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Onlineshop: Fridas Enkeltochter |
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Dienstag, 7. Februar 2012 |
Ob Obermaterial, klassische Fädchen, Taschennaht oder einfach nur Schmuckstücke, die 25-jährige Janet Bauer hat sich – von ihrer Großmutter Frieda inspiriert – ihren Traum eines eigenen Labels erfüllt. Fridas Enkeltochter
Die Besonderheit an dem Label der jungen, nun in Nürnberg ansässigen Janet Bauer, ist die Philosophie, die dahintersteckt. Anders zu sein als andere und das durch die Mode zum Ausdruck zu bringen. Könnte extrem nach Prenzlauer-Berg-Abklatsch klingen, aber bei Janet hat es andere Motive. Ein Unikat zu sein, hat hier eine ganz persönliche Bedeutung.

curt hat bei Janet Bauer, 25 Jahre, Gründerin des Labels und Onlineshops Fridas Enkeltochter nachgefragt:
Fridas Enkeltochter Mode ist krumm – warum?
Janet: Kein Mensch ist perfekt und FRIDAS ENKELTOCHTER ist es auch nicht. Es geht eben genau darum, diesen Perfektionsgedanken abzulegen. Das die Mode „krumm“ ist, heißt nicht, dass sie Nähfehler hat, wobei das wieder im Auge des Betrachters liegt. Ich bin keine gelernte Näherin und wenn ich etwas nähe, dann ist eben die Naht mal nicht kerzengerade oder perfekt im 90°-Winkel. Es ist selbst gemacht, mit Hand gemacht, mit Liebe und das kann man sehen und das macht den Unterschied zur Massenware.
Wie ist Fridas Enkeltochter denn so?
Janet: Ich bin in Roth auf die Hauptschule gegangen und habe dort mit Mühe und Not beim zweiten Anlauf meinen Quali geschafft, danach habe ich eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau in einem Fahrrad-Geschäft gemacht, gefolgt von meinem FSJ und meiner Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin am Auhof in Hilpoltstein, durch meine Altona-Wurzeln (mein Opa kam aus Altona) zog ich 2009 für ein Jahr nach Hamburg, um dort als Assistentin für Menschen mit Behinderung zu arbeiten und studierte nebenbei an der Kunstakademie.
Ein Jahr danach, zurück im Süden, aber mit dem Herzen in Hamburg, studiere ich Soziale Arbeit in Nürnberg an der OHM und habe auch hier meine Traumfabrik „FRIDAS ENKELTOCHTER“ gegründet. Meine Modelabel, mein Onlineshop.
Erzähl doch mal von der leibhaftigen Frieda ...
Janet: Ich war das jüngste Enkelkind meiner Oma Frieda. Meine Oma war mein Leben und meine Liebe. Als ich klein war, hat sie mich zu Hause auf dem Boden immer mit alten Stoffresten Kleider und Taschen für meine Barbies nähen lassen – egal wie schrecklich etwas ausgesehen hat, sie hat immer gesagt, dass sie es schön findet. Frieda hat mir das Stricken beigebracht und mir gezeigt, dass es Spaß machen kann und nicht so langweilig ist wie im HSB-Unterricht. Nebenbei ist natürlich immer Fußball gelaufen und wenn am nächsten Morgen dann mal ein oder vier Nadeln am Boden lagen, dann hat die Oma nur gelacht.
Meine Oma hat mich immer unterstützt und mich so akzeptiert, wie ich bin. Sie hat mich angetrieben, besser zu werden, und sie war für mich da, wenn es mir schlecht ging. Ein Leben lang hat sie mich, meine Kreativität und meine Fähigkeiten gefordert und gefördert, ohne es zu merken.
Als ich angefangen habe, ihr von meiner Selbstständigkeit und meinem Label-Namen zu erzählen, ging es ihr schon nicht mehr so gut und Ende letzten Jahres ist sie dann von mir gegangen.
Ich habe FRIDAS ENKELTOCHTER mit Absicht bei dem „Frida“ nicht mit ie geschrieben, sondern nur mit i, weil die Künstlerin „Frida Kahlo“ ein großes Vorbild von mir ist.
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