curt war da: I heart sharks

1. April 2016, Strom

Die 2000er waren sowas wie die letzte wirkliche Blütezeit des Indie. Wie die ersten Barthaare unserer pubertierenden Gesichter – die man damals, anders als heute, allerdings umgehend wieder kappte – spross an jeder Ecke eine großartige Band hervor. Der Two Door Cinema Club, Maximo Park,  Kaiser Chiefs, Friendly Fires … sie begleiteten uns auf unseren Streifzügen durch die Nächte. Und Ende des Jahrzehnts mischte sich auch eine Band namens I heart sharks darunter und den Namen fand man damals schon lustig.

2007 war das, als es bei Simon, Martin und Pierre mit der Musikmacherei los ging, 2010 kam die erste EP und das Jahr drauf das erste Album. I heart sharks waren plötzlich überall. Seit dem zweiten Album 2014 wurde es dann aber ruhiger um die Band. Jetzt sind sie allerdings zurück – zu viert und mit neuer EP “Hey Kid” im Gepäck. Und mit der machten sie gestern das diesmal wieder in der Mitte abgetrennte Strom voll – dafür so richtig. Vollgepackte Clubs mit Regenwaldklima waren doch schon immer die besten, denn da man automatisch schwitzt wie beim Halbmarathon ist eh alles egal und man kann auch gleich tanzen als gäbe es kein Morgen mehr.

I heart sharks liefern dafür mit ihren geradlinigen Indietronic-Beats und eingängigen Riffs genau die richtige Vorlage und das Strom lässt sich nicht lumpen. Hoch die Hände, Wochenende! Frontmann Pierre springt dabei selbst wie ein Flummi über die Bühne, zeigt sich mitteilungsfreudig und publikumsnah. Wie die ganze Band, wenn sich zum Ende hin Gitarre und Bass in die popowackelnde Menge begeben und im Gegenzug die Bühne mit Tanzvolk vollgestopft wird bis nichts mehr geht. Die ganze Sause ist zwar leider nach einer guten Stunde schon vorbei, in dieser gings dafür aber im wahrsten Sinne des Wortes heiß her.

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Text und Fotos: Philip Klinger >> Blog


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