curt war da: Turbostaat

Turbostaat, Strom, 27.3.2016

München ist ja jetzt nicht gerade weltbekannt für seine Punkrockszene. Aber dass trotzdem gut Druck auf dem Kessel ist, der manchmal sein Ventil braucht, konnte man gestern ziemlich eindrucksvoll im proppevollen Strom erleben. Turbostaat nennen sich die fünf Herren aus dem äußersten Norden des Landes, namentlich Husum, und der Turbo dreht jedes Mal auf vollen Touren wenn diese Band auf der Bühne steht. Weit über ein Jahr ist es nun schon wieder her, dass Turbostaat Ende 2014 ihr 15-jähriges Bandbestehen mit einer Reihe von Doppelkonzerten feierten und dabei auch im Backstage Halt machten. Inzwischen ist ihr sechstes Studioalbum „Abalonia“ erschienen und wenn man bei einem Punkrockalbum von so etwas wie einem Konzeptalbum sprechen kann, dann trifft das auf dieses Album zu, mit dem sie momentan durchs Land tingeln. Ein Protagonist macht sich darin auf die Reise ins utopische Abalonia, verspricht sich dort ein besseres Leben, als er es momentan leben muss. Anspielungen aufs aktuelle Zeitgeschehen sind kein Zufall.

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Die ganz großen Hymnen zum Mitgröhlen wie „Harm Rochel“ oder „Alles bleibt konfus“ mögen sich dabei vielleicht eher auf den älteren Scheiben finden. Aber sie werden gelegentlich zwischen die neuen Songs gemischt und das Strom dankt es der Band mit Schweiß, Pit und beeindruckender Textsicherheit. „Ihr habt Bock, wir haben Bock, pack mers!“ schallts aus dem Publikum und besser kann man es tatsächlich nicht ausdrücken.

Text und Fotos: Philip Klinger >> tonlist.de


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