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Krimi-Debüt: Die Gesichtslosen |
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Donnerstag, 15. Dezember 2011 |
Ein Serienkiller treibt sein Unwesen in München: Er zieht seinen Opfern die Gesichtshaut ab, um sie für die Ewigkeit zu konservieren. Was sich hier Autorin Stephanie Fey zusammengereimt hat, macht jeden Krimi-Fan glücklich!
Die junge Rechtmedizinerin Carina Kyreleis, die sich als Knochen- und Mumienexpertin darauf spezialisiert hat, Gesichter zu rekonstruieren, ist dem Täter bereits auf der Spur.
Was sich jedoch wie ein Schocker mit Gänsehauteffekt anhört, ist in Wirklichkeit ein gut recherchierter Erstling der Autorin, Illustratorin und Malerin Stephanie Fey. Sie setzt auf realistisch gezeichnete Protagonisten, denen sie mit klarer und präziser Sprache Leben einhaucht.
Trotz vieler blutiger Details kommen eingefleischte Thrillerfans dabei jedoch nicht auf ihre Kosten. Das ist auch gut so, denn der Krimi „Die Gesichtslosen“ lebt von seiner Bodenständigkeit, dem Wiedererkennen des Alltäglichen. Die Autorin verzichtet auf überflüssige Details und Effekthascherei und überzeugt durch solides Handwerk, glänzend gezeichnete Protagonisten und einer durchweg glaubwürdigen Story – der es definitiv nicht an Spannung fehlt.

curt traf die Starnberger Autorin Stephanie Fey auf drei Fragen:
curt: „Die Gesichtslosen“ spielt in München. Warum ausgerechnet hier?
Stephanie: Weil es die schönste Stadt der Welt ist, ganz einfach.
curt: In vielen anderen Krimis sind die Protagonisten meist Kommisare oder Privatdetektive. Bei dir ist Carina Kyreleis jedoch eine Rechtsmedizinerin. Wie beeinflusst das die Handlung?
Stephanie: Rechtsmediziner ermitteln eigentlich nicht. Sie sind Wissenschaftler, die beauftragt werden, einen Todesfall zu untersuchen und dann die Fakten abzuliefern. Wie der Fall ausgeht, erfahren sie in der Realität oft nicht. Aber Carinas Vater ist Leiter der Münchner Mordkommission … In der Romanhandlung ergibt sich dadurch ein neuer Blick auf einen Mordfall und die polizeilichen Ermittlungen. Der Leser darf also mal aus einer anderen Perspektive miträtseln.
curt: „Die Gesichtslosen“ ist der Auftakt einer neuen Serie. Wie wird es mit Carina Kyreleis weitergehen?
Stephanie: Hin- und hergerissen ob sie überhaupt in Deutschland bleiben möchte und nicht besser wieder nach Mexiko zurückkehren soll, wo sie zwei Jahre gelebt hat, wird Carina in einen neuen komplexen Fall verwickelt. Dabei ist sie auf der Suche nach ihren eigenen Wurzeln, die am Ende von „Die Gesichtslosen“ teilweise abgeschnitten wurden.
Die Gesichtslosen // Thriller von Stephanie Fey // Heyne Verlag // VÖ November 2011 // 8,99 €
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