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curt war da: Wild Beasts |
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Donnerstag, 15. April 2010 |
Dass die Wild Beasts eher was für Indieromantiker sind, war ja im Vorfeld klar. Trotzdem war der Friedlichkeits-Faktor bereits beim Support-Act Peter Von Poehl fast schon erschreckend hoch, so dass die Besucher fast wortlos den zarten Klängen des männlich-weiblichen Schmusepop-Duos aus Schweden lauschten.
Stoische Ruhe herrschte zwischen den mit Gitarre, Keyboard und Gesang hauchzart vorgetragenen Stücken, eine Ruhe die nur durch die sympathischen, auf deutsch-schwenglisch vorgetragenen Ansagen von Sänger Peter unterbrochen wurde ("Ich hoffe ... vielleicht ... dass es ein Vergnügen bereitet ... vielleicht ... a pleasure").
Ein stimmungsvoller Warm-Up.
Als nach einer kurzen Umbauphase das Licht abgedimmt wurde, standen die Wild-Beasts-Fans quer bei Fufl und durften zunächst einen als Bühnenhintergrund dienlichen Sternenhimmel aus kleinen Lämpchen bestaunen.
Eröffnet wurde das Set sogleich mit dem atmosphärischen Two-Dancers-Album-Opener "The Fun Powder Plot", mit dem die vier aus Kendal/UK stammenden Wildtiere sofort groovend-mitwippende Küpfe und Hüften heraufbeschworen.
Und ja: Frontmann Hayden Thorpe singt wirklich so! Mit einer grauen Dockercap bemützt, lässt er sein Stimm-Falsett, so wie man es kennt, sanft über das folk-poppige Gerüst aus mechanischen Drumbeats und hallverseuchten Melodieteppichen aus Gitarreneffekten und Basslinien gleiten; ihr sehr klarer Livesound stand dem Hörvergnügen aus der Konserve sowieso in nichts nach. Hier und da trat auch Bassist Tom Fleming vors Mikro und bereicherte mit seinen hingabevollen Vocaleins‰tzen (z.B. bei "All The King's Men") das Konzertvergnügen.
Neben der aktuellen Single "We Still Got The Taste Dancing On Our Tongues", ließ das Quartett auch Stücke von ihrem Erstlingswerk "Limbo, Panto" vom Stapel, die auch live ein wenig zackiger rüber kamen und die Tanzlaune ein Stück weit anhoben. Aber da die Tanzerei bei den Wild Beasts wohl eher weniger im Vordergrund steht, wurden auch die ruhigeren St¸cke wie "Two Dancers (I)" vom Publikum – zu Recht – gefeiert.
Vielleicht lag es an der Müdigkeit aufgrund des straffen Tourplans, die Hayden bei einer Zwischenansage erw‰hnte, dass sich die vier trotz anhaltenden Applauses nach ¸ber Stunde Spielzeit nicht zu einer Zugabe überreden lieflen. Aber die Ruhe sei Ihnen gegönnt, schliefllich gehören sie zu der Rubrik Bands von denen man in Zukunft noch viel hören soll und wohl auch wird.
Konzertreview: Wild Beasts // 13. April // Kranhalle
Text: Marcus Pieper
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