7. März
Fjørt im Feierwerk

Es braut sich was zusammen. Vom Westen her zieht ein Sturm auf. Kalt und eisig wird er über das Land fegen. Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat. Entfacht wird dieser brachiale Sturm von Fjørt aus Aachen. Kontakt ist das dritte Werk des Trios und zeigt die Band in bestechend starker Form.

Seit dem Debüt Demontage aus dem Jahr 2012 wirbeln die Jungs die Post-Hardcore Szene mächtig durcheinander. Grollend, zerstörerisch, bildgewaltig – ihre Songs bewegen sich in der Schnittmenge zwischen modernem Hardcore, klanggewaltigem Postrock und Emo im Stil der 90er Jahre. Die düsteren Songs arbeiten sich über den Kampf ins Bewusstsein des Hörers.

Die Band hat mit dem neuen Album einen weiteren Schritt in der Entwicklung getan und ihren brachial verschachtelten Sound um diverse experimentelle Finessen erweitert. Die Kompositionen werden dabei nicht verkopfter, sondern zielen weiterhin direkt zwischen die Augen. Vertrackt und trotzdem eingängig, das gelingt in dieser Wucht nur ganz wenigen anderen Bands. Konsequent, zielgerichtet und aus einem Guss treffen die Songs in einer Tour de force Hirn und Herz – weghören unmöglich!

Beißend intensiv, berstend emotional und schonungslos ehrlich sind nach Aussage von Sänger Chris auch die Texte ausgefallen die ein düsteres, grauschattiertes Stimmungsbild zeichnen, welches die persönlichen Erfahrungen der jungen Männer wiedergibt. „Im Kern geht es um den Umgang mit Menschen. Und darum, was passiert, wenn man die Nähe zu Menschen zu lange falsch einschätzt.“

Kontakt ist genau das richtige Album, um die Trägheit des Jahreswechsels aus den Knochen zu bekommen. Fjørt legen somit die Messlatte für alles, was 2016 noch kommen wird, verdammt hoch auf, denn in Aachen läuft man sich gerade erst warm. Am 07. März spielt die Band, die in klassischer Triobesetzung Radau für ein ganzes Orchester veranstaltet, in der Kranhalle. Nicht hingehen unmöglich!

Fjørt – Kontakt // Label: Grand Hotel van Cleef //VÖ: 22.01.2016

Foto: Andreas Hornoff

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1 Kommentare

  1. […] einiger Zeit habe ich euch an dieser Stelle die Aachener Posthardcorler von Fjørt ans Herz gelegt. Dieser Empfehlung möchte ich nun eine weitere Band aus dem Rheinland hinzufügen. […]

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