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WASTELAND |
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Samstag, 3. Dezember 2011 |
Luca ist Bürgermeisterin von Wasteland, einem fiktiven Ort, an dem alles möglich ist. Jetzt hat sie die Wasteland Factory gegründet, ein realer Laden in Neuhausen voller schöner Dinge.
Was gibt es in der Wasteland Factory zu kaufen?
LUCA: Fotografien, Postkarten, kleine Einrichtungs-gegenstände, Headpieces, Schmuck, Gedichte … Alles von mir handgemacht, oder zumindest aufgearbeitet. Der Schwerpunkt liegt auf meinen Fotografien. Ich biete über den Laden auch meine Dienste als Fotografin an. Alles, was man in meinem Laden findet, beinhaltet Herz und Traum.
Wieso der Name „Wasteland“?
LUCA: Das Wort fiel mir das erste Mal auf, als ich das Album „Grace/Wastelands“ von Pete Doherty in der Hand hielt. Das blieb hängen. Bei meinen Recher- chen stieß ich auf das Gedicht „The Waste Land“ von T. S. Eliot. Was vor dem inneren Auge abläuft, wenn man dieses Gedicht liest, fand ich wunderschön. Ich begriff, dass man nicht ständig jede Vision und Idee auf Plausibilität prüfen und sich damit blockieren sollte. So wurde Wasteland zum Entstehungsland meiner Kunst.


Wie entstand die Wasteland Factory?
LUCA: Ich fand es eine tolle Vorstellung, sich zwischendurch von der Verkopftheit der künstlerischen Arbeit ein wenig zu lösen und Dinge zu gestalten, die in erster Linie dem Ziel dienen, Freude zu machen. Und zwar dem, der sie macht und dem, der sie mit nach Hause nimmt.
Was hast du für Ziele?
LUCA: Ich hatte von Anfang an die Vorstellung, das „Prinzip Wasteland“ könnte sich so verbreiten, dass sich irgendwann auf der ganzen Welt Künstler finden, die das Wasteland als ihre Heimat ansehen. Ich wünsche mir mein Leben als Gesamtkunstwerk zu gestalten. In jeder Situation mit Mut zum Träumen, zu handeln und nicht mehr zwischen „Kunst“ und „Hübsch“ zu unterscheiden. Einfach das Wasteland als Zeltkuppel überstülpen und versuchen, die Welt ein bisschen besser zu verstehen – und schöner zu machen.
Wasteland Factory // Schulstraße 13 Mi, Fr, Sa 11.30 –18.30 Uhr oder auf Anfrage FolksOfWasteland.com/Factory.html
TEXT: MELANIE LEYENDECKER // FOTOS: WASTELAND
Der Artikel ist in Ausgabe #70 erschienen |