4. Mai
curt präsentiert: SUMAC

VERLOSUNG // Oh, was für ein Jahr. Es ist nicht einmal vier Monate alt, da ist 2017 nicht nur der Begriff „postfaktisch“ in aller Munde, nein, auch sonst weht in Sachen „Post“ eine steife Brise durch die Isarauen. Neben Auftritten von Genre-Größen wie Mantar, Electric Wizard, den Über-Postlern Russian Circles, aber auch neuen nationalen Gralsträgern wie Karies stehen noch viele weitere Termine internationaler Post-Hochkaräter ins Haus.

Ganze siebe Jahre ist es her, als mit der Trennung der Genre-Koryphäen ISIS im Jahr 2010 einer der ganz großen Namen moderner schwerer Riffgewalt in die ewigen Jagdgründe einging. Doch Oberhaupt Aaron Turners Trommelfell ist strapazierfähig und er selbst hat noch lange nicht genug. Mittlerweile ist er mehrfacher Vater von nicht weniger göttlichen Konstellationen und versteht es mit seinen Projekten wie Old Man Gloom oder Mummifier weitere Helden in überaus erfolgreichen Tiefton-Supergroups zu vereinen. Eine davon ist die nach dem nur schwer zu klassifizierenden Sumachgewächs benannte Band SUMAC.

SUMACs Debütalbum „The Deal“ erblickte 2015 das Licht der Welt. Für dessen harschen, innovativen und wie sein botanischer Namensvetter ebenfalls schwer in eine Schublade zu pressende Post-Sound niemand Geringeres als Nick Yacyshyn (Baptists) und Brian Cook (Russian Circles) mitverantwortlich sind. 2016 folgten die LP „What One Becomes“ sowie die EP „Before You I Appear“, die ihrerseits einen schweißtreibenden Mix aus Doom-, Sludge- und Postmetal von A bis Z durchdeklinieren, um ihn dann dank der außergewöhnlichen Fähigkeiten der drei ebenso schnell wieder zu dekonstruieren.

Dabei entstammt die Idee zu SUMAC bereits den Hirngespinsten Turners, die er schon zu ISIS-Zeiten mit sich trug, für die er jedoch nie den geeigneten Raum, ausreichend Zeit und vor allem die passenden Partner in Crime zu finden schien. Dabei weiß Turner ganz genau, wie man einen Riff bis zum bitteren Ende reitet und ihn bis auf seine grundlegendsten hypnotischen Komponenten einköchelt. Doch während er sowohl bei ISIS als auch bei seinen Neben-Projekten nie der alleinige Ideengeber war, so ist SUMAC als sein ganz persönliches Baby zu sehen.

Volatile Klangkulminationen, was für ein Ausdruck, und dissonantes Ambiente stehen aber auch hier im Vordergrund. Wobei es Momente gibt, in denen die Musik unter dem Gewicht ihrer eigenen improvisierten Technik einzuknicken droht. Das Risiko zahlt sich jedoch voll und ganz aus und SUMAC schaffen es, den unverkennbaren Eigenschaften seiner einzelnen Mitglieder gerecht zu werden, darüber hinaus aber noch eine weitaus düsterere und wildere Seite zutage zu fördern.

Mit SUMAC hat das Trio die Komplexität der Songs mit einer noch tiefer gehenden Verflechtung von Geschwindigkeit, Dichte, Form und Funktion erhöht. Das Resultat ist ein Beweis für die auf unzähligen Touren geschliffene Intuition und die technischen Fähigkeiten von Schlagzeuger Yacyshyn, Bassist Cook und Mastermind Turner.

ISIS sind tot, ihr Spirit lebt jedoch fort. Und der wohl innovativste Blutsbruder einer ganz neuen Art, Post-Rock zu leben, lässt sich am 4. Mai live in aller Wuchtigkeit im Feierwerk huldigen.

curt hat 3 x 2 Gästelistenplätze für euch reserviert. Wer sie besetzen will, schreibt eine Mail an willhaben@curt.de mit Betreff „SUMAC“. Viel Glück!


curt präsentiert: SUMAC > Facebook // Support: Oxbow // 4. Mai // 21 Uhr // Feierwerk/Hansa 39 // VVK 15 Euro zzgl. Gebühren, AK 18 Euro


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