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MUSIK

curt verlinkt die Stadt - das große Weihnachtsmixtape 2008
Samstag, 6. Dezember 2008
Wie bereits in unserer Printausgabe angekündigt, findet Weihnachten dieses Jahr aus erfindlichen Gründen bereits an Nikolaus statt. Zumindest musikalisch gesehen. Und zwar gibt jetzt schon Geschenke, 20 an der Zahl.

Es hat sich viel getan im Musikjahr 2008 der Metropolregion. Tolle Releases von The Audience, John Q Irritated, Micha Klang, Here Comes Conclusion oder Wrongkong zum Beispiel. Oder Verstärker, die erste Musikmesse für die Szene der Metropolregion, wo man Bands wie The Grand Sports, Ibsen, Die Dadajugend oder Erra Love & Phango Bloch entdecken konnte. Ganz zu schweigen von den vielen Partys und Konzerten, die unsere lokalen Bands und Künstler auf die Beine gestellt haben. Fakt ist, das musikalische Netzwerk ist im vergangenen Jahr einen gehörigen Schritt zusammen gewachsen. Das haben auch wir zu spüren bekommen und als unsere Musikredaktion kürzlich die Rundfrage nach einem gemeinsamen Weihnachtsgeschenk für die vielen Fans und Musikliebhaber startete, schallte es uns von allen Seiten in Sachen Mixtape entgegen. Das Ergebnis: 20 Künstler schenken euch einen Track zu Weihnachten. Viel Spaß beim "Auspacken":

Sutcliffe _ Jose Y Pablo Con Maria
Das nach dem kurzzeitigen Beatlesmitglied Stuart Sutcliffe benannte Quintett orientiert sich in Sachen Sound ehr anderweitig: Beat trifft auf Tarantino, Americana und Desert Rock. Instrumentalsound, bei dem es auf der Bühne statt selbst geschriebener Vocals selbst gebastelte Visuals gibt, damit der bandeigene „instrumentale Kopfkinosoundtrack“ auch als solcher funktioniert. Für euch gibt es den neuen Song „Jose Y Pablo Con Maria“.
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www.myspace.com/sutcliffekopfkino

John Q Irritated _ Mr. Vertigo
Bereits wenige Wochen nach der Veröffentlichung wurden Dirk Hess - im Übrigen der große Bruder von Mango Tree´s Father Tim - und seine Band für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Und das zu Recht. Auch wir haben eine hohe Meinung von „5 Days Of Flat Water“ und alle, die das Album noch nicht kennen, erhalten mit seinem siebten Track „Mr. Vertigo“ hier die Möglichkeit, sich einen kleinen Eindruck zu verschaffen.
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www.myspace.com/johnqirritated

The Great Bertholinis _ The Waltz & The Failure
Die Gerüchteküche über Art und Herkunft dieses neunköpfigen Musikerkollektives brodelt immer noch gewaltig und das, obwohl bekannt ist, dass die Heimat irgendwo zwischen dem kleinen ungarischen Dorf Átánly und der Metropolregion liegt. Eindeutige Sache, oder? Dem fränkischen Teil ihrer Herkunft zeugen sie jedenfalls mit der zigeuneresken Nummer „The Waltz & The Failure“ Tribut, die auf dem im Januar auf Hazelwood erscheinenden neuen Album „Planting A Tree Next To A Book“ drauf sein wird und hier als kleiner exklusiver Teaser zur Verfügung steht.
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www.myspace.com/thegreatbertholinis

Masques _ Madhouse
Zu ihren Einflüssen zählen Masques nicht nur Bands wie Radiohead oder Pink Floyd, da fällt auch mal ein Name wie Johann Sebastian Bach. Das spiegelt sich auch im sphärisch vertrackten multiinstrumentalen Songaufbau wieder. Ruhige Klangteppiche und filigran ausgetüftelter, zu erleben auch auf dem Song „Madhouse“.
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www.myspace.com/masquesrevelation

The Green Apple Sea _ Drum Machines Will Save Mankind (Mikrofisch Cover)
Die Band um den in Erlangen sesshaft gewordenen Songschreiber Stefan Prange setzt sich aus Musikern von unter Anderem Hidalgo, Nolte oder Missouri zusammen. Im ganzen Lande verstreut, trifft man sich, um zu touren oder mal eben eine hoch gelobte Platte wie „Forever Sounds Great“ aufzunehmen. Ein Track des Albums schaffte es sogar auf einen Rare Trax Sampler des Rolling Stone Magazins. Die Coverversion von „Drum Machines Will Save Mankind“ wurde von den zwischen Hamburg und London pendelnden Mikrofisch eigens zum Download freigegeben.
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www.myspace.com/thegreenapplesea
www.myspace.com/mikrofisch

Wrongkong _ Everything`s Faked
In den noch nicht einmal zwei Jahren des Bestehens hat es der fränkisch-kanadische Fünfer bereits aufs Southside und - kürzlich - auf das begehrte On 3 Radio Festival geschafft. Aber auch sonst hat sich viel getan und während sich die erste Single „Real Boy“ noch fleißig durch die Radiostationen spielt, wird an einem neuen Video, einer Remixvinyl und dem neuen Album gebastelt, aus dem es hier einen exklusiven (!) Vorgeschmack gibt.
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www.myspace.com/wrongkong

