Im Gespräch: Anders Trentemøller

Am 22.02.2017 ist es soweit: Trentemøller wird mit dem neuen Album „Fixion“ im Gepäck live im Freiheiz in München zu hören sein. Wir fragen ihn nach je einem kurzen Kommentar zu den 12 auf der CD enthaltenen Songs.

1. One Eye Open
„One Eye Open“ eröffnet das Album und ist mein persönlicher Favorit der ganzen CD. Marie Fiskers Stimme ist einfach großartig und ich bekomme immer wieder aufs Neue Gänsehaut, wenn ich sie höre.

2. Never Fade
Das ist der Allererste meiner Songs, bei dem ich selbst singe. Ich habe spät nachts daran gebastelt und brauchte spontan einen einfachen, sich wiederholenden Gesang. Doch es war, wie gesagt, schon so spät, dass ich weder Marie noch Jehnny (Beth) anrufen konnte – also habe ich mich entschlossen, es selbst zu versuchen. Das Ergebnis hat mir am Schluss richtig gut gefallen und für das Album blieb es dabei. Übrigens: Wenn wir „Never Fade“ live performen, werde ich ebenfalls selbst singen.

3. Sinus
„Sinus“ ist ein simpler Track, der zum Großteil aus Sinustönen besteht. Ich wollte, dass es sich gefühlt ähnlich anhört wie die Intro-Musik zum Film „The Shining“ von Wendy Carlos. Das ist für mich einer der besten Filme überhaupt.

4. River In Me
Hier singt Jehnny Beth von Savages und wir haben das Ganze in meinem Studio in Kopenhagen an nur einem einzigen Tag aufgenommen. Das war ziemlich viel auf einmal, aber mehr Zeit hatten wir nicht. Dieses intensive Gefühl – sich den ganzen Tag unter Zeitdruck im Studio einzusperren – hört man, glaube ich, bei diesem Track etwas heraus.

5. Phoenicia
Während der Aufnahme dieses Songs war ich in einer Hütte in den Catskills-Bergen in einer kleinen Stadt names Phoenicia, Upstate New York. Ganz allein – nur ich und mein „Arp Synth“ inklusive einiger Gitarren-Effekte. Das Schlagzeug habe ich später selbst zu Hause im Studio eingespielt und hinzugefügt.


6. Redefine
„Redefine“ war der erste Song, an dem Marie und ich arbeiteten, als es daran ging, ein neues Album aufzunehmen – und die Musik hat hier mehr von einem positiven Grundton, als mir persönlich lieb ist. Ich habe mich jedoch sofort in die zwei verwobenen Melodien in Maries Gesang dazu verliebt.

7. My Conviction
Dieser eher „funky“ Track fällt ein wenig aus dem Raster, was das Album als Ganzes betrifft – und das ist es eben genau, worauf ich es angelegt habe. Ich mag den Groove.

8. November
„November“ schrieb ich – welche Überraschung – spät nachts im November in meinem Apartment in Brooklyn, meiner zweiten Heimat neben Kopenhagen. Der Song ist von der Dunkelheit und dem heulenden Wind draußen vor meinem Fenster inspiriert.

9. Spinning
„Spinning“, wie es jetzt auf dem Album klingt, gingen einige verworfene Versionen voraus. Am Anfang war es ein eher schnellerer Song, aber das hat nicht wirklich gepasst. Dann habe ich es erst mal ruhiger angehen lassen – noch ruhiger als später in der finalen Version –, aber das war wiederum zu viel des Guten. Fazit: Manchmal muss man einfach eine Weile herumprobieren, bevor man mit der Musik 100 % zufrieden ist.“

10. Circuits
Das ist der „Punk-Tech“-Song des Albums – fast schon aggressiv, aber gleichzeitig mit ein wenig Melodie. Es hat richtig Spaß gemacht, dieses Lied aufzunehmen, und ich habe eine Menge meines Vintage-Equipments dafür aus der Schublade geholt.“

11. Complicated
„Complicated“ ist der zweite Song von Jehnny und mir und entstand ebenfalls während unserer kurzen, insgesamt zweitägigen Zusammenkunft in Kopenhagen. Jehnny hat den Text dazu nachts nach dem ersten gemeinsamen Aufnahmetag geschrieben. Hier bekommt man, finde ich, eine weitere Seite von Jehnnys fantastischer Stimme zu hören – ein wenig mehr melancholisch.“

12. Where The Shadows Fall
Der letzte Track auf dem Album ist gleichzeitig der letzte, den ich während der Arbet an „Fixion“ geschrieben habe. Meine Freundin Lisbet Fritze singt dazu und aufgenommen haben wir alles in der Hütte in Phoenicia.

Vielen Dank, Anders Trentemøller, für das Gespräch!

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curt präsentiert: Trentemøller // 22. Februar 2017 // Freiheiz (Rainer-Werner-Fassbinderplatz 1, 80636 München) // 20.30 Uhr // VVK 28 Euro zzgl. Gebühren
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