curt war da: Star Wars Identities – die Ausstellung

Kaum ein Film-Franchise nimmt fast 40 Jahre nach seiner Entstehung noch derart Einfluss auf unser popkulturelles Verständnis und cineastische Vorlieben. Star Wars – ein Mythos der Neuzeit, der 1977 mit „A New Hope“ seinen Anfang fand und letzten Winter mit „the Force Awakens“ die Kinokassen zum Bersten brachte, genießt weltweit abertausende Anhänger. Mittlerweile ziehen die Ereignisse rund um Luke Skywalker, Darth Vader und Prinzessin Leia bereits die dritte Generation an Science-Fiction Fans heran und befinden sich mit Ablegern in der LEGO Welt, als animierte Fernsehserie und mit ersten Spin-Off Filmen auf nicht enden wollendem Erfolgskurs.

Pünktlich zu seinem 72. Geburtstag am 14. Mai hält die Wanderausstellung Star Wars Identities von George Lucas‘ Sternen-Epos nach Stationen in Köln und Wien auch Einzug in München. Unter jenem Namen sind in unserer beschaulichen Landeshauptstadt nun rund 200 originale Requisiten, Konzeptzeichnungen und allerlei Kleinod aus 39 Jahren Star Wars Geschichte in der kleinen Olympiahalle zu bestaunen.

raumschiffe

Und es sind gerade jene Identitäten, die den Reiz der Ausstellung ausmachen. Es handelt sich bei der Kollaboration des Lucas Museum of Narrative Art und der X3 Productions keineswegs um eine bloße Zurschaustellung von Kino-Geschichte. Vielmehr wurde die Ausstellung durch eine nicht weniger interessante wissenschaftliche Komponente erweitert. Fokussiert auf den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, der dunklen Seite der Macht und der Hellen, sowie dem Vater-Sohn-Konflikt im Hause Skywalker hat man sich zusammen mit Experten vom Montreal Wissenschaftszentrum eine Frage gestellt: Welche Mächte formen Dich?

Und so erlebt der Besucher neben lebensgroßen Abbildungen der Sturmtruppen, den opulenten Kostümen einer Königin Amidala und dem respektabringenden Darth Vader so einige Dinge über sich selbst. Hierbei schafft es Star Wars Identities mit einer interaktiven Führung, Filmszenen-gestützten Präsentationen und reichlich Lesestoff den Aspekten auf den Grund zu gehen, die die Charaktere von Star Wars für uns so interessant und greifbar machen, aber auch wie wir selbst zu denen wurden, die wir sind. Die Stichworte lauten hierbei Herkunft, Familie, Freunde, Mentoren oder auch tragische Ereignisse – alles Aspekte, die nicht nur den Helden und Schurken ihre Persönlichkeit verleihen, sondern auch uns.

Wer sich auf die Vielzahl der interaktiven Elemente, die eine gute Balance für Groß und Klein finden, einlässt, der kann locker über zwei Stunden in die weit entfernten Galaxien eintauchen. Wer sich aber einfach nur für Filmgeschichte, Requisiten und einen Hauch Hollywood interessiert, dem wird es ebenso leicht fallen sich gute 20 Minuten allein mit dem Original-Modell des Millennium Falken zu beschäftigen oder die vielen Stockwerke der Sternenzerstörer zu zählen. Die liebevoll gestalteten Info-Tafeln geben darüber hinaus Aufschluss über die Dreharbeiten, erklären verschiedene frühe Konzeptzeichnungen oder geben einfach nur schön anzusehende Landschaftsentwürfen einen Namen.


Sturmtruppe

Auch wenn der neueste Streich „the Force Awakens“ mit ein zwei Exponaten vertreten ist, widmet sich Star Wars Identities ganz klar der alten Trilogie, sodass auch Kritiker der Prequels nicht allzu viel zu meckern haben dürften. Schließlich steckt die Magie, die Industrial Light & Magic zu einer der kreativsten Special-Effects Schmieden avancieren ließen, in eben jenen Kostümen, Zeichnungen, Entwürfen und Ausrüstungsgegenständen von Han Solo, Boba Fett oder Meister Yoda, und weniger in den glattgebügelten CGI-Schlachten rund um die Klonkriege.

Noch bis zum 17. Oktober ist die Macht mit der kleinen Olympiahalle und trotz für derartige Ausstellungen üblich hohen Preise in jedem Fall einen Besuch wert. Nur selten bekommen wir auf deutschem Boden derart viele Film-Requisiten zu sehen, die nicht nachträglich angefertigt wurden und tatsächlich Verwendung fanden.

Zusätzlich in die Ausstellung eingebettet sind ab Juni auch diverse Workshops, die sich ebenfalls mal den jüngeren Padawans, und mal den erfahreneren Jedi Rittern widmen. So warten neben Beiträgen zur Zwillingsforschung und einer Ladies Night auch ein LEGO Workshop sowie die deutsche Synchronstimme von Luke Skywalker höchst persönlich auf die Besucher.

Star Wars Identities >> Homepage // 14. Mai bis 17. Oktober // Spiridon-Louis-Ring 21 // Kleine Olympiahalle // Mo-Fr 10-18 Uhr // Tickets ab 21,95 Euro >> Facebook


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