The Audience _ Shy Runner
Jeder, der das zweite und gerade erst erschienene Album noch nicht hat, verpasst was. Konnte man auch in unserem Review nachlesen. „Dancers And Architects“ war des Weiteren Grund genug, die Band aufs Cover der Novemberausgabe des Print-curt zu nehmen. Ja! Wir stehen auf diese Platte und die grundsympathischen Herrschaften dahinter und wer jetzt tatsächlich immer noch nicht will, soll in Dreiteufelsnamen weiter scrollen. Für den Rest wird es aber allerhöchste Eisenbahn, hier kommt der vierte Track „The Shy Runner“ für den Testlauf.
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www.myspace.com/rocktheaudience

Here Comes Conclusion _ Gone Epic
Mit „Gone Epic“ verschenken Here Comes Conclusion einen Song ihres aktuellen und vielgerühmten (siehe u.a. Sellfish.de, intro) Albums „Oh La La“. Noisegitarren, Punkriffs, Breaks und hervorragendes Songwriting, so schreibt man Postcore 2008. Nicht nur auf Platte, sondern auch live beeindruckend.
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www.myspace.com/herecomesconclusion

Ibsen _ Beautiful Discord
Würden Ibsen aus Washington D.C. stammen statt aus Erlangen, wäre der Plattenvertrag mit Dischord Records schon lang besiegelt. Da würde deren Mischung aus Postrock und Laptop Samples auch perfekt zwischen Bands wie Q and not U und Fugazi reinpassen. Dann gäbe es aber keinen Beitrag von Ibsen für dieses Mixtape und wir hätten uns auch nicht über deren Auftritte beim Endzeit und der Verstärkermesse freuen können. Schon gut so. Für uns.
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www.myspace.com/ibsenband

The Grand Sports _ Everywhere You Go
Seattle is not dead! Einflüsse aus Krautrock über alte Soundgarden-Scheiben bis hin zu den Queen Of The Stoneage werden von dem Trio gekonnt verarbeitet. Das Album „Everywhere You Go“, von dem auch der gleichnamige Download-Song ist, entstand unter prominenter Mithilfe. Unter Anderem Missouris Wuschi und Robin Van Velzen from His Mother, His Son And His Holy Ghost waren an der Produktion beteiligt. Derzeit wird bereits am Nachfolger gewerkelt.
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www.myspace.com/thegrandsports

Hummmel _ Ich
Aus diversen unausweichlich-sympathischen Gründen der einzige Münchner Beitrag. Hummmel (ja, mit drei M) geben sich gern mysteriös. Da steht auf der Myspace-Seite als Wohnort Umea in Schweden statt München in Bayern und bei Konzerten sieht man das Duo nur in Hummelkostümen auf der Bühne. Dazu die Musik mit einer Mischung aus Noiserock und Texten rund um das schwarz-gelbe Insektenvolk, fertig ist das Konzept Hummmel. Hörbeispiel gefällig? Bitteschön:
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www.myspace.com/hummel06

Erra Love _ I Want You So Bad (Too Much Of Dat Fuxxx Vocal Edit)
Aufgrund eines verschrobenen HipHop-Tracks vor drei Jahren geboren. Zusammen mit Phango Bloch größtmögliche Erfolge gesammelt und zwar unter folgender Genrebeschreibung: „Schamloser Ghettotech-IDM-Rap des Todes.“ Die Shows vom inzwischen in Berlin lebenden Erra alias Paluka von Elektronisch Rocken sind eine Wucht und beinhalten auch durchaus mal eine Ballade. Im Distortiongewand. Beweise: „I Want You So Bad“ in der liebevoll betitelten „To Much Of Dat Fuxxx Vocal Edit“.
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www.myspace.com/erralove

Bird Berlin _ Dein Wildes Haar
Ist er es wirklich? Der Sänger von The Audience? Wirklich? Oder ist es doch sein Alter Ego, das sich einen trashigen Spaß mit dem Tanzvolk erlaubt. Des Rätsels Lösung gibt es spätestens, wenn ihr euch den Herren mal live genehmigt. Ihr werdet eure Freude an ihm haben, wetten? Der Song „Dein Wildes Haar“ stammt von der mit Escape Hawaii zusammen gestellte SplitCD „Acid Acid“ und lässt vielleicht erahnen, was da on stage auf einen zukommen könnte...
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www.myspace.com/birdberlin

Dadajugend Polyform _ Dada Jeunesse
Die Dadajugend startet gerade richtig durch. Label, Booking Agentur und Auftritte, die das Trio aus Kulmbach durch ganz Deutschland bis in die Schweiz führen. Haben die auch verdient, denn deren Mischung aus Post Punk, Wave und Elektronika trifft nicht nur den musikalischen Nerv der Zeit, sondern hat auch genug Eigenständigkeit um neben internationalen Bands zu bestehen.
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www.myspace.com/dadajugend

