8. November
curt präsentiert: Future Islands

VERLOSUNG // 11 Jahre träumen Future Islands von Zukunftsinseln. Nun, was schnulzig klingen mag, spielt sich tatsächlich ab in den Tiefen der verträumten Hirnwindungen des Zuhörers. Beim synthieunterlegten, basslastigen Indiepop der Boys aus Baltimore denkt man sich in den Himmel, springt von Wolke zu Wolke, schwebt auf einem fliegenden Teppich durch Raum und Zeit oder tanzt maskiert auf einer Waldlichtung inmitten einer Schar animalischer Zuschauer.

Animalisch, das war auch mein erster Gedanke, als ich Samuel das erste Mal live sah. Was für eine theatralische Power dieser Mann auf’s Parkett bringt, ist unvergleichlich. Dabei hält er sich bei den Aufnahmen ja eher zurück – umso überrascher ist der Konzertbesucher dann, wenn er das erlebt, was man eben so erlebt bei einem Gig der Future Islands.

Samuel, stets elegant gekleidet, mit Hemd und hautenger Röhre, dürfte pro Auftritt gut die Menge an Kalorien verbrennen, für die der Hobbysportler eine Woche benötigt. Da wird von einem Bühnenende zum anderen gesprintet, auf dem Boden gekrochen, in die Knie gegangen, das Bein in Can-Can-Manier in die Luft geworfen, geröhrt und gegröhlt, auf die Brust geklopft und wild gestikuliert. Ein wild gewordener Bär, der höchst enthusiastisch performt, beinahe so als sähe man sich ein Stück von Shakespeare im Theater an.

11 Jahre und fünf Alben sind also ins Land gezogen, und kein bisschen dieser Power ist auf dem Weg verloren gegangen. Und das trotz etlicher Nebenprojekte, die Samuel, William und Gerrit heg(t)en und pfleg(t)en (u. A. Art Lord & the Self-Portraits oder The Snails). Und nein, nicht nur die deutlich hörbaren Einflüsse des New Wave prägten das Soundbild der Insulaner. Punk, Heavy Metal und, ja, sogar Hip-Hop begleiteten die drei auf ihrer musikalischen Reifereise. Das hört man zwar nicht direkt raus, doch hören lassen kann es sich allemal!


Kleiner Exkurs: als Hemlock Ernst jongliert Sam so locker-lässig mit Worten, als hätte er nie etwas anderes getan. > siehe hier Exkurs Ende.


Obwohl man gestehen muss, dass der ein oder andere Song dem wiederum ein oder anderen ähnelt und man zeitweise nicht mit Sicherheit sagen kann, ob ein Titel vom aktuellen oder vorletzten Album ist, wird es dennoch nicht fad beim Zuhören, Zusehen und Mitreisen. Denn wenn es eines ist, das die Burschen so richtig gut können, dann zu unterhalten, mitzureißen und zu betören. Denn wenn Sam dann schließlich noch sexy mit dem eng geschnürten Hintern wackelt und sich dabei selbst nicht unbedingt 100 % ernst zu nehmen scheint, ist es ohnehin um jeden im Saal geschehen.

Wir verlosen 3×2 Freikarten für das ausverkaufte Konzert am 8. November in der Theaterfabrik: Einfach Mail mit Betreff Future Islands an willhaben@curt.de und schon seid ihr im Lostopf dabei. Wir ziehen die Gewinner ein paar Tage vor dem Konzert. Viel Glück!


curt präsentiert: Future Islands > Homepage // 8. November // Theaterfabrik // Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.30 Uhr // Support: Zack Mexico // AUSVERKAUFT!


curt Konzertbericht Future Islands 2016 im Feierwerk > hier


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*