HOME
MAGAZIN

ELECTRONICAT
Donnerstag, 14. Februar 2008
Meine grösste Herausforderung ist, Lärm anhörbar zu machen," sagt Fried Bigot, aka Electronicat, Enfant Terrible der französischen Kunst- und Musikszene.
Seit 1997 bringt er erfolgreich seine Electroglamrock-Rockabilly-Mixtur unter die Massen. Bleibt dabei seinem ungewöhnlichen Stil immer treu, entwickelt dessen ungeachtet Samples und Gitarrenvirtousität ständig weiter. Nur mit E-Gitarre und Drumcomputer bewaffnet, sind seine boxenmembranfeindlichen Live-Shows
eine Begegnung der anderen Art. Laut, fett, energetisch, einfach nur geil.
Bei der Präsentation seiner aktuellen Scheibe "chez Toi" nahm curt Electronicat kurz den Stecker raus.


curt:
Hast Du ein besonderes Interesse an Katzen?
ELECTRONICAT: Ja, als kleiner Junge hat ich zwar vie-
le Katzen, aber wenn man sich einen Künstlernamen aussucht, kann man nicht immer eine superlogische Erklärung für das Ergebnis geben. Aber wenn ich es mir genau überlege, stimmt, ich habe da an die Verbindung von „Electronic“ und der Band „Stray Cats“ gedacht.

curt:
Welchen Song konntest du als erstes auf der Gitarre spielen?
ELECTRONICAT: Ich habe mit französische Chansons von Michel Polnar mit den Basis-Akkorden E, A und D angefangen. Hauptsächlich habe ich mir das Spielen aber durch unzähliges Anhören meiner Black Sabbath und Neil Young Scheiben beigebracht.

curt: Gibt es einen bestimmten Gitarren-Riff, auf den du neidisch bist, dass du ihn nicht komponiert hast?
ELECTRONICAT: Mann, da gibt es mehrere, zum Beispiel „Children of the Revolution“ von T-Rex oder „Paranoid“ von Black Sabbath.

curt: Du hast deine erste Platte vor 10 Jahren auf-
genommen. Wo siehst du dich in 2017?
ELECTRONICAT: Ich werde bestimmt noch Musiker sein und elektronische Elemente mit der Gitarre vermischen, das sind meine Wurzeln, aber die Gitarre wird eine abgefahrene futuristische Cyber-Extension besitzen.

curt:
Auf deiner neuen Platte singst du viel auf Französisch. Ist „CHEZ TOI“ besonders heimatver-
bunden?
ELECTRONICAT: Das waren ganz spontane Entschei-
dungen. Ich habe das nicht getan, um leichter in den heimischen Hitparaden zu landen. Bei manchen Songs hatte ich einfach das Gefühl, sie nur in meiner Muttersprache singen und natürlich rüberbringen zu können. Bei den Lyrics habe ich mich dabei an französischem Pop aus den 60ern orientiert.

curt:
Wie würde der imaginäre Film heißen, zu dem du den Soundtrack beigesteuert hast? ELECTRONICAT: Das wäre ein surrealistischer Horror-
Sci-Fi-Movie mit Christopher Walken. Ich hatte ja wirklich Schwierigkeiten einen passenden Namen für mein Album zu fi nden, wie soll mir da ein Filmtitel einfallen ... Wahrscheinlich wäre es ein bizarrer Name, der erst einmal gar nichts mit dem Film zu tun haben scheint, wie „In the Countryside“.


Artikel von #52; Text: Christoph Brandt

Twitter Facebook StudiVZ MySpace Mister Wong del.icio.us Digg.com Yigg Webnews Oneview Slashdot StumbleUpon Google


Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melde Dich an oder registriere Dich.


suedstadt
Café am Hochhaus
backstage
munich events
Feierwerk


Das curt-Boazn-Quartett