curt war da: Make or Break 2016

Make or Break, Feierwerk, 21. bis 23. April 2016

Wenn Metaler zu 8bit-Synthiesounds aus dem Gameboy tanzen, dann ist Make or Break im Feierwerk! Wie immer alles fesch und gemütlich aufgezogen – mit Biergartenflair und einem feinen Lineup.

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Donnerstag gabs vor allem im Orangehouse mit psychedelischem Stonerrock der alten Schule von Kaleidobolt gut auf die Ohren. Die drei Finnen bieten ihr ziemlich hervorragendes Selfnamed-Album auf ihrer Bandcamp-Seite für 6,66 Euro an. Alles klar, oder? Das nennt man sich mit seiner Sache identifizieren! Stinking Lizaveta hätten auch aus einem Mad Max-Streifen stammen können und vielleicht sind sie ja wirklich mit einem von diesen postapokalyptischen Kriegs-LKW vorgefahren. Der martialische, instrumentale Power Rock des Trios würde jedenfalls gut dazu passen. Den Abend stilgerecht abzurunden oblag dann Andrej Dietrich und Jarii von Gohl alias DŸSE. Lärm in seiner schönsten und druckvollsten Form und deshalb wurden sie ihrer Aufgabe auch mehr als gerecht.

Freitag bewiesen die Senkrechtstarter von Stray Colors im Orangehouse, dass Folk nicht gleich ruhige Musik bedeutet und ihr Mix aus Pop und ihren musikalischen Einflüssen vom Balkan extremst tanzbar ist. Danach schnell rüber gewetzt ins Hansa39 zu Jaya the Cat und augenblicklich geflasht gewesen von dem, was dort vor sich ging: eine von der Band selbst als „Drunk Rock Reggae“ bezeichnete musikalische Extase und ein völlig am Rad drehendes Publikum im vollgepfropften Hansa mit allem was dazu gehört. Stagediving, Bierdusche, Schweiß, Dübel. Wunderschön!

Am Samstag verlagerte sich das Geschehen mit dem meteorologischen Winterbeginn mehr vom Biergarten in die Hallen, die dadurch noch kuscheliger gefüllt waren. In der Kranhalle wurde diesmal wieder ein maßgeschneidertes Programm für alle Metaler aufgezogen, unter anderem mit sehr schönen Shoegazing-Ambient-Metal Gitarrenwänden von Heretoir aus Augsburg. Im Hansa39 lief das Kontrastprogramm aus elektronischen Klängen, auf die Spitze getrieben von Elektropunker GRGR mit seinem Gameboy-Set. Sehr cool. Als der große Bums zum Schluss stellte sich  das brandneue Projekt von Bonaparte-Frontmann Tobias Jundt und KID SIMIUS namens Mule & Man heraus. Nix mit störrischem Maultier, sondern richtig feiner Eskalations-Electro, der sich ganz offensichtlich auch sehr eindrucksvoll auf ein paar Bonaparte-Songs übertragen lässt: Computer in Love – hallo, das war der Abschuss! Haltet die Augen offen nach den beiden; machen Spaß.

Spaß, wie die gesamten vergangenen drei Tage im Feierwerk! So kann der Festivalsommer weiter gehen …

Text und Fotos: Philip Klinger >> Blog


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