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Die "Schnelle Liebe" im Glockenbach
Donnerstag, 7. August 2008
Der Gründer des Nage und Sauge, sowie des Le Florida, präsentiert euch nun – tam tam tam - die Schnelle Liebe. Seit anderthalb Jahren nun gibt es die gemütliche Ein-Raum-Bar in der Thalkirchnerstraße, unweit des Sendlinger Tors. Geboten wird ein Stil, der alles kann, ohne jemals dick aufzutragen: Holzscheite als Wandverkleidung, das Bild einer Fischumarmung über der Küchennische prangend, die widerrum eher an Studentenbude erinnert.

Auf dem Lokus wird man von einem dirrty Doherty-Cowboy-Gemälde beäugt, das sich im Turbonegro Tourbus heimisch fühlen würde. Die Schnelle Liebe mausert sich langsam vom Geheimtipp zum Liebling der Glockenbacher, das heißt, dass der kleine Laden immerzu gerappelt voll ist. Wer einen der raren freien Plätze ergattert oder sich einfach irgendwo dazwischen kuschelt wird mit dem familiärsten Laden in town beglückt. Hier kennt man sich und sagt nicht: „Es geht in die Schnelle Liebe,“ sondern „es geht zu den Jungs!“ Chris, ehemals Versicherungsgelernter, jetzt irgendwie freiberuflich und einer von den Jungs hockt hier fast jeden Abend an der Bar und geht auch mal einfach hinter den Tresen wenn er was will. Genauso locker nimmt man es mit der Musik. Da läuft was Loungemäßiges, gefolgt vom „21 Gramm“ Soundtrack, darauf Tenacious D und noch ein paar Tracks der allgegenwärtigen MGMT. Und irgendwie fügt sich das alles ganz wunderbar zusammen. Wenn sich der Abend dann dem Ende neigt, gesellt sich das Thekendoppel einfach zu den verbliebenen Liebenden und zusammen sitzt man dann gern mal länger als laut Aushang geöffnet sein sollte. Thekendoppel bedeutet hier meist ein Weiblein am Herd und ein Männlein mit der Getränkehoheit - klassische Verteilung halt. Und was die Damen da zaubern – ein Gedicht. Alles bio, viel vegetarisch und die Soßen werden noch wie bei Muttern tags frisch zubereitet. Zuschauen kann man den Grazien beim werkeln auch noch und mit so was wie „Küche schließt um...“ fängt man hier gar nicht erst an. Das ist mal ein Wort. Laut Sarah, charmante Köchin am Montag, wird hier mit Liebe und Öko-Ideal gekocht. Also brav ein paar Helle schlürfen, zu passablen Münchner Preisen, und dann die Spezialität des Hauses ordern: einen Burger! Wie wäre es mit dem „Mr. Nice Superburger,“ dem Superlativ der Speisekarte? Ausklingen lässt man den Abend bei der Familie mit einem Liquid Cocaine. Irgendwas mit Kaffeelikör, Wodka, Zuckerwasser und Espressoschaum. Köstlich und in Ruhe zu genießen! Die Schnelle Liebe ist kein Schicki-Micki Laden, sondern einfach ein authentischer Schuppen! curt findet’s toll.



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