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Das friedlichste Festival der Welt |
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Donnerstag, 9. Juli 2009 |
4 Tage, 7 Bühnen, 150 Bands, 30 Liter Bier, 28 Grad: Genau so muss es sein. curt hat die lange Reise nach Dänemark zum 39.ten Roskilde Festival auf sich genommen und kam hübsch braungebrannt zurück.
Das Roskilde-Festival wird seit 1971 jedes Jahr im Juli von freiwilligen Helfern organisiert, aufgebaut und betreut – der ganze Gewinn fließt an die Roskilde Festival Charity Society, die das Geld spendet. Unter anderem ging der Gewinn schon an Organisationen wie Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen und Human Rights Watch. In diesem Jahr lag der Fokus auf Bangladesh und Indien. Zusammen mit DanChurchAid sollte den Klimaopfern dort geholfen werden. Bei einem fast ausverkauften Festival mit 70.000 Besuchern und 240 Euro Ticketpreisen kommt schon einiges zusammen.
Ruckzuck von einer Bühne zur nächsten gehüpft, waren wir vom Lineup als auch vom von fahrradfahrenden Festivalbesuchern elektrisch betriebenenes Riesenrad begeistert. Und die Hot Dogs, purer Wahnsinn!
Unsere Highlights:
Der dänische Techno- und Houseproduzent Anders Trentemøller alias Trentemøller bzw. Businessman und Run Jeremy ist schon lange nicht mehr nur in seiner Heimat bekannt. Er war mit seinem 3stündigen Liveset (mit special guests) der Headliner der ersten Festivalnacht. Ganz Roskilde feierte ihren Star bis die Sonne aufging – um 3 Uhr.
Die Reunion Mike Pattons mit seiner Band Faith No More wurde von vielen sehnsüchtig erwartet, so auch von uns. Zyniker Mike enttäuschte nicht und kam mit Aprikotfarbenen Anzug und Krückstock auf die Bühne.
Baroque harmonic pop jams – so beschreibt das Quintett Fleet Foxes aus Seattle seine Musik. Als sie auf der Arena vor 20.000 Leuten nachmittags um 15.00 auftraten, lief jedem der Schweiß runter und man sehnte sich nach Wasser ohne den Pulk verlassen zu müssen. Kein Problem für die Roskilde Crew, die freundlich Wasserbecher in der Menge verschenkte.
Balkan-Niederbayerisch-Dub kam mit Labrassbanda vom Chiemsee als eine der insgesamt vier Bands aus Deutschland auf die "Astoria"-Bühne und hatte schlagartig gefühlte 3000 Fans mehr. Großartiger Auftritt. Die Leute machten Polonaise durch das ganze Zelt und jodelten ihnen nach. Schon verrückt, die Dänen.
Am letzten Abend spielten die Pet Shop Boys ungefähr parallel zu Fever Ray. Wir wissen zwar nicht, für was ihr euch entschieden hättet, aber unsere Wahl fiel auf die Sängerin von The Knife, ganz klar. Was für eine Bühnenshow, alles dunkel, nur so Lazer und alte Lampen. Tolle Stimme, gute Frau!
Der Auftritt der dreiköpfigen britischen Popband Friendy Fires hat uns auch überzeugt, super Liveumsetzung der Platte. Erinnern irgendwie so an Foals, dass es gar nicht anders geht. als sie gut zu finden.
Naja, und all die anderen tollen Bands wie Black Dice, das liebe Deichkind, The Chap, Hauschka und viele mehr ... einfach ein unvergessliches Festival. Gerne wieder!
www.roskilde-festival.dk
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