Eve Massacre _ The Last Monchichi
Als Teil des im K4 beheimateten Musikvereins veranstaltet Eve regelmäßig Konzerte und Parties (z.B. It´s The Beat oder Orchid), bei denen sie selbst die Platten dreht. Oder eine ihrer DIY-basierten Punk-Electro-Liveshows zum Besten gibt. Auf ihrem Blog (http://evemassacre.wordpress.com/) gibt es regelmäßig Mixe oder Mash Ups und allerlei Konzertberichte, Tipps und sonstiges Wissenswertes. Der Track „The Last Monchichi“ ist in ihren Worten umschrieben „semi-neu-exklusiv“. Yes!
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www.myspace.com/evemassacrespace

Micha Klang _ Sons Of Mogadisciu
Trotz Glückskind Schallplatten, Kiss Klub, Mothership und dem ganzen Technokram verriet uns der elektronische Tausendsassa, dass er nicht nur wegen der alten Zeiten auf Sonic Youth und die Smashing Pumpkins steht und es auch mal mit der E-Gitarre hatte, bevor der Laptop samt Ableton live seine Lieblingsspielzeuge wurden. Eigens als Netzwerk-Beitrag gibt es ein ganz neues Stück, an dem Micha bis kurz vor dem Onlinegang gewerkelt hat.
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www.myspace.com/michaklang

Michi Melchner _ It Could Be A Sin (Raw Version)
DJ Kontest gewonnen, den Herren Klang kennen gelernt, beim Kiss Klub eingestiegen, erster Release auf dem Moon Harbour Sublabel Cargo Edition („Things You Did“ EP), bald wird auf Eklo Records nachgelegt. Im Übrigen haben uns die beiden Ms beim Interview zu 5 Jahre Kiss Klub versprochen, mal den ein oder anderen gemeinsamen Track für Glückskind Schallplatten zu machen. Da sind wir gespannt, hier gibt es eine ältere Soloproduktion von Michi Melchner.
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www.myspace.com/michaelmelchner

Escape Hawaii _ Eins (Der Tante Renate RMX)
Ein Keller voller alter Synthesizer, des Teenagers der 90s wichtigste Droge Gameboy und die C64-typischen 8bit-Sounds. Bernd Haas alias Escape Hawaii scheut sich nicht, seine Punkattitüde elektronisch auszuleben. Seine One-Man-Show bewegt, und zwar das Tanzbein und das wiederum mit Elan. Sein Track „Eins“, erschienen auf der (mit Bird Berlin geteilten) SplitCD „Acid Acid“ wurde hier von der Hamburger Vorzeige-Tante Renate durch den Sampler gezogen.
DOWNLOAD HIER (auf „media“, dann „free downloads“)
www.myspace.com/escapehawaiii
www.myspace.com/dertanterenate

Petula Plansch _ She
Auch die fünf Mädels aus Hilpoltstein waren im letzten Jahr schon auf dem Cover unserer Printausgabe zu finden und haben sich da ganz vorzüglich gemacht. Immer wieder eine spaßige Erinnerung, das Fotoshooting vorm WON, das immer wieder von langsam an uns vorbeifahrenden, mindestens tiefergelegten Autos, deren Fahrer sich die Seele aus dem Leib glotzten, unterbrochen wurde, aufgrund derer wir sie irgendwann kollektiv nicht mehr aufhalten konnten. Unsere Lachmuskulatur. Für die Allgemeinheit ein ältere Song der Girls, „She“.
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www.myspace.com/petulaplansch

Mäkkelä´s Trash Lounge _ Penguins Of Notting Hill Gate
Bereits Seit 1999 zieht Mäkkelä barfuss, im schwarzen Hochzeitsanzug mit seiner gelben Gretsch Astrojet und einem Sampler bewaffnet durch die europäische Clublandschaft. Inzwischen hat er zum einen mit Fürth eine feste Heimat gefunden und treibt von dort aus als Macher des einzigen finnischen Plattenladens südlich der Ostsee, Kioski, sein Unwesen. Zum anderen ist aus dem One-Man-Projekt eine Band geworden, die Songwriter-Einflüsse mit Indierock verschmilzt. Der Song „Penguins Of Notting Hill Gate“ stammt von der „The Penguin EP“.
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www.myspace.com/maekkelaestrashlounge

CURT UND ALLE BETEILIGTEN KÜNSTLER WÜNSCHEN EUCH FROHE WEIHNACHTEN UND MINDESTENS GENAUSOVIEL GUTE MUSIK FÜR DAS NÄCHSTE JAHR!!

Texte: Alex Pahl, David Lodhi


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Kommentare (2)

LITTI | 10.12.2008 | 16:28
wäre schön, wenn sich das ein paar der kollegen zu herzen nehmen würden. finde auch sehr viele der sachen äußerst clubkompatibel und hab selbst schon von bird berlin über die dadajugend bis here comes conclusion oder john q einige der bands gelegt. immer wieder sehr schön: die mischung aus staunen und erschrecken bei den damen und herren, die so zufällig rein stolpern und als erstes den "doktor" vom bird auf die ohren kriegen..;-)

HEINZ | 09.12.2008 | 18:33
prädikat: geilo! hau rein deejay!



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