18. Mai
Locomondo im Feierwerk

Wenn die volle Dreadpower aus dem schönen Griechenland die Instrumente in die Hand nimmt, kann dabei eigentlich nichts Schlechtes herauskommen. Selbst dann nicht, wenn sich Udos deutscher Schunkelklassiker vorgenommen wird, um in neues Gewand gesteckt zu werden.

Griechischer Wein – den trink man gerne mal (wobei Retsina dann schon eher Geschmacksache ist); hören kann man das alte Stück aber kaum noch unbeschadet. Mit folgenden Ausnahmen: Man hat einen sitzen; man ist auf dem Weg dahin, einen sitzen zu haben; man befindet sich in Gesellschaft, die einen sitzen hat und eine mitreißende Wirkung hat; man ist auf der Wiesn; es ist schon dunkel, man geht durch Vorstadtstraßen heimwärts und tritt wegen Kälte und überschüssiger Zeit in ein Wirtshaus ein, aus dem das Licht auf den Gehsteig scheint. Na gut, zugegeben, ein Klassiker ist halt ein Klassiker mit ganz eigenem Charme. Und ja, irgendwie stehen wir dann doch alle auf den Song. Gut gemacht, Udo. Und dennoch: Locomondos Version dieses Meisterwerks der Musikgeschichte lässt die Kinnladen gerne mal nach unten klappen. Ein wabernder Bass, Mandolinenklänge, der Text tight rausgerapt …

Hört selbst:

Locomondo sind ein Haufen griechischer Jungs, die es verstehen, Reggae und Ska mit klassischen griechischen Klängen zusammenzuschmeißen und perfekt in Szene zu setzen. Kein Wunder also, dass die verrückten Weltler schon als Opener für Manu Chao oder Ojos de Brujo unterwegs waren. Zur WM 2010 veröffentlichten sie sogar einen eigenen Fußballsong, inklusive griechischem Topspieler Salpingidis im Video. Und auch hier steht einfach ein cooler, lockerer Sound im Vordergrund, der nach Urlaub, Spaß und Tanzen klingt. Kein blökendes Waka-Waka Getue. Wenn man es also nicht wüsste und ohne jegliche Kenntnisse der griechischen Sprache nicht irgendwo dazwischen mal sowas wie „Barca“, „Juventus“ und „Real“ aufschnappen würde, liefe da einfach ein Skatune feinster Aufmachung.

Freunde sommerlicher Vibes, tut euch einen großen Gefallen und seht euch die Burschen live an. Das ruft einfach nach Strand und Meer, fühlt sich mindestens so schön an wie Santorinis Stadtbild aussieht, geht runter wie eine frische Moussaka und wirkt berauschend wie der siebte Ouzo. Ok ok, genug des stereotypen Geschwafels. Locomondo haben auch im 13. Jahr ihres Bestehens Power und Spaß am spielen und unterhalten. Frei nach den Jungs: Me wanna dance. Los geht´s!

Locomondo > Homepage // 18. Mai 2017 @ Kranhalle, Feierwerk // Einlass: 20 Uhr , Beginn: 21 Uhr // Tickets an allen bekannten VVK-Stellen ab 25 Euro zzgl. Gebühren


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