|
#56 |
|
Donnerstag, 6. August 2009 |
VORWORT
Wenn man ehrlich ist, kann das Leben in einer Großstadt auch mal ganz schön langweilig werden. Wenn man jeden Tag zur selben Uhrzeit aufsteht, zur Schule, in die Arbeit oder die Uni geht, zur selben Zeit isst, immer die selben Menschen trifft, am Abend noch was trinkt,
zu Bett geht, nur um am nächsten Tag den vorherigen zu wiederholen, dann hat einen der Trott voll im Griff. Ödnis pur.
Wer die Zeit zwischen den Wochenenden nicht mehr damit verbringen will, Papierflieger durch den Hörsaal gleiten zu lassen, abgerissene Post-its wieder sauber aufeinanderzukleben oder die Mittagskarte in der Kantine für den kompletten Monat im Voraus auswendig zu lernen, für den habe ich einen totalen Knaller und Langeweile-Killer. Aufgepasst:
„Die U-Bahn-Reise nach Jerusalem“ ist ein Action-Spiel für alle, die öfter mal unterirdisch unterwegs sind und den Thrill im Tunnel suchen. Die Regeln sind simpel: Man stellt sich alleine oder mit einigen Mitspielern an einem Bahnsteigende auf und wartet auf die einfahrende U-Bahn. Sobald diese steht und die Türen aufgehen, läuft man so schnell man kann los, immer an der Bahn entlang, und versucht, so viele Wagons wie möglich hinter sich zu lassen, bevor man dann – rechtzeitig, bevor sich die Türen schließen – in einen Wagen springt und losfährt. Wenn man alleine spielt, sollte man sich eine tägliche Steigerung seiner Leistung vornehmen, in der Gruppe hat natürlich gewonnen, wer weiter kommt. Sollte man das Ende – oder den Anfang, je nachdem, von welcher Seite man anfängt – des Zuges erreicht haben, bevor die Türen schließen, läuft man einfach zurück.
Eine Steigerung stellen S-Bahnen oder Züge dar, da sie mehr Wagons haben und längere Taktungen. Man riskiert also empfindliche Wartezeiten, wenn man es nicht mehr in den Zug schafft. Als Variante sind auch Dauerwertungen über mehrere Wochen, Monate oder Spielzeiten denkbar, die sich zum Beispiel an der Bundesliga orientieren können. Im Übrigen muss natürlich der gesamte Spieler im Abteil landen, um seine Weite gewertet zu bekommen. Eingeworfene Laptoptaschen, Teile der Bekleidung oder gar Kleintiere sind selbstverständlich nicht gültig und führen zu Punktabzug. Ebenso werden in Türen eingeklemmte Gliedmaßen mit Strafen geahndet, das Mitgeschleiftwerden von der Bahn – zum Beispiel aufgrund eines Fußes, den man gerade noch in die Tür bekommen hat – sogar zur Disqualifikation. Denn wie in jedem Sport gilt auch hier: Safety
irst! Und jetzt, zurückbleiben, bitte!
Euer Thomas
Download :: PDF :: 11,5 MB |