Gehört: Love A – Nichts Ist Neu

Bei vierten Studioalbum der Band aus Trier bleibt der Titel Programm und das ist auch gut so. Zwischen Indie, New Wave, Post-Punk und Pop treibt das Quartett von Love A durch das Hier und Jetzt. Ein Patchwork aus mehreren Jahrzehnten Gitarrenmusik und dabei so gegenwärtig, modern und schmerzhaft wie Punkrock klingen muss. Getrieben, frustriert, wütend, angepisst bellt Jörkk Mechenbier seinen unverwechselbar eigenwilligen Un-Gesang ins Mikrophon. Für immer Stenz – Jörkks Texte und das fragile Spiel mit den Worten trifft wieder und wieder ins Schwarze. Gerade weil Klarheit Trumpf ist. Am Ende des Tages sind eben alle gefickt und stolpern einfach weiter wie bisher.

Die Instrumente spielen auf den Punkt. Stoisch, unterkühlt, apodiktisch und rocken damit genau gegen deinen Arsch. Love A fahren ihre Linie konsequent weiter und ziehen das Spiel über die komplette Breite des Feldes auf. Die Norddeutschen Turbostaat werden an dieser Stelle gerne als Referenz genannt. Sicherlich nicht ganz verkehrt aber Love A sind mit dieser Platte nun selbst an dem Punkt angekommen mit ihrem Sound ein individuelles musikalisches GPS-Signal für andere zu senden. The Smith, The Cure, Fehlfarben, Gang of Four, Televison, Pink Turns BlueNichts ist neu und eben darum geht es immer weiter.

Love A – Nichts Ist Neu > Homepage // Rookie Records / Indigo // VÖ: 12.05.2017


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