16. November
Mount Kimbie

Mount Kimbie, das britische Duo bestehend aus Dominic Maker und Kai Campos, sind keine Unbekannten in der experimentellen Electroszene. Mit ihrem Debütalbum Crooks & Lovers setzten sie dem hiesigen Dupstep das Wort Post davor. Ihre Leistung bestand im Basteln mit kleinen Samples und Feldaufnahmen, die sich zu kleinen Höhepunkten aufbauschten. Fast dürfte man nicht von Höhepunkten sprechen, so unaufgeregt, leicht und zerbrechlich schön klang Crooks & Lovers.

2013 folgte mit Cold Spring Fault Less Youth das zweite Album, in dem sie sich musikalisch öffneten. Der Flow auf dem Album war ein anderer, rhythmisch trauten sie sich mehr. Ein Grund für ihren musikalischen Wechsel bestand in ihren Live-Gigs, in denen sie die Grenzen ihres Sounds stürzten und mit den übrig gebliebenen Bausteinen experimentierten.

Das neueste Album Love What Survives setzt hier an und geht unbeirrt an den gestürzten Grenzen vorbei. Knarzige Krautrock-Drums, melodischer Indierock und quietschende Synthies erschaffen das musikalische Grundgerüst für die Stimmen ihrer Gäste James Blake, King Krule, Micachu und Andrea Balency. Eine vielfältige Soundkulisse entsteht, die lebendig pulsiert. Spätestens jetzt kann von Post-Dubstep kaum die Rede mehr sein. Zu stark vermischen sich die Genres vom einen Moment zum anderen.

Geblieben ist aber der Ansatz, ehrliche Musik zu schaffen, die trotz der unterschiedlichen Einflüsse elektronisch und vor allem harmonisch bleibt. Es scheint, als hätte Mount Kimbie endlich ihren eigenen Sound gefunden, den sie seit ihren Anfängen gesucht haben – ohne sich auf dem Weg dorthin zu verlieren.

Am 16. November kommen sie nach München und performen live. Vielleicht werden sie auch diese Gelegenheit nutzen, um neugesetzte Grenzen zu überwinden. Unwahrscheinlich wäre es nicht.


Mount Kimbie // 16. November // 21 Uhr // Muffathalle // VVK 20 Euro zzgl. Gebühren, AK 25 Euro > Homepage > Facebook


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