Im Gespräch: Manic Street Parade II

Nach grandiosem Debüt im letzten Jahr trumpft die Manic Street Parade heuer im Oktober mit zweitem Festivaltag und neuen Locations auf. 26 bis 32 Bands und DJs! Wir sprachen mit zwei der Schöpfer: Fabian und Stefan.

Als erstes Clubfestival der Stadt konntet ihr ganz nebenbei zur Diskussion zwischen Kulturschaffenden und Politikern anregen. Wie ist euch das gelungen?
Stefan: Wir luden Kulturschaffende und Politiker zu einem gemeinsamen Treffen, um die bestehende Situation offenzulegen, aufzuzeigen, welches Angebot besteht und was fehlt. Daraus entstand eine demokratische Diskussion zwischen Veranstaltern, Clubbetreibern, Politikern und Anwohnern.

Hat sie denn auch was bewirken können?
Fabian: Die Diskussion läuft fort und sicherlich konnten wir sie durch den Talk ein wenig anregen. Einer der Gründe für die Existenz der Manic Street Parade ist ja auch, dass bislang eben so was fehlte. Ich würde sagen, wir haben mit der Podiumsdiskussion eine Diskussionsgrundlage initiiert. Man spricht nun darüber, wovon es mehr braucht und wovon weniger, was möglich ist und was nicht.

Letztes Jahr standen 13 Bands aus 8 Nationen auf dem Programm. Ist die Internationalität Teil des Konzepts?
Stefan: Grundsätzlich war und ist es schon unser Plan, dass wir uns da bewusst breit aufstellen, wobei natürlich alles durch Verfügbarkeit bedingt ist. Wir wollten keine Band, die kurz zuvor bereits in München gespielt hat, und wenn doch, dann mit etwas ganz anderem, was Neuem, Ungewöhnlichem. Letztes Jahr war das die Kombination aus FIVA und der Jazzrausch Bigband, die wir einzeln nicht gebucht hätten, weil man beide eben schon kennt und sie uns nicht als „Sprungbrett“ brauchen.
Fabian: Das Programm im letzten Jahr war schön abgedeckt, da war für jeden was dabei. Man wird nicht so getrieben, muss nirgends hin, weil man sonst nicht mehr reinkommt, hat keine Angst davor, was zu verpassen. Wenn’s voll war oder der Künstler nicht gefallen hat, sind die Leute eben weitergezogen. In der Substanz darfst du ab 22 Uhr z. B. keine Livemusik mehr spielen, da wurde dann einfach gechillt Bier getrunken. Und wer Lust hatte, konnte dann auf der Aftershowparty im Strom feiern.

Wie viele Bands werden es heuer denn werden?
Stefan: 26 bis 32 Bands und DJs werden’s dieses Jahr!
Fabian: Spannend wird’s auch durch neue Locations wie z. B. die Kirche. Das ist auch für die Künstler interessant, sie müssen sich programmatisch drauf einstellen. Daraus entstehen superschöne Erlebnisse!

Darf man noch auf eine zweite Off-Location hoffen?
Fabian: Weiß man’s? (grinst)
Stefan: Wir hätten gern was in der Wartehalle vom Kreisverwaltungsreferat gemacht. So im Wartebereich A–E ’ne Lesung, da kannste nebenbei noch Passfotos machen. So was wär natürlich super spannend! Da gibt’s schon noch ein paar Locations in der Ecke, die man vielleicht noch entern kann. Aber ob’s klappt, wissen wir selbst noch nicht.


Auf welche Acts freut ihr euch am meisten?
Stefan: Ich freu mich total auf Zeal & Ardor und Leyya!
Fabian: Let’s Eat Grandma ist mein großer Favorit. Das sind 2 Mädels aus England.


Manic Street Parade > Homepage samt Liveprogramm // 27.+ 28. Oktober // Schlachthofviertel // VVK 44 Euro zzgl. Gebühren // Die Gewinner unserer Kartenverlosung wurden informiert!


Text und Foto: Carla Schweizer
Das Interview ist in unserer Ausgabe curt #87 erschienen.


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