auf ein paar „Thank you!“ „Danke!“ und „You rock, München“ leider nichts. Dafür singt und spielte er so hingebungsvoll und eindringlich, wie man es von ihm gewohnt ist. Von Klassikern wie "Plug In Baby", "Stockholm Syndrome" und "Starlight" geht es hin und her und immer wieder zu den neuen Stücken. Weder "United States Of Eurasia" (inklusive pink illuminiertem Flügel), noch "Exogenesis: Symphony Pt. I" fehlen, um das musikalische Gesamtbild zu komplettieren. Ein Erlebnis, das einschlägt. Selbst das kleinste LED-Flackern ist auf die Musik abgestimmt. Detailverliebtheit auf artrock-britisch quasi. Dadurch allerdings ist die Band stets in "gutes" Licht getaucht. Rauch ist auch dabei. Am Ende. Rings herum um die Band und durch geysirartige Fontänen. Muse geben wirklich alles.
In der Summe: Zwar nicht mit Schirm, Charme und Melone aber dafür mit Olympsäulen, Rock-Portfolio und allem, was zur Superlative eben dazu gehört.
Text und Fotos: Sebastian Hofer
MCGUYVER | 29.11.2009 | 18:53 Kann mir nicht denken, dass behördliche Auflagen vorschreiben die Bässe und Höhen voll reinzudrehen, die Mitteltöne aber voll rauszunehmen. Gerade bei RIP war das doch der größte Unfug. Die Bässe hat man noch bis Altdorf gehört (kein Witz!), aber vor der Bühne konnte man sich locker unterhalten. Funktionieren die behördlichen Messgeräte nur bei den Mitteltonfrequenzen?
Bei RIP war das natürlich ganz extrem, ähnlich ist das aber auch in der Arena, im Zenith und eben in der Olympiahalle, bei der die Hallenakustik sicherlich nicht die beste ist, aber mit dieser Geschichte nichts zu tun hat. |
BARNI | 29.11.2009 | 17:50 Die "filigranen Boxentürme" sind zumindest im Indoor Bereich bestimmt nicht daran schuld. Diese Line Arrays sind wohl wesentlich leistungsfähiger als diese Gewaltigen Boxentürme von vor 10 Jahren. Der Grund werden wohl eher behördliche Auflagen und die Münchner Architekten sein. Die Olympiahalle ist akkustisch extrem mies. |
MIGHTYMOJO | 27.11.2009 | 20:15 ...oder gesetzliche auflagen? Darf man auf Konzerten eigentlich noch rauchen? War schon lang nicht mehr |
MCGUYVER | 27.11.2009 | 13:51 dem ist nur hinzuzufügen, dass die Akustik - Rock-im-Park-like - im Mitteltonbereich viel zu leise war. Man konnte sich im vorderen Drittel noch bequem unterhalten.
So langsam gewinne ich den Eindruck, dass die neueren filigranen Boxentürme, die mittlerweile auf allen großbühnen zu finden sind nicht ganz unschuldig daran sind. |
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