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5 Fragen an Boys Noize |
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Freitag, 9. Oktober 2009 |
Hinter dem Pseudonym Boys Noize steckt der 1982 geborene Alexander Ridha. Mit eigenen Produktionen und Remixen namhafter Interpreten befeuert er nun schon einige Jahre die internationalen Clubs und Bühnen. Am 2. Oktober erscheint sein zweites Album „Power“ und macht dort weiter, wo „Oi Oi Oi“ aufgehört hat. Ein guter Zeitpunkt für ein paar Auskünfte.
curt: Was für einen Einfluss hatte es auf dich, in Hamburg groß geworden zu sein? Und wieso bist du nach Berlin gezogen?
Boys Noize: In Hamburg hab ich meine Liebe zur Musik gefunden. In der Schule hab ich in den Pausen Schlagzeug gespielt, hab im Plattenladen gearbeitet oder bin als Zekke 3 jahre zu allen St. Pauli-Spielen gegangen. Das und viel mehr hat mich schon geprägt, aber meine richtige Liebe hab ich dann in Berlin gefunden und deswegen bin ich auch hierher gezogen. Im Herzen bleib ich aber ‘n Hamburger Jung!
curt: Du hast als DJ angefangen. Wie bist du dazu gekommen und wie hast du angefangen, selber Musik zu machen?
Boys Noize: Irgendwie war ich schon immer ein DJ, sei es auf Geburtstagen oder Schulpartys oder im Pausenradio, haha. Der Schritt zum Schallplattenladen war daher nicht sehr weit. Als ich 14 Jahre alt war, habe ich mit zwei Jobs meine Vinyl-“Kaufsucht“ finanziert und als ich dann im Plattenladen gearbeitet hab, saß ich natürlich an der Quelle. Zu dieser Zeit hatte ich ‘ne billige Software, um Musik zu produzieren, aber erst im Plattenladen, nach meinem ersten fetten Gig vor 600 Leuten, kam dann jemand, der mich gefragt hat, ob ich Lust hätte zu produzieren. Ich lernte dann Andi (D.I.M.) kennen und habe mit ihm fünf Jahre zusammen produziert. In der Zeit hab ich sehr viel über das Engineering gelernt. Als ich 20 Jahre alt war, hab‘ ich dann langsam mein eigenes Studio im neuen Zuhause in Berlin aufgebaut.
curt: Außer deiner eigenen Musik bist du sehr bekannt für deine Remixes. Sind Remixes deiner Meinung nach die Zukunft der elektronischen Tanzmusik?
Boys Noize: Nein, das glaube ich nicht, jedoch ist der Remix so bekannt wie noch nie. Vor gut 30 Jahren hat man sich eine Gitarre gekauft, weil man z. B. Jimi Hendrix geil fand und alle seine Songs spielen lernen wollte und heute machen die „Kids“ ‘nen Remix von jemandem, den sie gut finden. Der Remix ist schon lange nicht mehr nur eine Auftragsarbeit. Des Weiteren hat der Remix dazu beigetragen, Genres zu verschmelzen.
curt: Welche Künstler bewunderst du selbst am meisten?
Boys Noize: Künstler und Labels, die es schaffen, gute Qualität auf „natürliche“ und „schöne“ Art zu releasen. Das versuche ich auch mit meinem Label Boysnoize Records.
curt: Können wir in absehbarer Zeit neue Künstler bei Boysnoize Records erwarten?
Boys Noize: Ja, es gibt da neue Releases: Strip Steve, Djedjotronic, Siriusmo und Shadow Dancer. Alles superbegabte Produzenten und nette Typen zugleich.
myspace.com/boysnoize
BOYS NIOZE LIVE: 09. Oktober // Registratur goes Alte Kongresshalle
Artikel erschienen in Ausgabe #61; TEXT: Konstantina Paschalidou
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