Gehört: Himmellegeme – Myth Of Earth

Düstere Musik aus dem frostigen Norden.

Himmellegeme stammen aus Bergen in Norwegen. Einer Gegend die für nihilistische, mystische, entrückte, teilweise verstörende Bands bekannt ist. Vielleicht ist der viele Regen daran schuld, dass hier besonders düstere Gesellen ihr Unwesen treiben und in Bands wie Gorgoroth, Immortal, Borknagar oder Helheim lärmen. Umso erstaunlicher, dass in unmittelbarer Nachbarschaft die Antipode existiert. Die Kings Of Convenience, Kurt Nilsen oder die Sängerin Annie scheinen in ihrer Musik wiederum all dem Nebel und dem monatelangen Winter erhaben zu sein. Genau irgendwo dazwischen ordnen sich die Männer von Himmellegeme ein. Schwere Riffs und Morten Haket mäßiger Gesang. So ließe sich der dunkle, atmosphärische und leicht psychedelisch-symphonische Prog-Rock auf Myth Of Earth am ehesten umreißen.

Die Band hat ein gutes Gespür dafür, im richtigen Moment die dramatischen oder dynamischen Akzente zu setzen. Naschwerk trifft Hausmannskost. Hochprozentiges löst sich in feiner Essenz. Myth Of Earth ist der Soundtrack zum nordischen Winter. Bis auf die Knochen durchnässt von der Melancholie der Monate ohne Sonnenlicht, durchgeschüttelt von den Winterstürmen bis die Kraft des Frühlings das Leben wieder zurück an die Oberfläche treibt.

Himmellegeme – Myth Of Earth // Karisma Records / Soulfood // VÖ: 06.10.2017
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curt München Art Direktion, Redaktionsleitung & Master of auto exploitation.

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