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Rockbox |
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Donnerstag, 5. Juni 2008 |
München/Lehel – Limitierte Auflagen, aber dennoch Trendsetter und vor allem München-typisch! Wie das zusammenpasst? Ein neues Münchner Street- und Urban Modelabel im Herzen der Stadt macht’s möglich.
In Sichtweite des Englischen Gartens im Stadtbezirk Lehel haben sich die Macher des Labels, Tobias Streit (29) und Andreas Lösch (24), in ihr gemeinsames Produktionsstudio eingenistet, das die beiden auch als ihr Office nutzen. Vor etwa zwei Jahren schlossen sie sich zu einem kreativen Team zusammen und betreiben seither das Label. Während Tobias eher für das Organisatorische zuständig ist und sich aktiv um den Vertrieb kümmert, nennt sich Andreas „Creative Director“. „Die Mischung macht’s bei uns beiden“, erklären sie einstimmig.
München steht überall im Vordergrund. Das machen die beiden Newcomer deutlich: „Wir haben eine Mode entwickelt, die auch das München-Gefühl ausdrückt.“ Neben bunten und vor allem auffälligen Shirts, lässt sich die Mode der beiden am besten mit den vielen bekannten Motiven der bayerischen Landeshauptstadt, die immer wieder auftauchen, umschreiben. Die Zielgruppe haben die Jungs klar definiert: „Die Leute aus dem Glockenbach sollen sich bei uns genauso zu Hause fühlen wie die Eisbachsurfer sowie Nachtaktive aller Art.“ So ist der Stil bewusst sportlich und auf ihre Zielgruppe ausgerichtet – dafür sorgt auch schon die Auflage: Mehr als 50 Stück pro Artikel sind nicht geplant. Trendbewusste Münchner finden die Rockbox Kollektionen etwa im NeuTronic in Schwabing oder im Santoloco-Store. Von Shirts, Taschen über kleinere Accessoires, ist dort alles im Angebot.
Neben der Kollektion hat sich auch eine Art Rockbox-Freundeskreis gebildet. Die etwa zehn Jungs und Mädels stehen auch mal als Models auf dem Laufsteg bei diversen Modenschauen und Events. Gecastet wurde niemand – die Models sind Kunden, die bei Rockbox eingekauft haben. Authentizität ist den beiden Modenarren besonders wichtig. Die Kunden sollen sich in auch in den Models wieder finden. „Nicht nur Standard-Maße haben bei uns eine Chance“, betont Andy. Dass Rockbox von der Normalität abweichen möchte, zeigt sich auch bei der Verwendung neuer Materialien: „Wir verwenden in unserer neuen Kollektion neuartige Baumwolle sowie erstmals Bambusstoffe“, erzählt Designer-Andy doch sichtlich stolz. Das Material, das aus dem Bambus gewonnen wird, sei leichter, fast durchsichtig und sogar weicher als Baumwolle. Die Gesamtkollektion lässt sich nicht genau einordnen und soll jugendlich-zeitlos sein. So müssen Münchner nicht nach Mailand schauen, um Modevorreiter zu sehen. Schon in der eigenen Stadt gibt es viel zu entdecken. Das bestätigt auch Tobi: „Es gibt hier viele kleine Labels, die nur für sich und ihre Freunde produzieren.“ Mode für Freunde – genau das repräsentieren die Jungs aus dem Lehel.
Rockbox // www.rockbox.de // Lerchenfeldstrasse 12
Artikel aus #56, Text: Tobias Schlitzke, Foto: Martin Emmerling |