13. Mai
curt präsentiert: Ásgeir @ STROM

The next big thing? Wird gerne bemüht, diese Phrase. Viel öfter jedenfalls, als die Prophezeiung dann auch tatsächlich eintritt. Was Musikexporte von der rauen Insel weit im Norden angeht, ist Ásgeir Trausti Einarsson allerdings wirklich drauf und dran, dieses Versprechen zu erfüllen. In Island ist er denn bereits auch schon ganz oben angekommen, zwischen Of Monsters and Men oder Sigur Rós, und stellte gewissermaßen sogar die Grand Dame Björk in den Schatten. Schließlich ist sein Debütalbum „Dýrð í dauðaþögn“ von 2012, welches später auch mit Unterstützung von John Grant als englischsprachiges Re-Release „In the Silence“ erschien, nach wie vor das meistverkaufte Debütalbum in der isländischen Musikgeschichte: Rechnet man die etwa 32.000 Isländer, welche das Album besitzen, auf deutsche Einwohnerzahlen um, müsste eine Band hierzulande geschmeidige 8.000.000 Erstlinge an Mann und Frau bringen – das nennt man dann Utopie.

Ist der erste Wurf schon weit, wird’s beim zweiten möglicherweise schwer, noch eine Schippe drauf zu legen. Das versucht der bald 25-jährige aus Laugarbakki, einer höchstens als Weiler zu bezeichnenden Ansammlung einiger weniger Häuser im Nordwesten, jedoch mit seinem am 5. Mai erscheinenden, zweiten Album „Afterglow“. Und oft erweist sich die Flucht nach vorne als der beste Weg: die beiden bisher ausgekoppelten Singles „Unbound“ und „Stardust“ tragen die Essenz Ásgeirs in sich, stellen aber gleichzeitig eine eindeutige Entwicklung seines Sounds dar. Klar, die Falsettstimme ist und bleibt das unverwechselbare Merkmal Ásgeirs.

Magst du Bon Iver, wirst du Ásgeir lieben. Sie kann melancholisch sein, ja gar traurig, aber auch auf wunderbare Weise aufmunternd optimistisch („Stardust“). Aber vor allem „Stardust“ schlägt musikalisch eine Richtung ein, in die uns das über weite Strecken ruhige, reduzierte, zu einem guten Teil akustische „In the Silence“ so noch nicht geschickt hat. Ein Hauch mehr Elektro, ein bißchen rhythmischer, eingängiger, ja poppiger – was aber keinesfalls gleichzusetzen wäre mit beliebiger. Nein, Ásgeir ist Ásgeir geblieben, eine Ausnahmeerscheinung innerhalb einer musikalischen Community, die Ihresgleichen sucht. Aber es scheint, als würde „Afterglow“ eher Songs wie dem schmissigen „King and Cross“, denn dem akustischen „On that day“ folgen, den beiden großartigsten Songs des Debüts. Am 13.5., nur wenige Tage nach dem offiziellen Release des Albums, wird man sich davon im Strom ein eigenes Bild machen können!

Übrigens: Mit Axel Flóvent ist ein weiterer isländischer Act als Support dabei, der alleine einen Konzertbesuch wert wäre. Wer auf die Butterkekse des bekanntesten Herstellers derartiger Backwaren hierzulande steht, kennt seinen Song „Forest Fires“ vielleicht sogar aus der TV-Werbung. > Video

Wir verlosen 3×2 Freikarten für das Konzert am 13. Mai im STROM. Bezirrt die Glücksfee mit einer netten Mail an ichwillgewinnen@curt.de mit Betreff Ásgeir und haltet die Daumen gedrückt. Wir ziehen die Gewinner ein paar Tage vor dem Konzert. Viel Glück!


Asgeir > Homepage // 13. Mai im STROM // + Support: Axel Flóvent und Tusks // VVK: 23 Euro zzgl. Gebühren


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