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curt war da: MUSE |
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Montag, 23. November 2009 |
20. Nov.: Sie wirken wie die Mus(e)ik Götter des Olymp. Dort in der ausverkauften Olympiahalle. Wenn das Konzert beginnt. Wenn plötzlich Dominic Howard, Christopher Wolstenholme und Matthew Bellamy jeweils auf einer eigenen Plattform in gut zehn Meter Höhe stehen. In der Mitte von drei Türmen.
Die erst wie Teile der Bühne wirken, sich dann jedoch teilen und wie riesige Säulen zum Leben erwachen. Nachdem die darauf projizierten gleichförmigen Männer die Treppen eines Bürohauses auf und absteigen, plötzlich alle herabfallen, mit ihnen die Fassade der drei Häuser in sich zusammenfällt und ihr Schatz preisgegeben wird. In der Mitte: MUSE.
Wahrscheinlich grinsen die drei etwas bei dem Anblick von 12.000 kleinen Musen. Das konnte man irgendwie nicht so leicht sehen. In der Tat musste man sie zuerst fast ein wenig suchen, so klein wirkten sie in dieser riesigen Halle. So groß und aufmerksamkeitsfesselnd wirkte sogleich die überwältigende Bühnenshow. Das Werk wahrer Musikgötter. Die drei Türme fungieren sowohl als auf- und abfahrende Bühne. Als Projektionsfläche. Als Säulen außergewöhnlicher Rockmusik. Von Oben Kameras und Licht - von unten Jubel. Das Blitzlichtgewitter ging jedoch etwas unter bei der doch recht pompösen Lightshow.
Der überaus beeindruckende Auftakt mit Uprising war also gemeistert. Ehrlicherweise muss man aber auch hinzufügen, dass das auch mehr als nötig war nach 20min Pause zwischen der Vorband und den britischen, großen Musen.
Dann allerdings ging es umso spektakulärer los. Eingetaucht in ein rotes Lichtermeer. Die Show war perfekt inszeniert. So perfekt, dass man sich doch etwas mehr Interaktion zwischen der Band und dem Publikum gewünscht hätte. Zwar bedankte sich Drummer Dominic Howard mit einem You guys are fucking mental down there! am Schluss bei der hüpfenden Menge. Von Sänger & Gitarrist Matthew Bellamy hörte man bis auf ein paar „Thank you!“ „Danke!“ und „You rock, München“ leider nichts. Dafür sang und spielte er so hingebungsvoll und eindringlich, wie man es von ihm gewohnt ist. Von Klassikern wie Plug In Baby, Stockholm Syndrome und Starlight ging es hin und her von Alten zum neuen Album. Weder der pink illuminierte Flügel, essentiell für United States Of Eurasia, noch Exogenesis: Symphony Pt. I fehlten, um das musikalische Gesamtbild der Progressive Rock Band zu komplettieren. Tatsächlich haben MUSE mit ihrem neuen Album The Resistance eine kleine Stilwende eingeschlagen, die sie weniger rockig dastehen lässt. Das Gesamterlebnis diese Konzertes aus Musik & Show hingegen hat absolut eingeschlagen. Selbst das kleinste LED-Flackern war auf ihre Musik abgestimmt. Detailverliebtheit auf artrock-britisch quasi. Dadurch allerdings waren sie dann auch wirklich stets in gutes Licht getaucht. Rauch war auch dabei. Am Ende. Ringsherum um die Band durch geysirartige Fontänen. Gegeben haben sie alles - und am Ende dann noch Knights Of Cydonia.
So ein Abend war das. Zwar nicht mit Schirm, Charme und Melone aber dafür mit Olympsäulen, Prog.Rock.Portfolio und türkisfarbener Hose. Eine Liveshow der Superlative eben.
TEXT UND FOTO: Sebastian Hofer
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